Bullen und Enten

Bullen und Enten

Cachen und Wandern – Cachen und Radfahren – Cachen und Sightseeing UND Cachen und Segeln! Das sind die besten Kombinationen.

Vor ein paar Jahren habe ich meine Motorbootprüfung und davor einige Übungsstunden im Medienhafen bzw. im Hafenbecken in Düsseldorf erfolgreich absolviert. Direkt nach der „Einfahrt“ vom Rhein aus liegt auf der Seite gegenüber auf der „Spitze“ ein Spitzenhotel und direkt davon gegenüber gelegen die Wasserschutzpolizei (WSP). Früher habe ich die auch nur als Freizeitkapitäne a la Sascha Hehn vom Traumschiff betrachtet, aber nach dem Führerschein waren das nun echte Polizisten. Man lernt ja nie aus.

Nun zum Cache: Laut Navi, musste ich zum Fuße der Hotelspitze – Achtung – Hier sind einige Hindernisse zu bewältigen.

Bei Niedrig- und Normalwasser kein Problem, bei höheren Lagen m.E. nicht zu bewältigen. Als ich vor Ort war, herrschte krasses Niedrigwasser, man konnte bereits die Steinschicht unterhalb der Mauerbegrenzung im Rhein erkennen. Zum Cache geht es also über die Hindernisse und an die Spitze der Mole, auf der das Hotel steht und dann über eine steile Treppe hinauf. Im Blickwinkel sah ich die WSP, wie sie Kreise im Hafenbecken ertuckerte, sie schienen irgendwie beschäftigt zu sein und ich konzentrierte mich nun wieder auf das Wesentliche Ich entdeckte das Döschen, trug mich ein und im Moment des Rückweges ertönte direkt hinter mir ein sehr lautes tiefes und dumpfes TRÖÖÖTTTTT – als Sachkundiger wusste ich sofort – ein „NEBELHORN“! Die Gedanken schossen mir durch den Kopf! Es ist hell und sonnig, vielleicht doch etwas Falsches bei der Signalgebung gelernt? Noch einmal TRÖÖÖTTTTT! Langsam drehte ich mich auf der steilen Treppe um und am Fuße der Treppe – fast mit dem Rhein eins geworden, stand dort das Wasserschutzpolizeiboot samt Polizist an der Reling und schaute mich mit ernster Miene und erhobenen Augenbraunen an. MIST! Wieder wurde mir bewusst, dass die Hindernisse doch so Ihren Grund und Ihre Daseinsberechtigung wohl haben und das es nicht gut ist, hier so herumzuturnen. Langsam schritt ich die Treppe herunter, nur um mehr Zeit für eine Ausrede zu haben, aber leider passte nix aus dem bekannten Repertoire. Den ernsten Blick spürte ich immer noch auf mir und mit gesenktem Kopf machte ich mich auf einen Anschiss gefasst. Unten an der Wasserkante angekommen grinste der Polizist und fragte mich „Und hängt er noch?“
„Was – äh – wie hängen?“
WSP: Der Cache, was sonst?
„Ähm ja, alles gut! Er hängt noch!“

Dann wünschten wir uns einen schönen Tag und als ich mich von meinem Schrecken erholte, fiel mir auch wieder der Cachename ein: „Bullen und Enten“.

Aufsteiger4
No Comments
  • Jens
    Posted at 17:44h, 02 Oktober Antworten

    So langsam bekomme ich den Eindruck, wenn man Cacher nach Berufsgruppen aufteilt, dann sind Polizisten ganz vorne mit dabei…!

  • Bernhard Hoecker
    Posted at 09:15h, 15 Oktober Antworten

    hahaha,ich hab sehr gelacht.
    Jens, ich glaube auch.

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