Hippies und Bauernhof-Atmosphäre

Hippies und Bauernhof-Atmosphäre

Auf Ometepe laufen die meisten Tiere frei herum

Ometepe – die Vulkaninsel mitten im riesigen Nicaragua-See (immerhin 15 Mal so groß wie der Bodensee!) ist wirklich etwas ganz besonderes. Das Leben auf der Insel ist simpel, die meisten Einheimischen leben in einfachen Hütten, ihre Hühner, Schweine, Pferde und Kühe laufen frei herum und stehen oftmals unvermittelt am Straßenrand – oder auch gerne Mal mitten auf der Straße. Bananenplantagen dominieren die Insel und mit jeder Fähre, die aufs Festland übersetzt, wird auch mindestens ein Laster voller Bananen mitgeliefert.

Kein seltener Anblick auf der Insel – ein Bananenlaster

Es gibt keine großen Hotelkomplexe oder Resorts, sondern viele kleine, schlichte Hostels, Fincas oder Lodges. Einige ausländische Aussteiger haben sich hier niedergelassen und der Insel ihre Hippie-Atmosphäre beschert. Nirgendwo sonst in Nicaragua findet man in so großer Dichte so viele vegetarische Restaurants, ökologische Fincas und Komposttoiletten wie hier.
Die größte Attraktion hier ist die Natur, allen voran die beiden Vulkane Concepción und Maderas, die das Bild der Insel ausmachen.

Einer der beiden Vulkane

Beide werden nur allzugerne von den Touristen erklommen, auch wenn sich ihre Gipfel fast immer in dichten Neben hüllen und selten einen Ausblick bieten. Doch neben den beiden Vulkanen gibt es viele weitere, schöne Wanderwege und Ausflüge, z.B. zum Wasserfall von San Ramón oder einem Aussichtspunkt über die Insel. Viele mieten sich auch einen Roller oder ein Fahrrad um die Insel zu erkunden und zu umrunden.

Der Wasserfall San Ramón

 

Ich habe mich für das Fahrrad entschieden und viele Kilometer schwitzend auf einer furchtbaren Schotterpiste verbracht. Spaß gemacht hat es trotzdem!
Übernachtet habe ich auf der Finca Zopilote, die alleine schon ein Erlebnis für sich ist. Zopilote umfasst ein riesiges Areal am Fuße des Vulkans Maderas und besteht aus vielen verschiedenen, weit verstreuten Hütten, in denen man übernachten kann, einem Restaurant und einem großen Garten, der die Zutaten für viele Gerichte des Restaurants liefert.
Die Finca ist ökologisch ausgerichtet, betreibt Permakultur und legt insgesamt großen Wert auf Nachhaltigkeit und alternativen Lebensstil. Diesen verkörpern vor allem auch die vielen Freiwilligen, die jeden Tag Yoga-Unterricht, Workshops oder sonstige mehr oder weniger esoterisch angehauchte Aktivitäten anbieten.

Zopilote passt gut zu dieser Insel und war für mich der perfekte Mittel- und Ausgangspunkt für meinen Aufenthalt dort!

Sarah
Sarah Bannholzer

Hallo, mein Name ist Sarah und ich bin seit Mitte August in León, Nicaragua. Dort mache ich ein Praktikum als Deutschlehrerin und versuche in meiner Freizeit Nicaragua so gut wie möglich kennenzulernen. Anschließend werden für mich die Nachbarländer Costa Rica und vielleicht auch Panama in den Fokus meiner Reise rücken. In den kommenden Monaten möchte ich euch hier von meinen Erlebnissen berichten,von meinem Alltag in León, von touristischen Highlights, Surferstränden, einsamen Inseln, unberührter Natur, Bergdörfern, Kolonialstädtchen und natürlich meinen Erfahrungen mit dem Unterrichten.

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