Umzugskartons & Packstress…

Umzugskartons & Packstress…

Warum heißen wir eigentlich nicht Angelina Jolie und Brad Pitt? Dann hätte ich für unsere zwei Kinder und unseren Hund Ole ein Dutzend Nannys, hätte nicht permanent den Wunsch mich zu klonen, um alle Reisevorbereitungen zu schaffen und das hieße auch für unsere Umzugskartons, sie würden fremdgepackt werden, von Hausangestellten und Bediensteten….. Ach Blödsinn – vergiss die Umzugskartons – wir würden einfach alles so lassen, wie es ist, schließlich hat man als vermögender Star ja diverse Häuser und Sommerresidenzen! Tja, nur sind wir leider keine vermögenden Stars, wohnen in Hamwiede bei Walsrode, der Stadt mit dem Vogelpark und nicht in Beverly Hills, bei Los Angeles, der Stadt mit dem Filmpark. Und so bleibt mir auch nichts anderes übrig, als alleine für diesen Absatz gefühlte 30 Minuten zu brauchen, weil Hugo gerade nicht richtig einschlafen will und ich immer wieder aufstehe und ihn immer wieder aufs Neue in den Schlaf schaukel. Kaum habe ich meine Gedanken wieder sortiert und zwei Worte geschrieben, muss ich wieder aufstehen…Nun scheint er aber doch eingeschlafen zu sein, seit einer Minute ist Ruhe und eigentlich müsste ich jetzt Theo wecken. Wenn der nämlich zu lange schläft, macht er wieder die Nacht zum Tag – und das ist weniger förderlich, es sei denn man entscheidet sich für dicke Augenringe und gereizte Nerven…

Was freu ich mich auf das Wochenende! Ab diesem Zeitpunkt ist Till wieder ganz und gar für uns da! Kein Job mehr, der ihn den ganzen Tag von uns fern hält und zusammen lässt sich hier auch weitaus mehr schaffen, als alleine mit Theo und Hugo. Der Bus ist gerade bei Bike-and-Bus Werner, um seinen Dachgepäckträger und großen Tank zu bekommen. Die Markise ist für dieses Jahr übrigens gestrichen. Keine Zeit. Irgendwo muss man halt Abstriche machen. Nur beim Mitnehmen von Dingen bin ich mir da noch nicht so sicher. Das kleine Zimmer in unserem Haus wird derzeit vollgestellt mit Sachen, die mitkommen sollen. Ich erinnere mich noch, wie wir vor drei Jahren alles unten im großen Flur gesammelt haben. Damals dachten wir auch: das wird niemals alles im Frosch unterzubringen sein. Es passte aber doch. Derzeit haben wir auch wieder genau das gleiche Gefühl: wie soll das alles passen? Und ich bin mir diesmal wirklich nicht sicher, wo das alles unterzubringen ist, denn wir brauchen ja auch immer noch genügend Staufläche für die vielen Motorrad-Ersatzteil, das Gepäck der Biker etc. Dann haben wir auf der Hintour noch einen Ofen an Board, den wir zu Classic-Bike Peter mit nach Indien bringen. Er soll größer sein, als gedacht, so Werner. Keine Ahnung, was das bedeutet! Außerdem packe ich wahrscheinlich viel zu viele Klamotten für die Jungs ein – aber wer weiß, wenn Hugo so weiter wächst wie bisher, dann trägt er auf der Rückreise die Klamotten, die sein Bruder auf der Hinfahrt trägt!

Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich mir auch noch gar nicht vorstellen, dass wir in zwei Wochen losfahren. Aber wenn es wieder so ist, wie beim letzten Mal, dann freue ich mich auf das Bauchkribbeln und Dauergrinsen, wenn wir alles geschafft haben und endlich im Bus sitzen – auf dem Weg nach Indien, wo wir dann einfach mal die Seele baumeln lassen können und unser Familienleben endlich wieder ganz oben auf der Liste steht.

Amelie de Boer
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