Mutig Mayflower Majestätisch

Mutig Mayflower Majestätisch

Beginnen wir diesen Abschnitt mit einem Ratschlag zum Bundesstaat Maine, den uns ein Bekannter aus Detroit erteilte: „Wenn Ihr Natur liebt, dann werdet Ihr auch Maine lieben. Dringt in jedem Fall ins tiefe Inland ein. Viele Leute fahren nur die Küste entlang und meinen, sie hätten Maine kennengelernt. Nichts da! Aber wenn Ihr denn in die inländische Natur hineinfahrt, stellt sicher, ein gutes GPS-Navigationssystem zu haben. Die Straßen sind nur spärlich ausgeschildert. Viele Touristen verirren sich dort oft“.

Indian Summer in Maine

Indian Summer in Maine

Recht hat er gehabt! Trotz Navi und Beschilderung sind wir nicht nur einmal auf irgendeiner Schotterpiste mit „Dead End / Sackgasse“ gestrandet. Aber das ist der Schnee von gestern, bzw. eigentlich des vorherigen Abschnittes. Nunmehr sind wir ja an der Küste in Lubec angekommen.

Die Bundesstaaten Maine und Massachusetts bilden das Zentrum dieses Teils der Atlantik-Küsten-Fahrt. In Lubec (ME) hatten wir, wie beschrieben, wieder den Atlantik erreicht. Dieses Lubec spiegelt neben der Schönheit seiner Lage und einigen idyllischen Dorfecken aber auch die Problematik einer niedergehenden Küstenfischerei bzw. des Lobsterfanges wieder. Von den ehemals wohl sechs Fisch verarbeitenden Betrieben sind vier stillgelegt, Bootsstege und Fischhallen dem Verfall preisgegeben. Im Hafenbecken erblickt man eine Reihe freier Anlegeplätze für Fangkutter. In der Main Street steht viel freie Ladenfläche zur Verfügung.

Bold Coast Maine

Bold Coast Maine

Ungleiche Partner

Aber dieses Lubec repräsentiert nicht das gesamte Maine. Wenn man an diesen State denkt mit seinen 90% Waldflächenabdeckung, spricht man auch gern von einer „Liebesaffäre zwischen Erde und Wasser“.  Hier umarmen sich die beiden Elemente und bilden so eine der schönsten Küstenszenerien der USA. Und wie es in einer Beziehung ungleicher Partner eben so ist, es kann sehr stürmisch werden.  Mit etwas Glück genießt man in einem Blickradius von weißer Gischt gekrönte Wellen direkt neben tief grünem Nadelwald, aus dem einer der 60 Leuchttürme des States hervorlugt.

Majestätisches Purpurrot

Ja, es sind diese Tage des Herbstes, die den Besucher in ihren Bann ziehen. Es ist sicherlich nicht so sehr das Wetter, welches nunmehr sich flux ändern kann. Die Temperaturen sollten eigentlich beständig fallen. In diesem Jahr (2013) scheint aber alles anders zu sein, versichern uns die Einheimischen. Tageswärme bis zu 30°C und auch die Nachtkühle nicht unter 20°C stellen die Ausnahme von der Regel dar.

Majestätisch in Purpurrot verabschiedet sich der Sommer. Die Buntfarbigkeit der Natur präsentiert sich nunmehr im Mittelpunkt des „Fall-Foliage-Schauspiels“, bei uns besser bekannt als „Indian Summer“,  nachdem die zahlreichen Freilichtbühnen, die sommerlichen Theaterfestivals und Open Air- Konzerte den Vorhang gesenkt haben bzw. der letzte Ton verklungen ist.

Die schwülheißen, von Mücken und Moskitos getränkten „Hundstage“ („Dog Days“) sind vorüber, die Heerscharen an Touristen wieder heimgekehrt. Es eröffnet sich eine fast majestätische Ruhe in den Urlaubsorten, in den endlosen Wäldern sowieso. Wenn sich die Morgennebel erst einmal verzogen haben, erstrahlt mit etwas Glück ein kristallklarer Himmel im glänzenden Sonnenlicht und lässt den rötlichen Königsmantel, der die Bäume umhüllt, noch kräftiger leuchten.

Poetische Köpfe

Ist es bei so viel inspirativer Umgebung dann ein Wunder, dass hier in Maine einige der hervorragendsten poetischen amerikanischen Größen angesiedelt sind?

Die in Portland beheimatete  Wohn- und Wirkungsstätte des Romantikers Henry Wadsworth Longfellow (1807-1882) freut sich über interessierte Besucher. Seine Erzählungen und Gedichte sind durchflutet von dieser Landschaft. Auch Harriet Beecher Stowe verfasste große Teile von „Onkels Toms Hütte“ in einer solchen Umgebung in der Nähe von Brunswick. Was den in der Stadt Bangor  ansässigen Stephen King in solch friedvoller Natur zu seinen Horror-Romanen veranlasst hat, mag sein Geheimnis bleiben. Waren es vielleicht eher seine früheren Drogen- und Alkoholprobleme?

Prachtstück der Natur und des Umweltschutzes

Acadia NP Maine

Acadia NP Maine

Diese Bezeichnung für den „Acadia National Park“ erscheint nicht übertrieben. Schon im südlichen Maine gelegen, krallt sich die per Brücke verbundene Insellandschaft wie die Finger in die Weite des Atlantiks. Raue Kliffs wechseln ab mit riesigen Sandstränden.  Eine gut 40km lange Rundfahrt führt zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten des Naturparks, ob nun zum Cadillac Mountain, zum Mount Desert, zum Somes Sound oder dem Jordan Pond und The Bubbles, natürlich auch zum malerischen Bass Harbor Lighthouse oder der Schoodic Halbinsel, und nicht zu vergessen das Thunder Hole. Sie alle sind eigentlich, jede für sich genommen, eine eigene Reise wert.

So viel Spektakuläres in der Natur will geschützt werden. Mit viel Geld und Organisationsaufwand unterhält man deshalb u.a. ein aufwendiges Shuttle-Bus-System. Insgesamt acht verschiedene Linien transportieren in mit Propangas betriebenen Bussen meistens im 30-Minuten-Rhythmus die Besucher in jeden Winkel, an jeden Ausgangspunkt für Wanderungen, zu jeder Sehenswürdigkeit. Eine Buslinie ist dabei ausschließlich für den Abholservice von den zahlreichen Campingplätzen oder Hotels der Umgegend zuständig. Da das Ganze für den Parkbesucher kostenfrei ist, erscheint es umso unverständlicher, warum immer noch auffallend viele Touristen ihr Auto nicht stehen lassen und lieber das nicht unerhebliche „Auto-Eintrittsgeld“ bezahlen als den kosten- und stressfreien Busservice zu genießen.

Warum dieser  Küstenstreifen „The Bold Coast / Die kühne, mutige Küste“ genannt wird, bleibt  ein Geheimnis.

Sport im Schlafzimmer, Wetter in der Küche

Standuhr aus Zeitungspapier

Standuhr aus Zeitungspapier

Es gehört sicherlich eine große Portion Mut dazu, ein ganzes Haus nur aus zum grossen Teil gerolltem Zeitungspapier zu errichten. Die Rede ist nicht etwa von einem Spielzeughaus, nein, das „Paper House“ in Gloucester auf der Halbinsel Cape Ann in Massachusetts (ca. 130km nördlich von Boston) diente als Ferienhaus eines spleenigen Ehepaares, Knopffabrikanten ihres Zeichens. Die Sommerhütte wurde mehrere Jahre, d.h. von 1924 bis 1929 auch bewohnt. Nicht nur die Hauswände sind aus dem empfindlichen Material, sondern auch die Möbel und sogar die Fenstervorhänge. Heute hat sich dieses wohl leichteste Haus der Welt zum Museum gewandelt.

Paper House Außenwand

Paper House Außenwand

Beim Rundgang durch diese Welt aus „Information und Papier“ fällt die nicht zufällige Sortierung der Zeitungen auf.

Für die Gebrauchsmöbel wie Tische, Stühle etc. verwendete man den „Christian Science“, das Bücherregal besteht aus „Ausländischen Zeitungen“; ein Schreibtisch blättert Artikel über den „Charles-Lindbergh-Atlantikflug“ auf; Berichte über Herbert Hoovers Präsidentenwahlkampf bilden das Äußere eines Radios, und für das Gehäuse von „Opas Standuhr“ mussten die Tageszeitungen aller damals 48 Bundesstaaten herhalten. Damit nicht genug, auch die Umrandung eines Kamins ist aus dem „Boston Sunday Herald“ und der „New York Herald Tribune“ zusammengeleimt. Da wird einem schon bei dem Gedanken warm, das darin ein Feuer brennt.

Zeitungen „Rund um den Globus“ dienen als Außenwände, welche aus 220 Schichten bestehen und rund 1,5cm dick sind. Lack- und Firnisschichten schützten sie vor – besonders den nassen – Wettereinflüssen.

Zwillingsleuchttürme

Aber Cape Ann hat noch mehr zu bieten als „Leichtbauarchitektur“. Die Stadt Gloucester stellt sich dar als quirliges, touristisch aufbereitetes Hafenstädtchen mit einer kilometerlangen Strandpromenade. Auf ihr findet der Besucher das „Fishermen’s Memorial“ für die seit 300 Jahren insgesamt 10.000 Seeleute der Ostküste, die auf See geblieben sind. Einige hundert Meter weiter gedenkt man dann mit einem eigenen Monument der hierdurch entstandenen Witwen und Waisen.

Twin Lights bei Cape Ann

Twin Lights bei Cape Ann

Die dritte nennenswerte Gedenkstätte des Ortes, nunmehr im Stadtzentrum, bildet schließlich Jeanne d’Arc ab, die französische Heldin aus Orléans. Wir fragten natürlich nach den inhaltlichen Bezügen zwischen Ann und Jeanne d’Arc. Im Visitor Center konnte man uns keine Auskunft darüber geben „That`s a good question. / Das ist eine gute Frage.“, beschied man kopfschüttelnd. „We`ll check it. / Wir werden es überprüfen“. Und dabei hätte man nur einmal ganz dicht an den Denkmalsockel heranzutreten brauchen. Winzig klein war dort eingraviert: “Für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges“. Damit weiß man jetzt zwar, wem da gedacht wurde, der inhaltliche Bezug blieb aber weiter im Dunkeln.

Die vorgelagerte, felsige „Thatcher Insel“ mit den „Twin Lights / Zwillingsleuchttürmen“ erinnert nicht an die „Eiserne Lady“, also die frühere britische Premierministerin, sondern an die Probleme der Schifffahrt mit diesem gefährlichen und unberechenbaren Küstenstreifen.

Hell erstrahlt hingegen der auf Felsen errichtete zweite Hauptort der Halbinsel, Rockport. Nomen est Omen gilt auch für dieses Künstlerdorf mit seinen bezaubernden Gassen, Häusern und vor allen Dingen Ausblicken. So klein der Ort, so dicht die Häufung an Gemäldegalerien, ganz zu schweigen von dem sonstigen, üppigen kulturellen Angebot.

St. Patrick’s Day und Evacuation Day

Boston Skyline

Boston Skyline

Der eine, gefeiert mit Parade und vielen Veranstaltungen, erinnert jährlich am 17. März an das irische Erbe, der andere an den Abzug der britischen Truppen im Jahr 1776. Die Rede ist von Massachusetts Hauptstadt Boston, in der viele Feiertage sich auf die Geschichte der Stadt und der Nation beziehen, so auch der „Patriot‘s Day, immer am dritten Montag im April, oder der „Battle of Bunker Hill Day (17.Juni).

„Sumus Primi / Wir sind die Ersten“ ziert das Eingangstor der ältesten öffentlichen Schule der Nation. Als Erster schuf die Stadt einen „Public Garden“, des Landes erste U-Bahnlinie wurde hier gebuddelt, die erste Musikhochschule nahm hier ihren Betrieb auf. Und den Sportbegeisterten sei erzählt, dass das Fenway Stadion das älteste funktionierende Footballstadion heute die „Red Sox“ beherbergt.

Bostoner Spiegelungen

Bostoner Spiegelungen

Den Titel „America’s Walking City / Amerikas Fußgängerstadt“ darf sie mit Stolz tragen. Und in der Tat, mit dem „Freedom Trail“ ist ihr auch ein wahres Meisterwerk gelungen. Ein gut fünf Meilen langer, roter Streifen geleitet den Wanderer quer durch die Innenstadt, vom Park „Boston Common“ bis hinauf zum „Bunker Hill Monument“. An 16 Stationen wird „der Weg zur Freiheit“ nicht nur der Stadt ,sondern auch der gesamten USA erläutert.

Grünes Boston mit Bunker Hill Monument

Grünes Boston mit Bunker Hill Monument

Wer Stadterkundung bequemer mag, genieße die „Hopp-On-Hopp-Off-Trolley-Tour“. Insgesamt drei verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl, von „nur enger Citybereich“ bis incl. Cambridge mit Havard Universität und Boottouren.

Wir haben die letztere gewählt, denn sie bot neben den 20 Busstationen auch einen sogenannten „Havard Loop“, je eine Schiffstour im Hafen und auf dem Charles River und zusätzlich freien Eintritt zum „Old South Meeting House“, dem „Havard Museum of Natural History“, dem „MIT“ (Massachusett Institute of Techology) sowie dem „Institute of
Contemporary Art“. Dieses Zwei-Tage-Ticket mit all den aufgeführten Leistungen konnte Anfang Oktober 2013 für nur $37 (knapp €30) erworben werden.

Wie es Anfang Oktober 2013 nicht nur durch die amerikanische sondern auch durch die  Weltpresse ging, hatten sich die Parteien der USA gegenseitig blockiert. Es musste ein Ausgabenstopp (Shut Down) verhängt werden, der zuallererst staatliche touristische Einrichtungen traf. So wurden die meisten National Parks geschlossen und das Personal entlassen. Für uns in Boston betraf es das National Historic Site „USS Constitution“, also das erste amerikanische Kriegsschiff, des weiteren das „Bunker Hill Monument“, das nicht bestiegen werden konnte sowie das „John F.Kennedy Museum“. Aber manche Sehenswürdigkeiten bleiben auch  nur von außen betrachtet lohnenswert.

Mayflower-Erinnerungen

Mayflower in Plymouth

Mayflower in Plymouth

Und sie landeten 1620 etwas südlich von Boston, die „Pilgrim Fathers“ aus England mit ihrem Schiff „Die Mayflower“. 66 Tage hatten sie auf See verbringen müssen, um der religiösen Intoleranz in ihrem englischen Heimatland entfliehen zu können. Hier wollten sie sich niederlassen und ein neues Leben beginnen. Die später gegründete Stadt Plymouth an der Atlantikküste war eigentlich ihr Ziel. Zunächst mussten sie wegen der Wetterbedingungen und dadurch unpassierbaren „Cape Cod Bay“ an der äußeren Spitze des Cape Cod im heutigen Princetown überwintern.

Landebucht der Mayflower am Cape Cod

Landebucht der Mayflower am Cape Cod

Eine Luxuskreuzfahrt war die Atlantiküberquerung zur damaligen Zeit bestimmt nicht mit gut hundert „Passagieren“ plus Schiffsbesatzung auf einem nur 180-Tonnen-Segelschiff. Nicht nur die raue See machte zu schaffen, der Mangel an gesunder Ernährung   und die hygienischen Verhältnisse taten ein Übriges. Mangels gesunden Trinkwassers tranken alle, auch die Kinder, unverderbliches Fassbier. Die Anstrengungen waren offensichtlich so gewaltig, dass die Hälfte der „Forefathers“, wie sie auch genannt werden, im ersten „America-Jahr“ starb.

Die Besiedlung durch die Mayflower-Quaker gilt als eigentlicher Beginn der „amerikanischen Siedlungsgeschichte“, auch wenn es vorher bereits Expeditionen verschiedenster Art gab. 1955 baute man die Mayflower originalgetreu nach und      überquerte den Atlantik „unter den Bedingungen von 1620“ ein zweites Mal, von Plymouth, England nach Plymouth, Massachusetts. Seither liegt die „Mayflower II“ vertäut in Plymouth (MA).

Pilgrim Monument in Provincetown Cape Cod

Pilgrim Monument in Provincetown Cape Cod

Kein Wunder also, wenn die „historische Ankunft“ touristisch eine Perle darstellt. In Plymouth (MA) kann das Schiff besichtigt werden, innen wie außen.  Hier wurde der „Gründungsfelsen“, ein Gedenkstein, errichtet. Die Figur auf dem Denkmal „Pilgrim Mother’“ blickt aufs Meer hinaus, zurück in die verlassene Heimat, eine Verbeugung vor dem Mut und der Tatkraft der Quäker-Frauen.

In Provincetown hingegen, dem Ort des  ersten Überwinterns, errichtete man 1910 das „Pilgrim Memorial Monument“. Um den 80m hohen Granitturm  zu besteigen – einen Fahrstuhl gibt es nicht – muss man 60 Fußgängerrampen und 120 Stufen bewältigen. Die Aussicht belohnt für die Mühe.

Cape Cod ragt wie ein nach oben gekrümmter Arm rund 50km ins Meer hinein. Diese Bucht gab Massachusetts auch den Spitznamen „The Bay State“. Die Fahrtstrecke von der Schulter bis in die Spitze des ausgestreckten Mittelfingers beträgt gut 150km auf dem Scenic Byway „US 6a“. Die Ostflanke an der Spitze der Halbinsel ist als „National Seashore“ ausgewiesen und damit so gut wie autofrei.

Die Landspitze stellt aber auch ein Zentrum des gehobenen bis luxuriösen Tourismus dar. Sie erinnert darin der von Florida – „Key West“. Häuser, oder besser Paläste, und Segelyachten sprechen Bände. Nicht umsonst besaß auch der frühere amerikanische Präsident, John F. Kennedy sein  beliebtes Urlaubsdomizil in diesem Landstrich. In Hyannis Beach, im Mittelteil der Halbinsel, ist ihm zu Ehren in einem Park ein „JFK Memorial“ errichtet worden. Ja, an gute Gäste erinnert man sich gern.

Von Lubec (ME) bis Cape Cod (MA) verlief dieser Streckenabschnitt. Wir können mit Fug und Recht sagen: Wir bereisten einen in allen Schattierungen faszinierenden Küstenstreifen.

Wolf Leichsenring

 

Wolf Leichsenring
Wolf Leichsenring

Gabriele & Wolf Leichsenring „Die Welt ist ein Buch. Und wer zu Hause bleibt, liest nur eine Seite darin“, lautet ein Spruch des weltoffenen Heiligen Augustinus (354-430 AD). Gabriele & Wolf Leichsenring sind lesefreudig. Mit einer einzigen Buchseite haben sie sich noch nie zufrieden gegeben. Wohnmobilisten seit nunmehr 30Jahren – und somit völlig „hoteluntauglich“ - blättern sie stetig im „Buch der Erde“, haben sich darin bereits recht vielfältige Kapitel erarbeitet. Sie reisen überall dorthin, wohin das Wohnmobil sie trägt. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, ihr WoMo auch einmal für eine längere Schifffahrt verladen zu lassen, z.B. nach Nordamerika. Seitdem sie ihren früheren beruflichen Pfaden (Lehrtätigkeiten) den Rücken gekehrt haben, stehen Langzeitreisen in fernere Ecken unseres Erdballs auf dem Programm. Mit der Zeit würden sicherlich viele der gewonnen Impressionen im Nebel der Erinnerungen verblassen oder gar gänzlich verschwinden. Um dem vorzubeugen, werden Berge von Fotos geschossen und regelmäßig Reiseberichte geschrieben. Damit nicht genug! Anfragen von Zeitungsverlagen ließen und lassen sie „live von unterwegs“ berichten. Blogs, sowohl auf der eigenen Website ( http://ga-wo.leichsenring.net/reisen/ ) wie auch schwerpunktmäßig für den Reisebuchverlag „traveldiary“, Hamburg, ergänzen das Schreibprogramm. Somit erscheint es dann nur konsequent, dass derartige Aktivitäten schließlich in der Publikation mehrerer Bücher mündeten mit den Themenschwerpunkten „Nordamerika“ und „Marokko“. Als gefragte Dozenten berichten sie in Form von DiaVorträgen über ihre Reisen, wobei die Zuhörerschaft sich entweder den eigenen Erinnerungen hingeben, auch einmal neue Pläne schmieden, ihren Wissensdurst stillen oder sich einfach in Träumereien fallen lassen kann. Bewährt hat sich Arbeitsteilung der beiden Globetrotter: Mit ausgeprägtem, motivsicherem Blick bannt Gabriele Leichsenring das Gesehene und Erlebte in ihre Kameras. Die entsprechenden Texte stammen aus der Feder von Wolf Leichsenring. Und so arbeiten sich diese neugierigen, vom Fernweh heimgesuchten Weltenbummler durch das dicke Buch des Globus‘. Wer aber auch eine andere – künstlerische – Seite dieser beiden Reiseautoren kennenlernen möchte, der rufe einfach deren weitere Website auf: http://ga-wo.leichsenring.net/kreativ/

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