Uvita – mein grauer Zufluchtsort

Uvita – mein grauer Zufluchtsort

Uvita klang anhand meiner Recherche wie ein kleines, unberührtes und noch wenig touristisches Paradies, ein Ort inmitten wilder Natur und endloser Strände, an denen man Surfen gehen oder Wale beobachten kann. Natürlich konnte der Ort meinen übersteigerten Erwartungen nicht entsprechen.

Einsiedlerkrebs am Strand von Uvita

Dies lag aber nicht einmal an Uvita selbst, sondern an dem beständigen Regen, der den Ort fest im Griff hatte, während ich dort war. Innerhalb meiner insgesamt fünf Tage dort hatte sich die Sonne lediglich eine halbe Stunde lang am Himmel gezeigt. Kein Wunder also, dass dieser Ort und meine damit verbundenen Erlebnisse in meiner Erinnerung vor allem grau und schwammig erscheinen. Und das obwohl es Uvita doch gelang, einige seiner Versprechungen zu halten.

Ein Kapzineraffe auf der Rancho la Merced

Zum Beispiel das mit den endlosen Stränden. Der Strand von Uvita ist Teil eines Naturschutzgebietes und daher tatsächlich unberührt und erstreckt sich ewig lange entlang eines Palmenwalds. Perfekt für einen ausgedehnten Strandspaziergang und zum Schwimmen,
Auch meiner Vorstellung mit der wilden Natur konnte Uvita entsprechen.  Auf einem Pfad durch den Regenwald der Farm Rancho la Merced konnte ich sogar einige Tiere erspähen, einen Olingo, Kapuziner- und Brüllaffen und ein Agouti.
Dennoch hielt Uvita mich zu lange fest, wurde schließlich zu einem Zufluchtsort vor dem Hurricane Otto, der Costa Rica in seinem Bann hielt und eine große, wie sich im Nachhinein heraustellte, unbegründete Panik heraufbeschwor. All die anderen Reiseziele, die ich gerne besuchen wollte, schienen auf Ottos Route zu liegen und so blieb ich, musste bleiben, ein bisschen zu lange in Uvita.

Sarah
Sarah Bannholzer

Hallo, mein Name ist Sarah und ich bin seit Mitte August in León, Nicaragua. Dort mache ich ein Praktikum als Deutschlehrerin und versuche in meiner Freizeit Nicaragua so gut wie möglich kennenzulernen. Anschließend werden für mich die Nachbarländer Costa Rica und vielleicht auch Panama in den Fokus meiner Reise rücken. In den kommenden Monaten möchte ich euch hier von meinen Erlebnissen berichten,von meinem Alltag in León, von touristischen Highlights, Surferstränden, einsamen Inseln, unberührter Natur, Bergdörfern, Kolonialstädtchen und natürlich meinen Erfahrungen mit dem Unterrichten.

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