Nervenaufreibende Geocaching-Tour

Nervenaufreibende Geocaching-Tour

Das Vorhaben:

 

Mein Kumpel Jendrik und ich, Eskil (Siebgehirn), sind beide 15 Jahre jung und fassten Anfang dieses Jahres den Entschluss eine Geocaching-Tour von Kiel nach Berlin zu machen. Wir suchten uns Tagestouren von 50km bis maximal 80km Länge, damit wir neben dem Radfahren noch genug Zeit zum Cachen haben. Diesen Anforderungen entsprechend suchten und fanden wir sechs Campingplätze, auf denen wir insgesamt sieben Nächte verbringen wollten. Da wir ohne Erziehungsberechtigte nicht auf den Campingplätzen nächtigen durften, erklärte sich mein Vater bereit, dass er als Begleitfahrzeug mitfahren würde. Die geplante Gesamtstrecke sollte sich über 450km erstrecken. Diese wollten wir vom 22.Juli bis zum 29.Juli absolvieren.

 

 

Die Vorbereitung:

 

Da uns klar war, dass wir auf der Fahrt nur selten an Supermärkten vorbeikommen würden, bestellte ich ein Kilogramm „Überlebenskekse“ (einige kennen diese Kekse vielleicht noch von der Bundeswehr unter dem Namen Panzerplatten). Das sind sehr harte Kekse mit vielen Kalorien.

Auch eine Verbindung zur Außenwelt war uns wichtig, weshalb sich Jendrik ein Ladegerät kaufte, welches mit der über den Nabendynamo erzeugten Energie sein Smartphone lädt.

Um die Reise zu dokumentieren, kaufte ich mir eine Action-Cam und einige dazu passende Halterung für das Fahrrad, den Helm usw.

 

Tag 1:

 

Um Punkt neun Uhr ging es los. Voller Vorfreude radelten wir einige Kilometer zu dem ersten Cache unserer Reise. Uns erwartete eine recht gut ausgebaute Cacherautobahn, die wir prompt entlanggingen. Wenn man schon eine Radlerhose trägt, dann muss man die gewonnenen Vorzüge gegenüber einer langen Hose natürlich ausnutzen und mit zusammengekniffenen Zähnen durch die hüfthohen Brennnesseln gehen ;-) Als wir ohne fündig zu werden aus den Tiefen des Urwaldes auf den Hauptweg zurückkehrten, hatten wir die ersten Spinnennetze, Mückenstiche und Brennnesselstiche schon hinter uns. Nach dem Einschalten unserer (Sieb-)Gehirne J entdeckten wir noch eine recht offensichtliches Versteckmöglichkeit. Der Cache war mit einem Magneten an einer kleinen Brücke befestigt worden. Einen D1 Cache hätte man auch schneller finden können :)

Danach ging es weiter und schnell waren die nächsten Caches gefunden. Das lag wohl auch daran, dass es sich bei den Caches um solche handelte, die z.B. zwischen Baumwurzeln und in Abdeckungen von Zaunpfosten versteckt waren.

Danach wollten wir mal Strecke machen und fuhren von Preetz bis Timmendorf ohne größere Unterbrechungen durch. Lediglich einige Pausen legten wir zwecks Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme und natürlich aufgrund einiger Geocaches ein.

In Timmendorf angekommen, fiel uns auf, dass die Timmendorfer Woche heute angefangen hatte. Mit dieser Erkenntnis kam auch die Erkenntnis, dass eine Cachesuche heute unmöglich ist, sofern wir die Caches nicht gefährden wollen.

Na dann, kurz eine Bratwurst eingeworfen und weiter ging es. Nach einer Überfahrt mit der Fähre waren wir auf dem Priwall und nach 600m Radfahren, waren wir schon auf dem Campingplatz angekommen.

Endlich mal wieder Sitzen. Nicht auf dem Sattel sondern auf einem (Camping-)Stuhl. Herrlich :)

 

Nach dem Essen ging es wieder los, um die Caches des Priwalls zu suchen. Die ersten acht waren schnell zu finden. Dann fuhren wir zum neunten Cache des Abends und siehe da, ein Vater stand mit seinem Sohn direkt an der Brücke, an der der Cache sein musste. Beide verhielten sich gekonnt unauffällig :-P Wenn das nicht mal andere Cacher sind J Also kurz die Muggel abgewartet und nach einem kurzem Gespräch war klar, dass wir alle wegen der selben Sache hier waren. Da Vater und Sohn zuerst am GZ waren, ließen wir ihnen den Vortritt bei diesem D4 Klettercache (ich weiß, dass wir sehr großzügig sind :)). Nach kurzer Suche wurde der Vater fündig und wir hatten den ersten D4-er der Reise geloggt (ganz in Sissicacher-Manier :-D )

Dann ging es gemeinsam zum nächsten Cache. Schon wieder ein Klettercache :) Diesmal kletterte Jendrik gleich drauf los. Von unten versuchten wir den PETling im Efeu zu entdecken und Jendrik suchte oben. Nach einigen Minuten wurden wir fündig und konnten loggen. Als nächsten fuhren wir zu einer Slipanlage am Hafen. Dort wollten wir unser Glück bei einem D4,5-er versuchen. Die letzten 4 Logs waren DNF`s, aber bei einem Cache mit so einer Schwierigkeit sagt das ja nichts darüber aus, ob der Cache an Ort und Stelle ist oder nicht. Nachdem wir eine Stunde lang jeden Zentimeter der Slipanlage abgesucht hatten, gaben wir auf, da es auch schon 22 Uhr war. Als wir wieder auf dem Campingplatz ankamen, zeigte das Navi mehr als 80 Tageskilometer.

 

 

Tag 2:     

 

Bei schönstem Wetter setzten wir die Tour circa um 9Uhr fort. Nach einigen Kilometern machten wir uns auf die Suche nach einer kleinen Cacherunde. Die ersten beiden Caches der Runde waren sehr gut. Schön große Dosen und gute Verstecke. Doch dann wurde es interessant. Vier oder fünf Caches umfasste die Runde noch. Sie sollten laut Listing dort zu finden sein, wo sich ein Motorkrossfahrer austobt. Die Wege zu den Caches waren für Radfahrer, die mit 10kg Gepäck reisen, ansprechend gestaltet: tiefe, nur 20cm breite Fahrspuren im Sand; 2-3m hohe Hügel mit fast 45% Steigung; mehrere Sandhügel, hunderte Weggabelungen usw. Als kleinen Appetizer waren die „Wege“ nicht auf der Karte eingezeichnet :)

Die Caches selbst (wir machten nur noch zwei von ihnen) waren teilweise recht einfach versteckt, da normalerweise kaum jemand an diesen Ort kommt, aber einer der beiden Caches war auch sehr cool auf einem einige Meter hohen Berg versteckt.

Nach einer halben Stunde fanden wir dann auch den Weg zurück zur Straße.

Auf unserem Weg nach Ratzeburg mussten wir natürlich auch die Trave überqueren. Laut GPS gab es nur einen Tunnel unter der Trave hindurch. Mit dem Fahrrad hätte man den bestimmt schlecht durchfahren können :) Deshalb fragten wir eine Passantin nach dem Weg und wir erfuhren, dass es für Radfahrer einen kostenlosen Shuttleservice gibt. Alle zehn Minuten kommt ein Bus, der von außen nach einem normalen Linienbus aussieht, aber innen nur mit wenige Sitzen ausgestattet ist, und anstatt der Sitze Befestigungsstangen hat, an denen man das eigene Fahrrad mit Spanngurten gegen das Umkippen sichern muss.

Damit steht fest, dass wir nicht den ganzen Weg nach Berlin nur Rad gefahren sind *schäm* ;-) 

 

In der Nähe von Lübeck kauften wir uns dann eine Familienpizza und machten mal eine halbe Stunde Pause, um die Pizza zu essen. Als wir weiterfuhren entdeckten wir den Discounter unseres Vertrauens, bei dem wir unsere Getränkevorräte auffüllten und einige Pfandflaschen entsorgten. Und dann entdeckte ich auf dem GPS einen Cache, der nur wenige hundert Meter von uns entfernt war. Mitten in der Stadt erwartete uns eine Large-Dose. An den Koords angekommen, fiel uns als erstes ein Sicherungskasten auf, der jedoch unmöglich das Versteck sein konnte, da er verschlossen war. Nach einem Blick in die Cachebeschreibung war uns alles klar. Wenige Meter von unserem aktuellen Standort war Hausnummer 15 zu finden. Das Grundstück dieser Hausnummer durfte betreten werden. Wer dem Listing keine Glauben geschenkt hätte, dem wäre wahrscheinlich das kleine Geocaching-Logo an der Fassade des Hauses aufgefallen. Auf dem Grundstück fanden wir dann einen großen Sicherungskasten, an dem auch ein Geocaching-Logo angebracht war. Das TB-Hotel war sehr gut bestückt: zahlreiche TB`s in einer großen Lock&Lock-Dose, in einer weiteren Dose waren noch Tauschsachen für die jüngeren Cacher, und dann gab es noch einen Korb voller Süßigkeiten und etlichen Getränke waren ebenfalls vorhanden. Wenn jemand das TB-Hotel nachts besucht, dann kann derjenige auch die integrierte Lampe einschalten. In zwei Wörtern zusammengefasst „extrem cool“!

 

500m von diesem Cache entfernt fanden wir noch einige Caches und einen Kilometer weiter startete eine Runde mit 20 Dosen. Den ersten der Caches fanden wir auf Anhieb und als wir gerade weiterfahren wollten, fuhr an uns ein Mann mit seinem Rad vorbei. Das alleine ist ja noch nicht so außergewöhnlich, aber er hatte eine Lenkerhalterung für sein Smartphone, weshalb wir bei ihm sofort das Hobby Geocaching diagnostizierten :)

Beim nächsten Cache trafen wir ihn dann wieder und absolvierten die auf unserem Weg liegenden Caches gemeinsam mit dem Cacher. Als wir ins Gespräch kamen, erzählte er, dass er aus Berlin kommt. Welch ein Zufall wenn man bedenkt, dass wir gerade auf den Weg dorthin waren. Als er das erfuhr, gab er uns gleich den Must-Have-Cache in Berlin: Den Nanocache an der Legogiraffe in Berlin. Damals hatte er dort mit sieben anderen Cachern ungefähr eine Stunde nach dem Cache gesucht und dann den sehr tricky versteckten Cache gefunden. Deshalb nahmen wir uns vor den Cache zu suchen und wir bekamen noch einen kleinen, exklusiven Tipp über den Aufenthaltsort des Caches.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging es mit nur wenigen Pausen zu unserem Tagesziel Ratzeburg. An dem zweiten Tag unserer Reise sind wir unserem Ziel ungefähr 50km näher gekommen.

 

Tag 3:

 

Am dritten Tag hatten wir eigentlich geplant einen Tag Pause zu machen, mit einer Fahrraddraisine zu fahren und unterwegs einige Caches mitzunehmen. Machen wir es kurz „Wir sind zu spät gekommen, sodass die Draisinen schon abgefahren waren.“ :) Als Alternative fuhren wir nach Mölln, da dort über 100 Caches sind. Zahlreiche davon gehörten zu „Summers Pfad“. Darüber möchte ich nicht viel erzählen, da ich nicht spoilern will. Das einzige was ich sagen möchte ist, dass ich jedem, der nach Mölln kommt, empfehle, einen Teil dieser Reihe zu machen. Bei jedem Cache muss man aufs Neue schmunzeln und manchmal sogar die coolen Basteleien einige Minuten bewundern. Nachdem wir zahlreiche Caches der Reihe gemacht hatten, fuhren wir wieder nach Ratzeburg zurück. Am dritten Tag fuhren wir circa 60km.

 

Tag 4:

 

Das Ziel des vierten Tages war es, Klein Kühren an der Elbe zu erreichen. Unser Weg führte uns aufs Neue durch Mölln, wo noch eine weitere Cacheserie war. 50-mal hintereinander schafften wir alle zwei Minuten einen Fund, wobei das aufgrund der (fast) immer gleichen Verstecke nicht so spaßig/interessant war. Während des Absolvierens der Serie trafen wir noch drei andere Cacher und machten dann immer einige Caches mit ihnen zusammen.

Nach der Serie wollten wir erstmal Strecke machen und so kam es, dass wir ohne einen weiteren Fund nach 90km Strecke in Klein Kühren ankamen.

 

„Je südlicher man kommt, desto verrückter werden die Stadtnamen.“ Diese Aussage wollen wir jetzt täglich belegen. Am Ende von jedem Tagesbericht findet ihr ab sofort die Kategorie „Verrückte Orte“. Den Anfang macht der Ort „Besitz“ :)

 

Tag 5:

 

Am fünften Tag nahmen wir uns eine kleine Reihe mit zehn Caches vor. Am GZ angekommen, wollten wir sofort loslegen und suchen, doch es kam ein Auto nach dem anderen. Warum das so war, war uns ein Rätsel, da wir irgendwo im Nirgendwo waren :) In einer vermeintlich muggelfreien Sekunde wollten wir uns ans Werk machen, doch es tauchte erneut ein Fahrzeug auf, weshalb wir mit der Strategie „Ich bin hier nicht am Geocachen, sondern trinke hier nur.“ begonnen. Das Auto kam immer näher und plötzlich hielt es neben uns, die Fensterscheibe ging runter und ein Mann fragte:„Was sucht ihr denn?“. Der erste Gedanke war, dass er uns durchschaut hatte, und der zweite Gedanke war „Los Gehirn, denkt dir eine plausible Ausrede aus!“ Mist, da hatte es sich schon aufgehängt. Strg+Alt+Entf funktionierte auch nicht auf Anhieb und das Sprachzentrum wollte schon in den „Ähhhhhhhhhhhhmmmmm…“-Modus schalten:) Doch die Trinkpausenstrategie ging auf und der Mann sagte:„Achso, ihr macht hier nur kurz Pause. Schönen Tag noch!“ Das war knapp :)

 

Dann kamen wir in Gorleben an. Die Straßen hier in der Gegend waren so leer, dass man getrost eine Pause mitten auf der Straße hätte machen können.

Obwohl das Publish eines der Caches dort schon vor 20 Tagen war konnten wir hier noch den TTF einsacken. Die Straßen sind super in Schuss, aber die Straßenführung ist grauenvoll. Die Straße, die wir befuhren, ging 10km nur geradeaus. Im Fachjargon eine so genannte „Selbstmordstraße“, da man, wenn man über längere Zeit mit dem Fahrrad nur geradeaus fährt, überhaupt keinen Fortschritt wahrnimmt. Das führt dazu, dass man beginnt an sich selbst zu zweifeln und keine Lust mehr hat weiterzufahren. Zum Glück zeigte der Tacho eine konstante Geschwindigkeit an und das GPS-Gerät eine immer geringer werdende Entfernung zum Ziel.

Am Ende der 10km Straße hatten wir die Entscheidung zu treffen, ob wir der Hauptstraße folgen, oder ob wir die Abkürzung durch den Wald nehmen. Um das mal gesagt zu haben, wir navigierten mit dem Smartphone über einen weltbekannten Kartendienst. Dieser schickte uns, nachdem wir uns für den kürzeren Weg entschieden hatten, durch den Wald. Dieser bestand aus Sandwegen und war mit allerlei Fliegeviechern bestückt. Plötzlich sollten wir rechts abbiegen, doch es gab keinen Weg, der rechts von uns durch das Unterholz führte. Deshalb fuhren wir einfach geradeaus weiter und hofften, dass uns ein neuer Weg vorgeschlagen werden würde, doch Pustekuchen, nichts, nada, niente :( Auch mein GPS zeigte keinen Weg durch diesen Wald an, weshalb wir einfach weiterfuhren, und auf gut Glück einen Weg aus dem Wald finden wollten. Wenn wir an einer Weggabelung ankamen, nahmen wir den Weg, der so aussah, als ob dort oft Fahrzeuge längsfahren würden. Das klappte dann auch :)

 

Als wir wieder an der Straße ankamen, sah ich auf mein GPS und nahm wahr, dass nur 600m von uns entfernt ein Cache war. Eben noch total fertig wegen der Irrfahrt durch den Wald und kaum ist ein Cache in der Nähe, hatte ich wieder volle Power :) Ich raste Richtung Cache und Jendrik tat sich schwer hinterher zu kommen.

Wenige Kilometer später waren wir mit einem Tageskilometerstand von 90km an unserem Campingplatz am Arendsee angekommen.

 

Der witzigste Ortsteil des Tages heißt „Cacherien“ :) Warum das cool ist, muss ich glaube ich nicht sagen, oder?         

 

Tag 6:

 

Nach 60km Fahrradfahrens erreichten wir am sechsten Tag die Stadt Sandau. Dort mussten wir mit einer Fähre übersetzen, um weiter zu kommen. Wir wollten den kürzesten Weg, nämlich den über Wulkau nehmen, doch bei der Fahrt in Richtung Wulkau sahen wir schon, dass die Straße gesperrt sein musste, da sie auf den Wegweisern durchgestrichen war. Trotzdem wollten wir versuchen die Straße zu befahren, doch dank der Flutschäden war dies unmöglich. Wenn man es genau nimmt nicht wegen der Flutschäden, sondern wegen der Reparaturarbeiten, die aufgrund der Flut nötig geworden waren. In dem Moment als wir realisierten, dass die Straße unpassierbar ist, suchten wir nach einer alternativen Route. Die war auch schnell gefunden. Allerdings mussten wir bis Sandau wieder 5km zurückfahren. Von Sandau aus, konnten wir dann eine nur 20km längere Strecke als gedacht einschlagen.

 

Nach 80km bisheriger Tagesstrecke neigten sich dann langsam unsere Getränkevorräte dem Ende zu. Das alles bei über 40°C in der Sonne L Der eingeschlagene Weg führte gemeiner Weise nur an wenigen schattigen Plätzen vorbei, die wir dann auch immer zum runter kühlen ausnutzten. Meist fuhren wir auf Straßen, die zwischen Feldern hindurchführten, sodass die pralle Sonne auf uns herabstrahlte. Sport bei 40°C? Ach, ab jetzt waren es ja nur noch 35km bis zum Ziel, die wir jetzt ohne Getränke schaffen mussten :( Endlich erreichten wir ein kleines Dorf. Hier muss es doch Getränke zu kaufen geben. Nein? Schade. Wenigstens konnten wir den Schatten ein wenig ausnutzen. Beim nächsten Dorf das gleiche Spiel und wieder kein Laden.

Die nächste Stadt sah auf dem GPS recht groß aus, da muss es einen Laden geben. Und tatsächlich wies ein in die Jahre gekommenes Schild auf einen Supermarkt hin. Alleine der Gedanke an Getränke machte uns wieder Mut und wir mobilisierten unsere letzten Kräfte. Am Supermarkt angekommen, mussten wir feststellen, dass wir gerade noch eine halbe Stunde Zeit hatten, bis der Laden schließen wollte. Also schnell rein, zwei gekühlte Getränke gekauft und vor dem Laden ein paar Minuten pausiert. Dann haben wir noch kurz die Pfandflaschen gegen weitere Getränke und zwei Eis eingetauscht.

 

Mit neu gewonnener Energie nahmen wir die letzten zehn Kilometer in Angriff. Und schließlich hatten wir unser Tagesziel Ferchesar erreicht :) Über 115km bei 40°C :) Mit einem Verbrauch von 3 Litern auf 100 Kilometer. Das soll uns mal einer nachmachen :)

 

Die verrückteste Stadt des sechsten Tages ist „Wassersuppe“ :)

 

Tag 7:

 

Am siebten Tag fuhren wir ungefähr 90km bis nach Potsdam. Zu diesem Tag kann man nicht viel sagen, außer dass wir die Strecke sehr entspannt absolvierten und einige Caches fanden.

 

Crazy City of the day is „Kotzen“ :) Damit wäre schon mal bewiesen, dass die Städtenamen immer verrückter werden, wenn man Richtung Süden fährt :)

 

Tag 8:

 

Am achten Tag fuhren wir noch 25km bis zu Jendriks Verwandten. Der Tag war wenig spektakulär. Wir wären nur fast in der Thermometersiedlung von einem Auto angefahren worden :) Ansonsten ist recht wenig passiert.

 

 

Die Legogiraffe:

 

Am Potsdamer Platz waren wir schon mal richtig und da hinten ist auch das Objekt der Begierde. Als wir an der Giraffe angekommen waren, sahen wir, dass noch sechs andere Cacher vor Ort sind und suchten gemeinsam mit ihnen den Cache. Nach zehn Minuten fiel mir dann etwas Komisches ins Auge und einen Handgriff später hatte ich den Cache gefunden. Das fühlte sich gut an :) Wie lange die anderen hier wohl schon erfolglos suchten? Die anderen Cacher sprachen leider nur Englisch weshalb wir nicht alles so genau mitbekamen, was sie sagten, aber man konnte sich verständigen. Und dann erfuhren wir auch, warum sich die Cacher hier die Klinke in die Hand geben. Erstens ist in Berlin immer ein bisschen mehr los und zweites sind alle wegen dem Megaevent hier :) Das hatten wir ganz übersehen.

 

Und dann ist das Event auch an dem Tag, an dem wir wieder zurückgefahren sind. Diesmal übrigens mit der Bahn und nicht mit dem Rad :)

 

Fazit:

 

Das war schon ein cooles Erlebnis :) Nächstes Jahr machen wir dann den Rest Deutschlands unsicher :)

 

Happy Hunting wünschen

Die Siebgehirne

Siebgehirn
14 Comments
  • Siebgehirn
    Posted at 13:04h, 01 Oktober Antworten

    Bitte den Teil bis „Das Vorhaben“ entfernen :) Keine Ahnung woher das kommt.

  • Jens
    Posted at 18:29h, 01 Oktober Antworten

    Simsalabim ;-)

  • Jens
    Posted at 18:42h, 01 Oktober Antworten

    Nächstes Jahr den Rest Deutschands? Na da habt Ihr ja noch ein bisschen was vor :-)

  • Siebgehirn
    Posted at 19:04h, 01 Oktober Antworten

    Ja, ein bisschen ;) Nächstes Jahr vielleicht Kassel und das Jahr darauf zu Verwandten nach Frankreich :)

  • Tobias Zimmermann
    Posted at 15:52h, 02 Oktober Antworten

    … das mit der Giraffe nehme ich dir übel! Da haben wir uns schon die Finger ausgebissen …

  • Siebgehirn
    Posted at 16:59h, 02 Oktober Antworten

    War ehrlich gesagt auch ein Glücksgriff :) Aber das ist schon interessant, wenn da mehrere Cacher stehen und versuchen Stein für Stein abzunehmen, dann stecken die Cacher die vorbeilaufenden Passanten an, sodass diese auch versuchen einen Stein von der Giraffe abzunehmen :D

  • raccoon70
    Posted at 10:26h, 03 Oktober Antworten

    Also… sorry Tobi… wir haben die Giraffe auch recht schnell gefunden und ich zufällig (und noch vor unseren Junioren) den richtigen „Blickwinkel“ hatte[;)]

    Und da wir öfters in Berlin sind, ist dieser besondere Cache fast ein muss[;)]

  • Sonja
    Posted at 08:15h, 04 Oktober Antworten

    Schöner Bericht! Ich würde nur ein paar der Smilies weg lassen.

  • Siebgehirn
    Posted at 12:21h, 04 Oktober Antworten

    Danke für das Kompliment. Smilies kann ich mir schwer verkneifen (Smilie weggelassen), aber das stimmt schon, dass die Smilies den Text aus der Form bringen.

  • cookroach
    Posted at 11:54h, 07 Oktober Antworten

    Ich find euren Bericht richtig cool und macht weiter so, dann schafft ihr den Rest auch noch. Nein wirklich tolle Geschichte und übrigens auch ich hatte an der Giraffe schon das Glück eines schnellen Griffs, während andere noch suchten … ich denke das ist wie bei allen Glücksspielen, die einen haben es die anderen nicht *gg*

  • Siebgehirn
    Posted at 13:28h, 07 Oktober Antworten

    Vielen Dank für die Blumen :D

  • Bernhard Hoecker
    Posted at 09:27h, 15 Oktober Antworten

    Strg-Alt-Entf fürs Gehirn.
    Das nnen ich mal ne idee.

  • DreiTreiser
    Posted at 21:48h, 13 November Antworten

    Sehr, sehr lange Geschichte.
    Könnte in einem Radwanderführer auch stehen.
    Das eigentliche Geocachen kommt anfangs zu kurz.

    Eine schöne Reise.
    Ein detailierter Reisebericht.

    Aber die Caches/die Cachebeschreibung sind zu kurz für unseren Geschmack.

    Doch Geschmäcker sind …

  • Kevin
    Posted at 13:29h, 14 November Antworten

    … lernbar ;)
    Ich finde das ne coole Story :) macht weiter so ;)

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