Auf spirituellem Weg ~ Entering the spiritual Bali

Auf spirituellem Weg ~ Entering the spiritual Bali

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Suasti astu aus Ubud :) Die letzten Tage waren recht ereignisreich. Ich war bis Donnerstag früh an der Westküste Balis und hatte bereits im Voraus gehört, dass Canggu das coole Surfer-Paradis ist und dachte, das muss ja nix schlechtes bedeuten, kann auch entspannt sein. Aber für meinen Geschmack ist es vielleicht ein bisschen zu cool und langweilig auf Dauer. Es ging nur um’s sehen und gesehen werden. Canggu steckt voller cooler sunny boys & girls, überall sind trendige Geschäfte, alles ist leicht überteuert und abends heißt es Party…ein bisschen erinnerte mich dieses Flair an Barceloneta und davon hab ich ja das ganze Jahr über genug haha…Glücklicherweise soll der Rest von Bali ganz anders sein, ich bin gespannt…Daher habe ich tagsüber, während Stacy arbeiten war, kleine Insel-Entdeckungsreisen in der Umgebung gemacht. Am Dienstag war ich in Tanah Lot 30min nördlich bei einem Wassertempel mitten im Meer gelegen.  Oscar hat mir empfohlen, mir die App „Go-jek“ herunterzuladen, mit der man auf Bali alles buchen kann: Essen, Taxis, Moped-Taxis usw. Denn hier gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, aber selber fahren trau ich mir hier mit Linksverkehr und dem chaotischen Fahrstil der Balinesen bisher nicht zu. Moped fahren ist auf Bali allerdings ein Muss! Hier fahren sie sogar mit kleinen Babies im Arm oder 4 köpfige Familien mit ihren 2 Kindern, alle 4 auf einem Moped, wow!

Da ich es liebe, hinten auf dem Moped/Motorad zu fahren, kann ich so ganz einfach Moped-Taxis buchen, um meine Ausflüge zu machen, praktisch! Angekommen in Tanah Lot, wurde ich von einem Mönch an der Hand durch das Wasser zum Tempel geführt und dann sollte ich mir das Gesicht mit dem heiligen Quellwasser waschen und anschließend davon trinken. Danach hat mir einer der Mönche heiliges Wasser über meinen Kopf gegossen, der nächste Mönch klebte mir heiligen Reis an die Stirn und ein weiterer Mönch steckte mir eine Blüte ins Haar. Ich wurde an meinem 2. Tag auf Bali gesegnet, halleluja! Leider wehte der Wind mir innerhalb 10min den heiligen Reis von der Stirn, aber ich konnte die Blüte feststecken und nix konnte mir das innere Glücksgefühl wegwehen. Nun kann ich gesegnet entspannt weiterreisen hehe. Anschließend spazierte ich durch den umliegenden Park an den hübschen Buchten entlang und genoss die schöne Aussicht.

Später hatte ich das Glück über „Go-jek“ den lieben Fahrer Eros aus Jakarta kennenzulernen. Wir erzählten während der ganzen Rückfahrt und er erwähnte einen tollen weißen Strand im Süden Balis, Green Bowl Beach – dort fuhren wir am nächsten Tag auch direkt mit dem Moped hin. Eros war froh, sich mal kurz von seinen 2 kleinen Babies erholen zu können, da er tagsüber normalerweise für das Babysitting zuständig ist. Der Strand war echt schön und es tat gut etwas zu entspannen. Außerdem haben wir beide uns gefreut, etwas über die Kultur und Sprache des anderen zu lernen.

An unserem letzten Abend in Canggu, haben Stacy und ich uns unter die coole Surfergemeinde gemischt und sind in die Oldmans Strand Bar ausgegangen…allerdings hielten wir es aufgrund einiger sinnloser Gespräche nicht allzu lange aus und sind letztendlich in eine eher abgelegene Strandbar, Captain Catch, geflohen.

Am Donnerstag Morgen ging es dann endlich auf nach Ubud, der spirituellen Hauptstadt Balis. Ubud schockt einen anfangs ein wenig, sehr viel Verkehr, aber man spürt direkt ein anderes Flair in der Stadt. Hier lächeln einem die Menschen freundlich zu und schauen nicht cool an einem vorbei. Also stürzte ich mich ins Getümmel, lief an tausenden Geschäften vorbei, auch am heiligen Park der Affen, wo die kleinen Schelme schon draußen auf einen warten, um den Touris ihre Sonnenbrillen oder sonstiges zu klauen…ich wurde alle 5m angesprochen, ob ich ein Taxi brauche oder gefragt wie es mir geht oder woher ich komme, aber man gewöhnt sich dran und lächelt einfach allen freundlich zurück :) und man sollte immer schauen, wo man hin tritt, da der Fußweg alle paar Meter voller tiefer großer Löcher steckt und Miss Geschickt sich nur ungern in ihrer ersten Woche auf Bali das Bein brechen möchte hehe…Nebenbei versuchte ich eine sichere Bank zu finden. In letzter Zeit wurden einige Geldautomaten gemeldet, bei denen die Kartendaten kopiert wurden, aber Gott sei dank konnte mir Oscar schließlich eine sichere Bank empfehlen. Nach dem ersten Tag im Ubud, war ich etwas überwältigt von allem und ließ mich am Abend bei einer 1h Massage verwöhnen, man gönnt sich ja sonst nix :)

Freitag war dann früh aufstehen angesagt, denn wer in Ubud ist, muss auch Yoga machen. So ging ich mit Stacy zu einem super bekannten Yoga Spot, dem Yoga Barn, mit einem wunderschönen Raum mitten in der Natur, eine kleine versteckte Oase in Ubuds Zentrum mit Wasser plätschern und Vogel Gezwitscher. Einen besseren Ort gibt es nicht, um meine erste richtige Yoga Stunde durchzuführen und es wird wahrscheinlich nicht die letzte sein. Es war so wie ich mir das immer vorgestellt habe – eine relaxte Yoga Lehrerin, die einen in die richtige entspannte Stimmung versetzt und jeden Schritt sorgfältig erklärt. Beim ersten gemeinsamen „ohm“ bekam ich direkt Gänsehaut. Kein Vergleich zu der schrecklichen Yoga Stunde in Barcelona vor Jahren und viel besser als Bikram Yoga, das war alles andere als entspannend. So startete ich fantastisch in den Tag und anschließend gab es lecker Pancakes und frische Früchte zum Frühstück, yammi! Ansonsten gibt es günstiges leckeres Essen übrigens bei den „Warungs“, dort stopf ich mir jeden Tag für ca. 2-3€ den Magen mit indonesischen Leckereien voll :) Am Nachmittag zog es mich wieder raus in die Natur, zu einem Trekking Weg durch die Reisfelder in Ubuds Umgebung und überall dieses herrlich satte grün, traumhaft…so hab ich mir Bali schon eher vorgestellt :)

 

 

 

 

 

Am Abend erzählte mir Stacy von einer ekstatischen Tanz Session im Yoga Barn. Wenn ich schon kein Swing Tanzen auf Bali finde, dann tanze ich eben mit den Yogis :) Das war ein unvergessliches Erlebnis…Als wir ankamen, hatten sie bereits begonnen, der Raum war voll, ungefähr 150 Leute und alle lagen mit geschlossenen Augen auf dem Boden, es gab einen DJ, eine Sie, welche die Session leitete und über den Ozean und das Wasser philosophierte, mit Ozean-Musik im Hintergrund, um alle in die richtige Stimmung zu bringen…ich sprang also über viele Köpfe hinweg zur anderen Seite des Raums, um einen Platz für mich zu finden und legte mich dazu, witziges Gefühl. Dann wurde die Musik lebhafter und alle standen auf und begannen kreuz und quer, jeder in seiner Art zu tanzen. Aufgrund der Hitze waren alle halbnackt und die Musik wechselte von spirituellen zu elektronischen und lateinamerikanischen Rhythmen. Ich fühlte mich wie bei einer Woodstock Hippie Party, nur ohne Drogen haha…ich konnte gar nicht aufhören zu lachen…habe noch nie soviele Menschen auf einem Haufen so ausgelassen und glücklich tanzen gesehen, 20.00 abends ohne Alkohol und ohne Drogen, ein sehr witziges Erlebnis :) Auch wenn Stacy mir danach erklärte, dass dies weniger mit ekstatischen Tanz zu tun hatte, da man sich dort eigentlich nicht berühren und nicht miteinander reden darf, aber egal, für mich war es eine spannende Erfahrung, die mich wiedermal erkennen ließ, dass doch ein kleiner Hippie in mir steckt :) Und so gingen wir um 21.00 schon zurück zum Gästehaus um am nächsten Morgen fit für Yoga zu sein – Ich schätze so fühlt sich das Yogi Leben an.

Stacy war gestern dank ihrer inneren Uhr mal wieder pünktlich um 6.00 zum balinesischen Tagesbeginn wach und fragte mich 6.45 vorsichtig, ob ich in 15min mit zum Yoga kommen mag. Meine erste Antwort war nein, aber ich bin froh mich schließlich doch aufgerafft zu haben, denn wir waren bei einer Kundalini Yoga Stunde, spiritueller, mit Mantra Gesang und Meditation. Und ich muss ehrlich gestehen, ich konnte nach den 90min die freigesetzten Energien in mir spüren, eigenartiges Gefühl. Anschließend spazierten wir glücklich entspannt zurück zum Garten unserer kleinen Gästehaus Oase, genau der richtige Ort, um am Pool zu liegen und euch zu schreiben…

Nun ist es bereits Sonntag früh und die erste Woche auf auf Bali ist rum, mal sehen was die nächsten Tage so bringen, lassen wir uns überraschen :)

Sampai Jumpa!

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Suasti astu from Ubud :) The last days were quite eventful. I had already heard in advance that Canggu is the cool surfer paradise and thought that doesn’t necessarily mean anything bad, it could also be a relaxed flair. But for my taste it might be a bit too cool and boring over some time … It reminded me a bit of this artificial touristic flair at Barceloneta and I have enough of this throughout the whole year haha ​​.. Fortunately, the rest of Bali is supposed to be quite different, let’s see … Therefore, I made small island discovery trips in the surroundings during the day, while Stacy was working. On Tuesday, I went to Tanah Lot 30min north, a water temple in the middle of the sea. Oscar has recommended me to download the app „Go-jek“ where you can book everything on Bali: food, taxis, moped taxis, etc. There is no public transport here, but driving by myself on the left confronting the chaotic driving style of the Balinese doesn’t seem to be an option for me so far. However, moped riding on Bali is a must! They even drive with small babies in their arms or 4-headed families with their 2 children, all 4 sitting together on one moped, wow! Since I love to drive on the back of a moto, I can book cheap moped taxis with Go-jek to make my excursions, easy! Arrived in Tanah Lot, I was led by a monk through the water to the temple and then I needed to wash my face with the holy spring water and then drink from it. Afterwards, one of the monks poured holy water over my head, the next monk put sacred rice on my forehead, and another monk stuck a flower into my hair. I was blessed on my 2nd day in Bali, hallelujah! Unfortunately, the wind blew the sacred rice from my forehead within 10min, but I kept the flower and nothing could blow away the inner feeling of happiness. Now I can continue travelling, relaxed and blessed hehe :) Afterwards, I walked through the surrounding park along the pretty bays and cliffs and enjoyed the beautiful views. Later I was lucky to meet the kind driver Eros from Jakarta via „Go-jek“. We were talking all the way back and he mentioned a beautiful white beach in the south of Bali, Green Bowl Beach – where we went the next day on his moto. Eros was glad to disconnect a few hours from his two small babies, as he is normally responsible for babysitting during the day. The beach was really nice to relax with beautiful turquoise water. Eros and I enjoyed to learn something about each other’s culture and language. On our last night in Canggu, Stacy and I dared to go out and mix with the cool surfing community at Oldmans beach bar… however, we didn’t last too long due to some nonsense conversations and finally escaped to a rather remote beach bar, Captain Catch, to quietly watch the wild sea.

On Thursday we finally went to Ubud, the spiritual capital of Bali. Ubud can shock a little at first glance: lots of traffic, crowded streets, but you can directly feel a different flair in the city. Here, people smile at you, seem to be more friendly, and don’t look past you. So I fell into the hustle and bustle, ran past thousands of shops, also passed by the sacred park of the monkeys, where the little rogues were already waiting for the tourists to steal their sunglasses or anything else … I was approached every 5m, asking if I wanted a taxi, or how I was feeling today or where I was from … While walking, you should always look down where you step on, as the footpath is full of deep holes and knowing myself, I might be capable of breaking my leg haha. In the meantime, I tried to find a safe bank, as credit card scamming was reported at some ATMs, but luckily Oscar recommended me a safe bank where to go. After my first day in the Ubud, I felt a bit overwhelmed by everything and went for a 1h massage to give myself a kind treat :)

Friday started early in the morning, since Ubud = Yoga town. So I went with Stacy to a famous yoga spot, the Yoga Barn, with a beautiful room in the middle of nature, a small hidden oasis in Ubuds center with water splashing and bird chirping. I couldn’t imagine a better place to do my first real yoga class and it won’t be the last one for sure. The class was great – a relaxed yoga teacher, who put you into the right relaxed mood and explained every step carefully. At the first joint „ohm“ I even got some goose bumps. No comparison to the horrible yoga class in Barcelona years ago and much better than Bikram Yoga, that was not relaxing at all. So I started fantastically into the day and then we had delicious pancakes and fresh fruits for breakfast, yammi! Otherwise, you can find cheap delicious food in the „Warungs“, where I try delicious Indonesian food for about 2-3€ every day :) In the afternoon, I did a small trekking tour through the rice fields around Ubud and and really enjoyed this wonderful lush green everywhere … That’s how I imagined Bali :)

In the evening, Stacy told me about an ecstatic dance session at the Yoga Barn and since I couldn’t find any swing dancing on Bali, I wanted to give it a try :) That was an unforgettable experience … When we arrived, they had already begun, the room was crowded, about 150 people, all lying with closed eyes on the floor, there was a DJ leading the session, philosophizing about the ocean, playing ocean sounds in the background, to get everyone into the right mood … so I jumped over many heads across to the other side of the room to find a place for me to lie down, witty feeling. Then the music became more lively and everyone stood up and began to dance in their own way. People were dancing half naked because of the heat and the music changed from spiritual to electronic and Latin American rhythms. It felt like a woodstock hippie party, just without drugs haha ​​… I couldn’t stop laughing … I’ve never seen so many people on a bunch dancing so happily in high spirits, at 8pm in the evening, no alcohol and drugs involved, a very funny experience :) Even though Stacy told me afterwards that this had almost nothing to do with ecstatic dancing, because you shouldn’t touch or talk to each other, but it doesn’t matter, for me it was a very interesting experience … It reminded me that there has always been a little hippie inside me :)  So we walked back to our homestay at 9pm to be fit for the next morning  – I guess that’s how the yogi life feels like :)

Stacy woke up around 6am thanks to her inner clock and gently asked me at 6.45 if I wanted to join her for a yoga class in 15min. My first answer was no, but I’m glad that I finally got up, because this morning there was a kundalini yoga class, more spiritual, with mantra chanting and meditation. And I must confess, that after 90min I could kind of feel the released energies inside me, a peculiar feeling. So we walked happily relaxed back to the garden of our small guest house oasis, the perfect place to lie by the pool and write to you … Now it’s Sunday morning and my first week on Bali is already over. Let’s see what the days will bring :)

Sampai Jumpa!

Sabs
Sabine Runge

Hi, Ich bin Sabs, 31 Jahre alt, komme ursprünglich aus Magdeburg (D) und lebe seit 6 Jahren in Barcelona (ES). Reisen ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens, sowohl beruflich als auch privat. Ich freue mich riesig, mir dieses Jahr einen lebenslangen Traum erfüllen zu können: eine längere Reise ganz allein ohne konkreten Reiseplan :) Frei nach dem Motto: Wir reisen nicht um dem Leben zu entkommen, sondern damit uns das Leben nicht entkommt... Ich möchte einfach mal alles hinter mir lassen, aus der Routine ausbrechen und mich ins Ungewisse stürzen. Es erwarten mich 2 spannende Monate in Indonesien, auf der Suche nach Entspannung, positiver Energie und Abenteuern, fern von Alltagsstress und Sorgen...meine inneren Glücksgefühle schrien nach Abwechslung vom vielen Lindy Hopping, daher versuch ich's die nächsten Wochen mal mit Island Hopping ;-) Wenn ihr Lust habt, mir online auf meiner 'planlosen' Entdeckungstour beginnend auf Bali zu folgen, dann aufgepasst, am 5. Mai geht's los! ________________________________________________________________________________________________ Hi, I'm Sabs, 31 years old, originally from Magdeburg (Germany) and living in Barcelona (Spain) for almost 6 years. Traveling is a very important part of my life, both professionally and privately. This year, I'm very excited to finally be able to fulfill myself a lifelong dream: a longer trip all on my own without concrete travel plans :) Following the motto: We travel not to escape life, but for life not to escape us... I simply want to leave everything behind, break out of the routine and jump into uncertainty...2 months in Indonesia await me, looking for relaxation, positive energy and adventures, far away from the daily stress and worries...My inner feelings of happiness were crying out for a change from all that lindy hopping, so I decided to give island hopping a try ;-) If you'd like to follow me online on my 'aimless' discovery tour starting on Bali, stay tuned, I'll be off on May 5!

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