Ein ? Cache in Frankfurt – Jetzt gehts los

Ein ? Cache in Frankfurt – Jetzt gehts los

19 Uhr. Start.

Es geht los.

Beide Aussenteams starten vom gemeinsamen Startpunkt.

Nach einigen Minuten meldet mein Aussenteam:

„Wir schalten 

SKYPE

ab.

Wir können nicht gleichzeitig rennen und aufs Handy gucken. Da verschwimmen die Augen. Oder die Buchstaben.“

Flupp.

Weg waren sie aus dem Skype Universum Kontinuum.

Dabei sollten über diesen Transportweg auch Lösungen und Koordinaten transportiert werden.

.

Nunja.

Wir haben ja noch zwei Möglichkeiten.

Da meldete sich das Aussenteam erneut.

„Schick ins keine 

WHATSAPP

Nachrichten mehr. Wir können die nicht lesen beim Laufen.“

Nunja.

Das war eigentlich DAS  Kommunikationsmittel an diesem Abend, in dieser Nacht.

Nunja.

Wir haben ja noch die gute alte SMS.

Kaum gedacht, noch nicht ausgesprochen, kam das Aussenteam diesem Gedanken zuvor und vermeldete:

„Und schickt uns auch keine SMS.

Denn die….“

.

So blieb uns nur noch das gute, alte Telefon. Aber in der modernen Fassung eines Handys, verbunden die Verbindung durch die menschliche und in diesem Falle auch männliche Stimme. 

Seine und meine.

.

Hatte das perfekt zusammengestellte Innenteam eine brauchbare Lösung gefunden, oder eben Koordinaten, dann leierte ich am Handy, die Verbindung kam zustande und am anderen Ende keuchte jemand ganz laut.

In anderen Situationen hätte mich dies sicher, sagen wir mal, gefreut. Doch  hier, in dieser angespannten Situation, erschwerte dies nur die Kommunikation. 

ER brauchte einen gewissen Ruhepuls. Ich brauchte eine gewisse Ruhe, um eine Koordinate zu pulsen, also laut ins Telefon zu hauchen.

ER wiederum brüllte sie mir wie bei der Parade im Edinburgh Castle, wenn sie alle wie Wild durch die Gegend marschieren, zurück ins Ohr.

Zumindest hatte ich den Eindruck.

.

Dem war aber nicht so.

ER hatte seine recht sportliche Sekretärin dabei, die meine zart gehauchte Koordinate verstärkt durch sein Brüllen zu Papier brachte.

.

Ob diese Ehe lange hält?

Sie muss es.

Zumindest heute Nacht.

.

So ging es eine Weile von Station zu Station, bis wir merkten:

Die Zeit wird knapp, obwohl wir schnell, sehr schnell waren.

Ein panischer Anruf beim Owner machte erst ihm und dann ins klar, dass da „irgendetwas mitden Serverzeiten“ nicht stimmte. 

Zumindest verstand ich dies so.

Ich war ja nur der Telefonist.

Um solche Kleinigkeiten sollten sich die EDV-Freaks im Team kümmern.

Andernorts gerne auch System-Administratoren genannt.

.

Zurück zum Cache.

Der Owner optimierte die „Serverzeiten“.

Wir optimierten die Kommunikation zu den Aussenteams, klärten ab, wer wie mit wem was besprechen und durchgeben sollte, damit es bei den/dem anderen auch

KLAR UND DEUTLICH,

also preußisch, ankomme(n sollte).

.

Der Owner gab grünes Licht. Es ging  weiter.

Die kurze Verschnaufpause hatte allen gut getan.

Besonders mir.

Cola, Apfelsaftschorle, Salzstangen, Chips befanden sich nun nicht mehr nur außer Reichweite, sondern waren auch einer internen Verarbeitung zugeführt worden.

Kaffee?! Wer braucht schon Kaffee?!

.

So ruckelten wir wieder los.

Wir vom Innenteam.

Die vom Aussenteam.

Bis wir an eine Strassenbahnbaustelle kamen.

Hier ging es nicht weiter.

Es musste gelaufen, es musste gerannt werden.

Auch die Zeit rannte.

Nur nicht die des Servers.

Die blieb stehen.

Und so blieben auch wir stehen.

Irgendwo im nirgendwo.

Auch der noch schnell herbeizitierte 

BESENWAGEN unterstützte diesige.

Vergeblich.

Frei nach Córdoba:

Aus. Aus. Deutschland ist raus.

I werd narrisch.

.

Das wurden wir auch.

„Das kann doch nicht sein.“

„Da muss doch etwas zu finden sein.“

„Ruf doch noch einmal den Owner an.“

Doch der bestätigte.

Und betteln wollten wir nicht.

„Hättet Ihr mal besser machen sollen.“, meinte das zweite Aussenteam, dass zu diesem Zeitpunkt ganz weit weg waren.

Und es ganz und gar nicht glauben wollten.

Aus. Aus. Deutschland ist raus.

I werd narrisch.

Das kannten sie zwar.

Aber das wollten sie nicht wahr haben.

Gut, dass ich nicht deren Telefonist war. Der besonnene Kollege blieb besonnen.

Respekt.

Die Telefonleitungen glühten:

Innen1 mit Innen2.

Innen1 noch einmal mit dem Owner.

Innen1 zu Aussen1. Innen1 zu Aussen2.

Und mittlerweile auch Aussen1 zu Aussen2 über „die da Innen1 und 2“.

Wildes Durcheinander.

Kaum zu lösen.

So wurde beschlossen, sich in der Mitte zu treffen. Im Fastfoodtempel an der A5 im mittelhessischen Butzbach. Nicht aber in dem mit dem betreffenden Cache „Fressgass“.

.

Was aber dort geschah, werde ich in einer weiteren Geschichte erzählen.

DreiTreiser
No Comments
  • Jens
    Posted at 17:39h, 02 Oktober Antworten

    Also wenn man das so liest, fragt man sich, ob man in der Matrix steckt oder noch bei einer Outdoor-„Sportart“ ist…

  • BloodyAngel23
    Posted at 19:55h, 04 Oktober Antworten

    Also die Geschichte ist ja echt genial.Teilweise kommt man sich in diesem moment vor als wäre man mitten im Geschehen vor Ort.Ich kenne ja den Verfasser und er hat das Talent mit seinen Erzählungen und auch Events die Geocacher zu fesseln und begeistern.Diese Geschichte muss definitiv in das Buch.Lg vom BloodyAngel23

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