Durch Saharasand und Vulkanasche nach St. Kitts & Nevis

Durch Saharasand und Vulkanasche nach St. Kitts & Nevis

Saharasand und Aschepartikel vom Soufriere Hill Vulkan Montserrat verschleiern die Sicht

Saharasand und Aschepartikel vom Soufriere Hill Vulkan Montserrat verschleiern die Sicht

„Kein Wind, kein Regen, ein paar Wolken aber Dunst“, das waren die Worte vom Meteorologen am gestrigen Nachmittag. Unter unseren Füßen ist Nichts als Wasser. Weiße Schaumkronen tanzen über die hohen Wellen. Der Ozean sieht gewaltig aus und ich verspüre Respekt. Nach vorne sehe ich gerade noch so die Horizontlinie. Saharasand liegt in der Luft und vermischt sich, nun da wir gerade Montserrat passieren, auch noch mit feinsten Aschepartikeln vom Soufriere Hills Vulkan. Wir fliegen tief, auf 1500ft. Über 1500ft ist die Sicht gleich Null und es ist als ob man in einer Wolke fliegt. Flugtechnisch sind 1500ft kein Problem, aber neben dem Sicherheitsaspekt, haben wir auf dieser niedrigen Flughöhe keinen Funkkontakt. 30 Minuten lang sind wir abgeschnitten von allem.

Wir passieren den Soufriere Hill Vulkan Montserrat

Wir passieren den Soufriere Hill Vulkan Montserrat

Gerade als wir Montserrat passieren meldet sich der Airtraffic-controller. Ich verstehe kaum ein Wort und Frage meinen Kapitän. „Der hat uns angewiesen nicht zu dicht an den Vulkan heranzufliegen, der ist momentan sehr aktiv, deshalb die Asche in der Luft.“, sagt Andreas kurz angebunden bevor er sich wieder voll und ganz auf das Fliegen konzentriert. Ich erinnere mich das der Soufriere Hill nach einer langen  Schlummerzeit 1995 ausgebrochen ist uns seitdem eine sehr hohe Aktivität verzeichnet. Damals wurde die Hälfte der Insel unbewohnbar, viele Bewohner Montserrats ausgelöscht, die Hauptstadt Plymouth zerstört, und viele Überlebende verließen die Insel.

Felseninseln ragen aus dem Meer

Felseninseln ragen aus dem Meer

Hier und da ragen einzelne Felseninseln aus dem Wasser empor. Nach 80 Minuten sehe ich die Silhouette von Nevis. Auch hier ragt der Vulkankegel steil in die Luft. Wenn ich eins gelernt habe, hier in der Karibik hat jede Insel seinen eigenen Soufriere. Während ich begeistert meine Kamera hin und herschwinge, um auch ja alles mit der Linse festzuhalten, hat mein Kapitän ganz andere Sorgen. Beim Landeanflug auf St. Kitts, sind Süd – Östlich der Landebahn mehrere Hügel zu sehen. Genau aus dieser Richtung kommt der Wind. Das bedeutet starke Turbulenzen beim Landeanflug auf dem Runway 07 des L. Bradshaw International Airports in Saint Christopher (auch St. Kitts genannt). „Kameras weg!“, sagt Andreas gerade noch und dann geht es auch schon los mit dem Geruckel. Ich bin ganz cool. Das ist ja nun nicht unsere erste unruhige Landung und sicherlich auch nicht unsere letzte. Außerdem bin ich mir ganz sicher das Andreas die Landung locker meistert.

Landeanflug St. Kitts

Landeanflug St. Kitts

Gut gelandet erwartet uns ein herzliches Willkommen. Die Airtrafficcontroller  kommen vom  Tower heruntergelaufen um unseren kleinen Vogel zu sehen und auch viele andere Flughafenmitarbeiter. Der Eine erzählt ganz aufgeregt: „Man als Ihr angeflogen kamt, so steil runter, wie ein Helikopter und das hin – und hergeschaukel, ich dachte ich muß den Rettungstrupp losschicken.“ Manche Flughafenmitarbeiter kennen uns auch schon, denn die Kunde von den 2 Deutschen, die mit dem fliegenden Motorrad um die Welt fliegen, eilte uns bereits aus Dominica voraus.

Anflug Saint Kitts

Anflug Saint Kitts

Morgen wollen wir weiter fliegen nach Sint Maarten, ein Teil der Niederländischen Antillen und von dort aus auf die Britisch Virgin Islands.

Wie es danach weiter geht ??? Wahrscheinlich müssen wir Gunther in ein Kiste packen und verschiffen und wir ??? Es gibt Probleme mit dem Einreisevisum für die USA und dazu gehören auch  Puerto  Rico und die US Virgin Islands. :(

Eure Trike Globetrotter

Doreen

Andreas Zmuda
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