Der Startschuss zur Tour ist gefallen: wir sind unterwegs!

Der Startschuss zur Tour ist gefallen: wir sind unterwegs!

Wer die Bike&Bus Tour bucht, bucht definitiv keine Pauschalreise. Flexibilität ist das A und O – und das mussten die Biker und Bus-Mitfahrer in den ersten Tagen öfter beweisen. Dass die erste Etappe von Ruhpolding nach Venedig kein Zuckerschlecken ist, sondern es hier erst einmal nur um Strecke schaffen geht, war allen Teilnehmern klar. Es war ja auch erst die allererste Etappe, da war man noch frisch und munter.

Wir fuhren mit dem Bus die Autobahn – nahmen diesmal die Mautgebühren in Kauf – die Biker hingegen fuhren die für sie schönere Strecke über Land. Jedes Mal, wenn dunkle Wolken am Himmel aufzogen, mussten wir an die Motorradfahrer denken. Leider kam auch der eine oder andere üble Regenguss herunter – in Tourguide Svens Motorradstiefeln reiste das Wasser dann auch bis nach Venedig mit. Mit plattgesessenen Hintern erreichten wir 20min nach den Bikern am Abend den Campingplatz Fusina in Venedig. Nun wurden die Zelte aufgebaut und mit Bier auf die erste Etappe angestoßen.

 

Während der eine oder andere am nächsten Tag Venedig anschaute, organisierten wir uns weiter durch, laminierten die Ausweise für den Iran und Pakistan und nutzten das W-LAN des Campingplatzes. Dumm nur, dass die Reichweite nur bis zur Hecke reichte. So steckte Till sein iPhone kurzerhand dort ins Gebüsch, lud die restlichen Navigations-Karten auf sein Handy und fand es dann erst einmal nicht wieder! Wer nicht wusste, dass sein Handy dort in der Hecke lag, der hat sich sicherlich gefragt, was dieser Mann dort eigentlich machte und warum er hektisch durch die Hecke schaute. Ein kleiner Anruf von meinem Telefon auf seins – und das gute Stück war endlich wieder da!

 

In der Nacht zog ein Gewitter samt heftigem Regen auf. Die Biker nahmen es gelassen und auch Sven, der seine Motorradklamotten und Stiefel vor dem Regen unter unserem Bus in Sicherheit gebracht hatte, blieb entspannt, als er am Morgen feststellen musste, dass sich lediglich EINE große Pfütze unter unserem Bus gebildet hatte. Und zwar genau dort, wo seine Sachen lagen…

 

Die Biker brachen am nächsten Tag auf, um die Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) zu nehmen. Wir blieben noch einen Tag auf dem Campingplatz – wir kamen an dem Tag leider nicht mehr auf die Fähre. Ausgebucht! So hieß es nach unserer Fährüberfahrt am darauffolgenden Tag  noch einmal wieder Strecke schaffen bis nach Kavala hinter Thessaloniki, wo die Motorradfahrer bereits gemütlich in ihren Betten lagen, als wir um 2 Uhr nachts dort eintrafen. Die Jungs hatten für diese Strecke zwei Tage Zeit.  Wir mussten sie an einem Tag schaffen, schließlich mussten wir sie wieder einholen, wir hatten ja ihr schon sehnlichst erwartetes Gepäck an Board. Lange schlafen war allerdings nicht drin. Grenzübergang Türkei und Etappe bis nach Istanbul musste heute geschafft werden. Wieder ein heftiger Ritt – allerdings vor erst der letzte dieser Art. Ab jetzt sollte es entspannter werden mit kürzeren Tagesetappen. Es sein denn, es kommt etwas außerplanmäßiges dazwischen…

Amelie de Boer
No Comments

Post A Comment

seven × = nineundforty