Trike-Globetrotter
In 988 Tagen die Welt entdecken – die etwas andere Weltumrundung in einem fliegenden Motorrad… Der Trike-Globetrotter Andreas Zmuda berichtet auf traveldiary.de regelmäßig in Wort und Bild!
Gegensätze Panama City oder wie Robinson auf den San Blas Inseln
10.05.2013Schon öfter hatten wir das Gefühl besser unseren Gunther gegen ein kleines Häuschen einzutauschen, da wir aufgrund des Wetters wohl für immer festsitzen werden. Aber natürlich kommt früher oder später immer der Moment wo es uns gelingt wieder abzuheben. Auch die bedrohlichen Wolken von Bocas del Toro haben wir hinter uns gelassen und sind nach einem ca. 3,5 stündigen Flug in Panama City gelandet. Der Flug selbst verlief ruhig, der Motor summte stetig und wir haben die Aussicht genossen. Den Gedanken, daß ca. 2 Stunden lang kein geeigneter Notlandeplatz vorhanden ist und wir Panama von der karibischen zur pazifischen Seite queren müssen, wo nichts als dichter Dschungel unter uns ist, haben wir mehr oder weniger verdrängt. Der Landeanflug auf den extrem stark frequentierten Gelabert Flughafen in Panama City war allerdings ein Abenteuer. Approach fragte uns noch über Funk ob wir hier schon mal gelandet seien? Natürlich nicht! Kurz danach dieselbe Frage vom Tower? Nanu, was hat das jetzt zu bedeuten, fragten wir uns? Und gleich danach beim finalen Landeanflug bei dem wir entlang der Jarhundert Brücke den Panamakanal querten und bereits die beeindruckende Skyline von Panama City sahen wurde es uns schlagartig klar. Wir wurden so stark durchgeschüttelt, daß ich zweimal freiwillig die Kamera weglegen wollte um mich fest zu klammern . Keine Angst ist alles im Kasten! Die sehr starke Thermik und die Verwirbelungen ausgehend von den beiden Bergen rechts und links vom Flughafen hatten kein Erbarmen mit uns. Nach einem ca. 10 Minütigem Kampf vom Kapitän Andreas das Flugzeug in der waagerechten zu halten hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen. Keine Angst ist alles im Kasten!
Die Einreisegenehmigung für Kolumbien haben wir für den 09.05.2013 erteilt bekommen. Wir haben also ein paar Tage Zeit um die quirlige, facettenreiche Metropole Panama City zu erkunden und auf den San Blas Inseln zu relaxen.
Die San Blas Inseln befinden sich im Gebiet der Kunas, die sich eigenständig verwalten. Es gibt ca. 400 kleine Inseln, wovon ca. 20 % touristisch erschlossen sind. Man ist nicht wirklich ganz alleine auf den Inseln, aber die einfachen Hütten aus Bambus mit Palmendächern und Sandboden versprühen trotzdem Robinson Crusoe Inselfeeling. Unsere Insel ist in 3 Minuten zu Fuß umrundet.
Sowie man eine der Inseln mit den weißen Stränden, Kokospalmen und kristallklarem Wasser betritt, streift man zuerst die Flip Flops von den Füßen. Man benötigt hier lediglich eine Badehose. Das Wasser ist warm, man kann stundenlang darin herum plantschen und mit einer Rum – Cola in der Hängematte träumen wir schon von unserem nächsten
anspruchsvollen Weiterflug (ca. 4,5 Stunden) nach Kolumbien vor. Das Wetter verspricht nichts Gutes, aber unser Tag wird kommen!
Eure Trike Globetrotter
Umkehr – kein Durchkommen nach Panama City!
29.04.2013
Diese Wolkenfront machte es uns unmöglich am heutigen Tag nach Panama City zu gelangen. Wir haben alles versucht drunter, drüber, daneben – Keine Chance! Die Wolken grau bis schwarz und kündeten bedrohlich Regengüsse oder gar Gewitter an.
Den Flug haben wir trotzdem sehr genossen, wer würde dies nicht bei dieser herrlichen Aussicht auf die Trauminseln Bocas del Toro.
Ja, und was mach man nun mit so einem „verkorksten“ Tag? Dies löst jeder auf seine Weise.
Andreas:
Hier mein völlig erschöpfter und frustrierter Kapitän, der es ausnahmsweise Mal mit Windsegeln versucht und sich hier auf dem Katamaran den Wind um die Nase wedeln und die jetzt vorhandene Sonne auf den Pelz brennen läßt.
Doreen:
Machen wir das Beste aus diesem Tag! Happy an den Traumstränden von Bocas del Toro.
Morgen versuchen wir es wieder. Geht nicht – gibt es nicht!
Eure Trike Globetrotter
Wir haben Panama erreicht!
22.04.2013
Zwei Tage früher als geplant haben wir heute am 15.04.2013 Panama erreicht. Panama, das achte Land auf unserer Route.
Ganz früh am Morgen mit der aufgehenden Sonne sind wir mit Sauerstoff ausgerüstet über die Berge Costa Ricas von San Vito nach Limon geflogen. Was für ein Flug! In ca. 13.000 Feed Höhe war es wirklich saukalt. Dabei wurden wir beim Abflug noch bestaunt was wir da so alles an Kleidung anziehen. Es war einer der schwierigsten Flüge aufgrund der Höhe und ca. 40 Minuten lang war hier nirgends ein Notlandeplatz.
Um die erforderliche Flughöhe zu erreichen mußten wir kreisen. Nur langsam, cm um cm quälte sich unser „Gunther“ nach oben. Die Sicht war ziemlich diesig. Volle Konzentration vom Kapitän war gefragt und auch ich mußte still sitzen. Als wir dann die Berge hinter uns gelassen haben und uns Limon näherten kam eine große Wolkenfront direkt auf uns zu. Die Wolken zogen ziemlich schnell und ich hofte, daß wir nicht gleich rückwärts fliegen. Aber der Flughafen lag bereits wenige Meilen vor uns. So tauchen wir unter der Wolkenfront hinab und begannen den Landeanflug. Die Start- und Landebahn in Limon liegt direkt am Meer. Wir waren das einzige Flugzeug auf diesem internationalen Flughafen.
Da die Wettervorhersagen für die kommenden Tage eher negativ sind, entschieden wir uns am selben Tag noch nach Panama weiterzufliegen. Blieb nur eins zu klären „Ist die Landerlaubnis für Panama schon erteilt?“. Nach einem heftigen e-mail Austausch mit Mike in England (unserer Agentur) und der Luftfahrtbehörde in Panama City hielten wir gegen Mittag die Einreisegenehmigung in den Händen. Die Ausreiseformalitäten hier in Limon ließen sich unkompliziert erledigen und so starteten wir gegen 15.30 Uhr erneut durch. Panama wir kommen!
Spektakulär war der Landeanflug auf Bocas del Torro einer Panama zugehörigen, vorgelagerten Inselgruppe. Türkis, blau, himmelblau ,saphir ,dunkelblau schimmernde Farbspiele im glasklaren Wasser, kleine Hütten auf Stegen gebaut die ins Wasser reichen und die Landebahn? Die reicht von einer Inselseite bis zur anderen! Aber lang genug für uns! Hier in diesem Paradies werden wir uns ein paar Tage gönnen bevor wir Panama City, den Panamakanal, und die San Blas Inseln erkunden wollen.
Liebe Grüße Andreas und Doreen
Von der Küste Uvitas in die Kaffeezone San Vito Costa Rica
19.04.2013
Nachdem unser „Gunther“ nun wieder richtig flott ist, sind wir natürlich heiß darauf weiterzufliegen. Manch leidenschaftlicher Biker kann dies sicherlich nachvollziehen, wenn er sehnsuchtsvoll auf den Frühling wartet und darauf seine Maschine zu „satteln“. Wir starten ganz früh am Morgen, damit wir rechtzeitig über die Berge kommen, bevor die Wolken aufziehen und ein Fliegen unmöglich machen.
Für das frühe Aufstehen werden wir mit einem grandiosen Flug belohnt. Wir fliegen in ca. 7500 Feet über den Wolken. Im Licht der Morgensonne zeichnen sich gerade noch die Gipfel der höchsten Berge ab deren Spitzen durch die Wolken hindurch lugen. Als wir beim Landeanflug durch ein Loch in der Wolkendecke hindurch fliegen rauschen sattgrüne Berggipfel an uns vorüber. Wohhh, was für eine Landschaft. Mein Kapitän muß kreisen damit wir uns langsam nach unten schrauben. Aber wo ist der Flughafen? Kannst du ihn sehen? Er muß rechts auf drei Uhr sein? Und dann sehen wir ihn endlich. Ein ziemlich kurioser Flughafen komplett eingezäunt ohne Flughafengebäude, ohne Stellplatz, ohne Ein- / oder Ausgang? Wie kommen wir hier raus? Und wie kommen die ganzen Leute eigentlich hier rein? Eine ältere Dame kommt uns joggend im rosafarbenen Trainingsanzug mit ihrem weißen Pudel entgegengelaufen, ein anderes Paar ist gerade beim Power Walking – und das alles mitten auf der Start- und Landebahn!
Aber da ist auch schon Luis der uns freudestrahlend Willkommen heißt. Dieser zeigt uns dann auch wie wir auf allen Vieren mit Sack und Pack durch das Loch im Flughafensicherheitszaun nach draußen gelangen. Leider ist das Loch nicht für Andreas seine Größe bemessen.
Mit Luis und seinen Pilotenfreunden Johann und Alexandro und deren Familien haben wir eine unvergeßliche, schöne Zeit hier in San Vito und ein „Rundumsorglosverwöhnpaket“ ;-). Mit zwei Kilo mehr auf den Rippen, pro Person wohlgemerkt, starten wir früh am Morgen des 15.04.2013 erneut durch. Auf nach Panama! Vielen Dank Luis, Johann und Alexandro für die schönen Stunden. Ihr seid nun ein Teil unseres Abenteuers.
Andreas und Doreen
Der Himmel brennt!
12.04.2013
………ohne Worte, einfach nur anschauen und genießen. So spektakulär erleben wir zur Zeit hier die Sonnenuntergänge in Costa Rica, Uvita und dieses Foto ist ungeschönt!
Nachdem wir die letzten Tage damit verbracht haben unseren „Gunther“ flott zu machen, die Motoreninspektion war turnusmäßig zu erledigen, haben wir uns am Sonntag doch tatsächlich einen Strandnachmittag mit Picknick und allem was dazugehört gegönnt. Und Strände gibt es hier einfach unendlich lange, unheimlich schöne und absolut einsame. Fast einsame zumindest. Als wir so in der Hängematte unter Palme vor uns hin dösen, raschelt es im Geäst. Was ist denn das? Kannst du etwas sehen? Nein, dieses Mal hatten wir noch keinen Rum getrunken. Eine ganze Affenhorde saß über uns in den Bäumen und ließ es sich genüßlich schmecken. Das Machomännchen saß gerade einmal 2 m von uns weg und stopfte gierig die Blätter in sich hinein. Was für ein Paradies.
Einen ordentlichen Muskelkater im Trizeps haben wir auch davon getragen. Natürlich nicht vom faulen in der Hängematte herumliegen, sondern unserem sportlichen Einsatz beim Bodysurfen. Die Wellen sind hier einfach unwiderstehlich.
Bevor wir uns mit großen Schritten Panama unserem nächsten Zielland nähern bekommt unser Segel noch eine Speziallackierung als Sonnenschutz, was einige Wartezeit bedeutet. Auch Civil Aviation hat uns die geplante Ausreise über Golfito nicht genehmigt. Und so müssen wir nun die etwas längere Route über die Berge zur Karibischen Seite fliegen und über Limon ausreisen. Dauert etwas länger aber ist auch machbar und bestimmt genauso schön.
Viele Grüße Andreas und Doreen
Wer ist schneller, der Tropische Gewittersturm oder Wir?
05.04.2013
Wollen wir es wagen oder lieber nicht? Wieder einmal die alles bestimmende Frage, wie so oft. Seit mehreren Stunden beobachten wir den laufend wechselnden und recht starken Wind am Tamarindo Airport. Es ist jetzt erst 15.00 Uhr, wir beschließen abzuwarten. Alles ist für den Abflug fertig gepackt. Bilde ich mir das jetzt nur ein oder wird der Wind gegen Abend tatsächlich ruhiger? Jetzt oder nie! Das ist unsere Chance. 17.00 Uhr heben wir ab und werden ordentlich durchgerüttelt. Ich verspüre keine Lust meine Kamera aus der Tasche zu holen, obwohl die Landschaft traumhaft schön ist. Hunderte von Surfern tummeln sich gerade unter uns mit ihren Brettern im Wasser.
Kämpfen und Durchhalten, denke ich. Und mein „Kapi“ kämpft. Schließlich haben uns alle erfahrenen Piloten hier aus der Region erzählt, daß der Wind nach 15 Minuten nachläßt. 15 Minuten können ziemlich lang sein. Hoffentlich irren die sich nicht. Tatsächlich wird es in unserer Flugrichtung ruhiger und wir genießen die Küstenausblicke im Abendlicht. Hallo Petra, hallo Andrea wir sind wieder zurück! So schnell wird man uns nicht los. Bleiben noch eine Nacht in der Flying Crocodile Lodge bevor wir am nächsten Morgen ganz zeitig nach Uvita aufbrechen.
Auch dieser Flug bringt große Herausforderungen mit sich. Gewitter waren vorausgesagt, aber erst am Nachmittag. Neben uns türmen sich bedrohlich die Wolkenberge auf. Eigentlich kein durchkommen möglich. Wir sind dabei uns einen geeigneten Notlandeplatz zu suchen als sich die Wolken etwas auflockern und wir den drohenden Gewittersturm hinter uns lassen. Uvita, „Papa Kilo“ wir kommen! Gerade als wir im Landeanflug sind, sehen wir eine rote Challenger auf der Piste. Georg mach die Bahn frei, jetzt landen wir!
Panama wir sind schon ganz nah!
Doreen
Frohe Ostern mit Krokodilen statt Osterhasen!
30.03.2013Bewegte Flugtage liegen hinter uns. Von Belize aus sind wir in die, will man den Medien glauben, gefährlichste Stadt der Welt San Pedro Sula in Honduras geflogen. Dies war auch ein Vorgeschmack auf die geplante Atlantik Überquerung im nächsten Jahr. Wir sind das erste Mal eine längere Strecke nur über Wasser geflogen. Zu dem Zweck haben wir unsere Schwimmwesten probegetragen. Wir hatten einen etwas windigen Tag erwischt und genau als wir bei Placencia das Festland verlassen haben fing es auch noch zu regnen an. Wasser also von vorne, oben, unten, überall. Wir kämpften uns durch und hatten nicht viel Zeit darüber nachzudenken, daß unter uns ausschließlich Wasser und damit kein geeigneter Notlandeplatz ist.
In San Pedro Sula sind wir sehr herzlich von unserem Freund Gustavo empfangen wurden. Die ganze Einreise dauerte gerade mal 3 Minuten, einfach unglaublich nach unseren Erfahrungen in Belize. Wir relaxten etwas auf Roatan und bereiteten uns dann auf den Weiterflug von San Pedro Sula vor. Manche Gegenden hier gleichem einem Hochsicherheitstrakt, aber Gustavo hat gut auf uns aufgepaßt.
Über die Hauptstadt Honduras, Tegucigalpa, übrigens einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt, haben wir dann Managua in Nicaragua erreicht. Hier war eigentlich nur eine Übernachtung und der Weiterflug am nächsten Tag vorgesehen. Aber Nicaragua ist einen Stopp wert! Mit Granada einer wunderschönen Kolonialstadt, den Vulkanen und Lagunen und der Selva Negra (übersetzt Schwarzwald) ein Kaffeeanbaugebiet, sowie den vorgelagerten Badeinseln hat Nicaragua einiges zu bieten.
Von Managua aus hoben wir erneut in die Lüfte ab und hatten einen traumhaften Flug hoch über den Wolken nach Costa Rica. Diese türmten sich um uns herum auf und sahen aus wie Zuckerwatte. Wer wollte nicht schon immer einmal nach den Wolken greifen? Unser Kleiner steht zur Zeit in Tamarindo und wir verbringen die Ostertage hier in der Flying Crocodile Lodge (www.flying-crocodile.com). Die Osterhasen hier schwimmen in der Lagune haben ein langes Maul, scharfe Zähne, lange Schwänze und einen Panzer und sind nicht zum streicheln geeignet!
Frohe Ostern!
Die Trike-Globetrotter, der Papst und die Hilton Schwestern….
11.03.2013
Irgendwie kommt uns die Presse, gerade in kleineren Orten, immer auf die Schliche (http://www.trike-globetrotter.de/medien/). Aber das wir hier neben den Hilton Schwestern auf der ersten Seite Erwähnung finden und dann auf der kompletten Seite 4 über uns berichtet wird, hätten wir nicht erwartet! Vor uns auf Seite 2 und 3 nur der Bericht über die Wahl zum neuen Papst…. danach gleich wir… was sonst…*grins”
Noch ein Stempel gefällig?
09.03.2013
Jedes Land bestimmt unter welchen Regularien sie ausländische Flugzeuge in ihr Land lassen – no probem. Die USA zu verlassen ließ sich sogar online bewältigen, ohne das wir an der Grenze kontrolliert wurden. In Mexiko und Guatemala haben uns die Flughafenmanager mit ihren Mitarbeitern die ganze Bürokratie abgenommen und wir konnten das Land nach 10 Minuten im Flughafen genießen. Der Manager des Flughafens fuhr uns sogar 20km weiter ins Hotel.
In Belize ließ man sich dann aber eine ganz spezielle Begrüßungszeremonie einfallen! Schon als wir in den Luftraum einflogen, drohte man uns mit Gefängnis und der Beschlagnahmung unseres Trikes, trotz Einfluggenehmigung! Ich flog einfach weiter, denn das Wetter ließ eh ein Umkehren nach Guatemala nicht zu. Erst 20 Minuten vor der Landung auf dem internationalen Flughafen von Belize City, erteilte man uns die Landeerlaubnis. Hartnäckigkeit zahlte sich hier aus – auch am Boden!
„Was wollen sie hier“ fragte mich schroff der dunkelhäutige Beamte an der Paßkontrolle
„Zwei Monate in ihrem schönen Land verbringen“
„Wer ist ihr Agent“
„Ich habe keinen Agenten – wozu?“
„Der erledigt alle notwendigen Maßnahmen für sie hier“
„Das Geld habe ich nicht und ich kann lesen und schreiben und alle Formblätter sicher auch selbst ausfüllen. Können sie mir bitte die Formblätter zum Ausfüllen geben?“
„Die hat nur ihr Agent“
Ich hätte den gleich über den Tresen ziehen können. Ein Gepäckträger bot sich auch gleich für 500 USD als mein „Agent“ an und zum Glück hat er den Ernst der Lage aus meinem Gesichtsausdruck erkannt und mir sofort die Info gegeben, dass ich alles im Büro der Flugaufsicht erhalte und alles selbst ausfüllen kann. Der Beamte an der Paßkontrolle verzog verärgert das Gesicht, denn der Gepäckträger hat ihn sicher um seine Hälfte vom „Agentenhonorar“ gebracht.
Geschlagene vier Stunden später hatten wir dann alles ausgefüllt und endlos viele Stempel eingeholt. Immer verbunden mit einer rein schikanösen Wartezeit. Als ich dann in Richtung San Ignazio weiter fliegen wollte, teile mir die Flugaufsicht mit, daß ich dazu ein extra Permit benötige. Natürlich wieder mit allen Stempeln der gleichen Behörden… Ich schaffte das noch rechtzeitig vor einsetzen der Dunkelheit….
Bei der Ausreise benötigten wir gar 7 Stunden auf dem internationalen Flughafen, bis wir alles zusammen hatten, um am nächsten Tag starten zu können. Man ließ uns dann aber nicht starten, da die Polizei das Flugzeug noch kontrollieren wollte. Und die kam erst fast drei Stunden später, rechtzeitig als es dann stürmte und anfing zu regnen… was uns zu einer weiteren Zwangspause von drei Tagen zwang. Erst danach konnten wir in Richtung Honduras starten!
In Honduras dann ein Lächeln vom Einreisebeamten, zwei Stempel und in 3 Minuten war alles an Bürokratie erledigt! Herzlich Willkommen!
Unter Piloten hatte uns schon jeder vor Belize gewarnt. Auch auf jedem Flughafen der Nachbarländer verzogen alle nur das Gesicht wenn ich Belize erwähnte…. Wir wissen nun warum! Hier bekommt mich keiner mehr hin, jedenfalls nicht als Pilot!
Frühjahrsputz in Spanisch Lookout / Belize
23.02.2013……..zeigt her eure Flügel! Ja hier wird ordentlich geschrubbt, geputzt, gewienert, gewachst und poliert. Pünktlich zum Start in Richtung Honduras glänzt er wieder so richtig unser „Kleiner“ und zeigt sich von seiner schönsten Seite. Mit ordentlich UV-Protektion einbalsamiert ist unser Gunther Plüschow gut gerüstet für die hoffentlich vor uns liegenden Sonnentage.























