Riding Giants auf Hawaii

Riding Giants auf Hawaii

„Riding Giants“ schreibe ich mit einem breiten Grinsen als gedankliches Motto meiner nächsten Reise in mein Tagebuch. Wer jetzt eine weitere schlüpfrige Anekdote aus dem Rotlichtmilieu erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Hinter diesem etwas pornös klingenden Titel verbirgt sich die wohl beste Dokumentation über die Geschichte des Big Wave Surfens. Ich kann die Stunden gar nicht mehr zählen, in denen ich mit lechzenden Augen der Kamera an die Küsten Hawaiis gefolgt bin. Einmal im Leben im VW-Bus durch die endlosen Ananasfelder fahren, den salzigen Wind auf der Haut spüren und dem Augenblick entgegenfiebern, in dem sich Meer und Land in einer der schönsten und wildesten Weise auf diesem Planeten miteinander vereinen.
Waikiki, Waimea, Wehmut für meine Ohren. Orte an denen Jack Johnson am Strand Gitarre spielt, Kelly Slater im Sonnenuntergang surft und Mädchen in Baströckchen eisgekühlte Kokosnüsse verteilen. Die Luft schmeckt nach Salz und Papayas, das Herz schlägt im Takt der Ukulele und nachts vibrieren die Fenster, wenn die Wellen brechen. Am Ende des Regenbogens wartet ein Topf mit Gold, und ich werde ihn finden.

Erster Stopp: San Francisco. Die Blumen fürs Haar liegen bereit und ich freue mich, meiner geliebten Hippie-Stadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Aber diesmal liegt der wahre Grund für meinen Abstecher etwas abseits der sieben Hügel. Eines der Mysterien unserer wundervollen Welt ist eine äußerlich unscheinbar wirkende Bucht mit dem friedlich klingenden Namen Half Moon Bay. Im Schatten seiner berühmt berüchtigten Kumpels Hawaii, Tahiti und Portugal hat sich Mavericks, wie der Ort unter Surfern genannt wird, als einsamer Big-Wave-Spot an der kalifornischen Küste etabliert. Aufgrund der besonderen Form des Meeresbodens können die Wellen nach starken Stürmen hier bis zu 25 Meter hoch werden.
Die Sonne strahlt mir von einem azurblauen Himmel entgegen. Mit Monsterbrechern kann ich heute wohl nicht rechnen, aber mit kindlicher Vorfreude und Blumen im Haar fahre ich die Küste entlang. Als ich endlich auf den Felsen stehe und über die fast schwarz wirkende Bucht blicke, kräuseln sich ein paar Schaumkrönchen am Horizont. Das war es dann aber auch und ich verliere mich im Anblick des sanft schaukelnden Ozeans. Kaum zu glauben, dass hier einer der besten Big Wave Surfer, Mark Foo, sein Leben verloren hat.

Hawaii 2013 (11) Am 23. Dezember 1994 kam die hawaiianische Surfgemeinde und damit das Auge der Öffentlichkeit das erste Mal nach Mavericks, um die geheimnisvollen Riesenwellen zu surfen. 15 Jahre hatte die Surflegende Jeff Clark die Half Moon Bay für sich. Tag für Tag ist er hier gesurft, allein, ohne wärmenden Beifall, zahlende Kundschaft hinter Kameras und lebensrettenden Jetskis. Und dann waren sie endlich da. Das Sahnehäubchen der Surferelite hatte sich versammelt, um „seine“ Welle zu surfen. Im Film „Riding Giants“ wird Jeff Clark später sagen, dass einer der schönsten Tage seines Lebens in einer unfassbaren Tragödie endete, die weder zu erklären noch zu verstehen ist. Mark Foo ist letztendlich ertrunken. Wie und warum schlummert auf dem Grund. Ich habe diesen Tag gefühlte 100 Mal visuell durchlitten, aber den Ort des Geschehens mit eigenen Augen zu sehen, macht es unwirklich real. In wenigen Tagen werde ich in Waimea aufs Meers schauen, von wo Mark Foo einst aufbrach, um Mavericks seine Ehre zu erweisen.
Wenn mein Shuttle zum Flughafen nicht bald kommt, werde ich wohl nirgendwohin fliegen. Es ist halb sechs Uhr morgens und ich stehe völlig übernächtigt vor meinem Hostel und warte auf mein Shuttle, das ich für fünf Uhr bestellt hatte. Nach dem dritten Versuch geht endlich mal jemand an das verdammte Telefon und ich werde ein wenig ungehalten, als mir eine mürrische Stimme entgegen murmelt: „What´s your problem?“ Zu dem folgenden Dialog muss man sagen, dass ich um diese Uhrzeit zu nichts zu gebrauchen bin. Mein Gehirn funktioniert einfach noch nicht.
Ich: „My problem? I tell you what my problem is. I have to catch a flight and you guys are 30 minutes late.”
Mann am Telefon: „We changed the time.“
Ich: „Who changed the time. I didn´t change the time. Why would you do this?”
Mann am Telefon: „America changed the time.“
Ich: „What? Who? Why?“
Mann am Telefon: „It´s 4:30 am. See you in 30 minutes.”
Langes höhnisches Tuten in der Leitung.
Ich höre den berühmten Groschen förmlich fallen, als mir aufgeht, dass ich mal wieder eine Zeitumstellung verpasst habe. Eigentlich passiert mir das immer, wenn Mama nicht da ist, um mich an so etwas zu erinnern.
Immerhin habe ich mich nur zum kompletten Voll-Löffel gemacht und nicht meinen Flug verpasst. Und einer etwas gelähmten Zunge vor dem ersten Kaffee sei dank, habe ich dem Reflex widerstanden, zu fragen, ob dieser Mister Amerika eigentlich weiß wer ich bin.

„Aloha in Honolulu. Ab jetzt zählt hawaiian time – also schmeißen Sie Ihre Uhren weg, und geben Sie sich dem Inselrhythmus hin.“
Nach dieser Ansage unseres Piloten kann ich es kaum erwarten, meinen ersten Blumenkranz entgegen zu nehmen und mit Hula-Hüftschwung ins Meer zu tänzeln. Leider hat das Gepäckband den Inselrhythmus komplett verinnerlicht und so heißt es erst mal warten. Irgendjemand spielt Ukulele und nach einer halben Stunde schwingen alle Leute selig im Takt, bis das Gepäckband mit einem Urknall doch noch seine Arbeit aufnimmt. Als ich aus der Halle stolpere, gibt es zwar keinen Blumenkranz, dafür aber einen Regenbogen, der mich hastig nach meiner Kamera suchen lässt. „Hey girl, take it easy. Hawaii is the rainbow over the pacific – you will see them everyday.” Der nette Ukulelespieler mit dem knatschbunten Hemd sollte recht behalten – kein Tag ohne Regenbogen und dem passenden Lied dazu.

Hawaii 2013 (6)Waikiki – allein der Name macht mir fast ein feuchtes Höschen. Ich schmeiße mein Backpack in die Ecke, den Bikini über, und stürme zum Strand, den ich vor lauter Surfbrettern kaum sehen kann. Als ich mich drei Stunden später aus dem Wasser schleppe, bin ich so endorphingeflutet, dass ich mich tatsächlich zu einem Hulakurs hinreißen lasse. „Find your inner Hula!“ schallt es über den Strand, und ehe ich mich versehe, suche ich mit Blumenkranz und Baströckchen nach meinem inneren Schwung. Der Lehrer ist ein Bär von einem Mann, gepaart mit einem Hüftschwung, bei dem selbst Shakira vor Neid erblassen würde. Nach zwei Stunden mehr oder weniger geschmeidigen Bewegungen meinerseits schnappe ich auf allen Vieren keuchend nach Luft, aber trotz einiger Defizite in meiner linken Drehung, bescheinigt man mir eine große Zukunft im Hula-Business. Zum Abschluss spielt die Band Elvis Presleys „Rock-a-hula-Baby“ und jetzt hat auch der letzte seinen inneren Schwung gefunden, und ich werde diesen Song die nächsten vier Wochen nicht mehr aus dem Kopf bekommen. „Rock-a-hula baby. Got a hula lulu from Honolulu. That rock-a-hula baby of mine …“
Hüftkreisend beschwingt nehme ich meine Urkunde in Empfang und bekomme gleich noch eine Informationsbroschüre zum Hula-Studiengang in Honolulu in die Hand gedrückt. Ich frage mich, warum mein Studienberater in Deutschland so etwas nie erwähnt hat.
Und dann kann ich auf einmal nicht mehr warten. Nicht einen einzigen Tag mehr. Ich packe meine sieben Sachen und springe in den nächsten Bus an die North Shore von O´ahu. Jener mystische Ort, der Jahr für Jahr Surfer aus aller Welt anzieht – auf der Suche nach der perfekten Welle.
Statt im erträumten VW-Bus zu fahren, sitze ich in einem miefigen Linienbus, der sich mit hawaiianischer Gelassenheit die Küste hoch schleppt. Ich starre ins geöffnete Maul eines Haies, der als Werbung für das Aquarium an der Scheibe prangt. Ich bin nervös. Meine Erwartungen an die North Shore sind durch dutzende Surferfilme so hochgeschraubt, dass ich Angst habe, ein zweites Neuseeland zu erleben.
Als der Busfahrer mit einem Lied auf den Lippen die Tür aufkurbelt, scheint es mir, als wolle die hawaiianische Vulkangöttin Pele mich persönlich von ihrer Kreation überzeugen. Vor meinen Augen schwebt ein brennender Feuerball im rot-leuchtenden Meer über Waimea, hinter mir überspannt ein Regenbogen den Dschungel, und neben mir spielt ein ganzkörpertätowierter Muskelprotz eine Miniukulele. Der Legende nach bringt Pele den Menschen das Feuer in Form eines starken Lebensfunkens, die Glut der süßen Wonne bis hin zur flammenden Begeisterung und Leidenschaft. Ich spüre alles auf einmal.

Im Gegenzug für völlige Kopfekstase nimmt mir Pele den gesunden Menschenverstand und die üblicherweise vorhandene Stimme der Vernunft irgendwo in meinem Kopf. Ohne auch nur einen Moment innezuhalten und auf Strömungen und Wellen zu achten, schaffe ich es gerade noch mein Kleidchen abzustreifen, bis ich mich wirklich und wahrhaftig in die Fluten von Waimea stürze. Auf diesen Augenblick habe ich solange gewartet, dass ich mich nun völlig in ihm verliere.
Ein Stechen in den Armen bringt mich wieder in die schäumende Realität zurück, die leider so aussieht, dass mich eine fiese Strömung unaufhörlich Richtung Felsen zieht. Keine Panik, und vor allem dem Impuls widerstehen, geradeaus zurück zum Strand zu schwimmen. Scheiße. Normalerweise schaue ich mir immer an, wie die Strömungen laufen, um zu sehen, wie ich im Notfall heraus schwimmen kann. Meine verzweifelten Paddelversuche sind der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlen, den ich zwangsläufig verliere. Alles brennt. Meine Augen, meine Arme, meine Beine und die Wut über meine eigene Dummheit. Meine Arme sind so schwer, dass ich meine letzte Kraft nutze, um winkend auf mich aufmerksam zu machen. Ich fixiere die rot glühende Sonne, die genau wie ich dabei ist, im Meer zu versinken. Und dann ist sie auf einmal da. Diese Hand, die das schäumende Wasser durchgleitet, meinen Arm packt und mich mit einem beherzten Ruck auf ein Surfboard zieht.
Hawaii 2013 (16)Big wave Surfer Laird Hamilton beschreibt den Moment einer Rettung aus dem Meer als „pure Liebe“. Genau das fühle ich, während ich mich ununterbrochen übergebe und immer mal wieder auf dieses gottähnliche Wesen schiele, das mich gerade gerettet hat. Schwarze lange Haare, eine bildschöne Frau mit asiatischem Touch. Gott ist eine Frau, ich wusste es. Nach jeder Menge Salzwasser sprudeln meine Dankesbekundungen nur so aus mir heraus und ich falle ihr schluchzend und spuckend in die Arme.
„You are lucky that my brother is watching this bay.“
Als ich mich umschaue, sehe ich nur eine menschenleere Bucht, aber bevor ich nachfragen kann, nimmt mich mein neuer Schutzengel mit in ihre kleine Surfergemeinde unweit der Bucht. Ich bin immer noch berauscht und leicht durchgespült, als ich mich umschaue und die letzten Lichtstrahlen des Tages auf ein lebensgroßes Bild von Mark Foo fallen.

In den nächsten Wochen wird dieser Ort mein zu Hause und die North Shore schon jetzt ein weiterer Sehnsuchtsort in meinem Herzen. Die ersten Tage liegt das Meer wie eine flache Flunder in den Buchten und der heiß ersehnte Surfwettbewerb muss einige Ruhetage hinnehmen. Ich nutze das friedlich schlummernde Gewässer und schnorchle die komplette Küste entlang auf der Suche nach den riesigen Meeresschildkröten. Leider haben die wohl auch gerade Ruhetag, und nachdem ich den zehnten großen Stein vorsichtig anstupse, gebe ich diese Mission vorerst auf.

Wo zur Hölle sind die Ohropax? Ich liege in meiner Holzhütte am Strand und bei jeder brechenden Welle zittern die Fenster und die Gläser wandern im Schrank. Aber es ist nicht das Meeresrauschen, das mich wach hält. Es sind Geräusche, die ich noch nie gehört habe, und die wildes-
te Horrorszenarien in meinem Kopf auslösen. Die Neugier besiegt die Angst und treibt mich mit Taschenlampe und Küchenmesser bewaffnet in die Nacht hinaus. Als ich die Schatten an der Wand sehe, kippe ich fast aus meinen Flip Flops. Ist das ein schmatzender Drache? Nein, es sind gleich fünf schmatzende Drachen im Mondschein, die man bei Tageslicht wohl als Geckos bezeichnen würde, und die sich genüsslich schlürfend über eine Papaya hermachen. Als ich das Gecko-Gathering mit meiner Taschenlampe ausleuchte, schauen mich fünf Augenpaare völlig entrüstet an, um sich direkt wieder kopfüber und schwanzwedelnd in das ausgefressene Loch zu stürzen. Keine Manieren diese Drachen heutzutage.

Hawaii 2013 (12)Und dann sind sie auf einmal da. Über Nacht haben die Fenster nicht nur vibriert, sondern einen leichten Sprung bekommen, als die „giant waves“ auf die North Shore treffen. Wieder heißt es Ruhetag für den Surfwettbewerb. Schwarz-gelbes Absperrband flattert jetzt an den Stränden und der türkisblaue Pazifik hat sich über Nacht in ein schwarzes Gischt-spuckendes Monster verwandelt. Ich zucke bei jeder Welle zusammen, als wir uns auf den Weg zum Alligator Rock machen, wo ein paar erfahrene Big Wave Surfer das schäumende Ungetüm bezwingen wollen. Der Regen peitscht mir ins Gesicht und es ist so laut, dass eine Kommunikation nur zwischen zwei brechenden Wellen möglich ist. Ungläubig starre ich auf die winzigen Punkte, die sich auf neonfarbenen Zahnstochern die Wolkenkratzer hinunterstürzen. Plötzlich bricht Unruhe aus. Ein Surfer stürzt kopfüber vom Brett und die gut 15 Meter hohe Welle bricht gnadenlos über ihm zusammen. Ein zerfetztes Board ist alles, was das Meer wieder zum Vorschein bringt. Es bricht mir das Herz, als ich einen Mann sehe, der sich in rasender Verzweiflung in die schwarzen Fluten stürzt, um nach seinem Sohn zu suchen. Nur mit Mühe können die Lifeguards ein zweites Opfer an diesem Tag verhindern. Alles was bleibt, ist ein zerbrochenes Brett. Kein Lebenszeichen, keine Leiche, keine Hoffnung. Ein Meer aus bunten Blumenkränzen und roten Windlichtern ziert von nun an die Bucht und eine kleine hawaiianische Welle meinen Nacken.

Im Sonnenschein des nächsten Tages funkelt und glitzert der Pazifik wieder türkisblau und es scheint, als könnte ihn kein Wässerchen trüben. Ich brauche noch ein paar Tage, bis ich mich unter den wachen Augen der Rettungsschwimmer wieder unbekümmert in die Wellen stürzen kann. Kein Wölkchen trübt den schreiend blauen Himmel und ich fühle mich so sicher wie ein Goldfisch im Glas. Die Lautsprecher-Durchsagen der Lifeguards dröhnen von fern an mein Ohr.
„The girl in the blue bikini (das bin ich) watch out for the turtle! There is a big one on your left.”
Was, wie, wo? Schildkröte, links von mir? Welches Links jetzt genau? Ich schaue hektisch in alle Richtungen, aber außer meinen panisch zappelnden Füßen kann ich nichts entdecken.
„Use the next wave to get out of this area. This can be dangerous!”
Das ist nicht wirklich das, was man hören möchte, wenn man in Hawaii im offenen Meer herumplanscht. Da hält man stundenlang Ausschau nach grauen Flossen, schnorchelt die komplette Küste nach Schildkröten ab und dann so was. Ich paddle wie von Sinnen los und bekomme die nächste Welle tatsächlich so gut, dass sie mich wie eine Galionsfigur bis zum Strand trägt, wo sie mich wie ein rotzender Pirat einfach ausspuckt. Aber statt sanft im weißen Sand zu landen, knalle ich kopfüber auf besagte Schildkröte, die wohl die gleiche Welle erwischt hat.
Während ich hustend und prustend im Sand liege und meine schmerzende Stirn reibe, robbt das Monstervieh seelenruhig neben mir den Strand hoch, und ich schwöre, ein Grinsen um den faltigen Mund zu sehen. Hawaii ist heute um eine exotische Tierart reicher geworden – ein deutsches Einhorn. Von jetzt an genieße ich die North Shore vom Strand aus, und schaue den Profis beim Surfwettbewerb zu – soviel steht mal fest.

Der Mann mit der Gitarre neben mir hat es echt drauf und schafft es, dass ich trotz eines entfesselt surfenden Sunny Garcias selig meine Augen schließe. Der Typ sollte das professionell machen.

Hawaii 2013 (5) CMYK„Hey Jack is this your new song?” Ich traue mich kaum, die Augen aufzumachen.
Tatsächlich, da sitzt Jack Johnson neben mir im Schneidersitz und spielt Gitarre. Während ich so unbeteiligt und unaufgeregt wie möglich versuche, meine Gesichtszüge zu kontrollieren, fällt mir wieder meine riesige Beule ein, die farbtechnisch mit einem Regenbogen um die Wette strahlt. Ich angle in aller Lässigkeit nach meinem Strohhut, kippe dabei fast hinten über, zupfe mein Bikinioberteil in Form, und verfolge den restlichen Surfwettbewerb wie ein verliebter Teenager unter einer breiten Hutkrempe hinter verdunkelten Sonnenbrillengläsern.

Als sich die Surflegenden Brad Gerlach, Sunny Garcia, Kaipo Jaquias und Michael Ho am Ende des Tages auf der Bühne versammeln, setzen die Trommeln ein, und der obligatorische Regenbogen überspannt die Bucht von Haleiwa.
„Mahalo, Mahalo“ (hawaiianisch für Danke) rufen die Zuschauer über den Strand. Das Thermometer zeigt 32 Grad im Schatten und ich bekomme eine Gänsehaut, als hätte mir jemand eine Tiefkühlpizza auf den Bauch gelegt. Mahalo Hawaii …

Mehr Stories aus dem Leben des „Stempelmädchen“ im neuen Buch von Julia Karich …

Julia Karich
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