Von Lombok zu den geheimen Gili Inseln ~ Discovering Lombok and the secret Gili Islands

Von Lombok zu den geheimen Gili Inseln ~ Discovering Lombok and the secret Gili Islands

Die vergangene Woche war ein weiteres Highlight meiner Reise! Endlich fand ich die abgelegenen authentischen Orte und Inseln, auf die ich die ganze Zeit gewartet hatte :) Ich habe wieder intensives Insel-Hopping betrieben, 6 Stück in einer Woche, nicht schlecht, oder?

Fangen wir an bei Gili Meno, wo wir in meinem letzten Blogpost stehen geblieben sind. Ich habe die Zeit auf Gili Meno sehr genossen und bin daher auch einen Tag länger geblieben als vorgesehen. Es war so schön ruhig dort, kein Verkehr, kaum Touristen, wilde Strände, leckeres Essen…Ich lauschte den ganzen lieben Tag dem Meeresrauschen und tat nix anderes als lesen, Musik hören, spazieren gehen, schwimmen und ganz viel Sonne tanken…Ich spürte dort auch irgendwie den Ramadan verstärkt, anhand der Inhaber und Angestellten meines Gästehauses…ich stelle es mir hart vor, ab 5.00 morgens, wenn die Sonne aufgeht, bis 18.00 zum Sonnenuntergang nix essen und nix trinken zu dürfen…sie wirken auch irgendwie schlapper und ruhiger…aber die meisten Indonesen, die ich getroffen habe, vermissen weder essen noch trinken, sondern das Rauchen am meisten. Sie können es kaum erwarten, sich eine Zigarette anzuzünden, sobald das 18.00 Gebet vorbei ist. In meinen Gästehaus lernte ich u.a. Anga, 24 Jahre, aus Lombok kennen. Er kochte jeden Tag lecker für mich, aber darf natürlich tagsüber nix verkosten, daher testet er den Geschmack anhand des Geruchs, erklärte er mir und ich muss sagen, das hat er drauf, es schmeckte fantastisch :) Für ihn ist das gar nicht mehr schwer dem Duft des Essens zu widerstehen, da er es ja gewohnt ist, jedes Jahr einen Monat lang zu fasten. Wie gefühlt beinahe alle Indonesier, liebt er es zu singen, vor allem romantische Songs, die Indonesen scheinen kleine Romantiker zu sein…Er spricht auch ein bisschen Deutsch (sowas wie „Im Dunkeln ist gut Munkeln“) und sang mir sogar das Lied „Du“ von Peter Maffay vor, unglaublich dass er das kennt, ich musste so lachen :) Mein geschätztes Alter ist hier übrigens 25/26, alle sagen das ständige Lächeln hält mich jung, sehr gut, denn das tue ich ja automatisch – und Chili essen hilft wohl auch zum jung bleiben – ich mache also alles richtig ;) Am Donnerstag machte ich mit Anga auch eine Schnorcheltour. Wir mussten erstmal eine ganze Weile über die zerprengten Korallen laufen bis wir zu dem tieferen Wasser kamen, wo man schwimmen kann. Anga lief einfach barfuß drauf los, als wäre es weicher Sand unter unseren Füßen, aber mir tat es ganz schön weh, ich eierte herum und kam kaum vorwärts vor Schmerz und letztendlich lief Anga zurück, um mir Wasserschuhe zu besorgen (ich verstehe nicht, wie seine Füße das unbeschadet aushalten). Nun konnte es endlich losgehen, abgetaucht und los…Wir waren erfolgreich und trafen 3 Riesenschildkröten unter Wasser. Doch das war nicht alles, direkt am Anfang, wo es endlich tiefer ging, traf mein Bein auch auf ein hartes Korallenriff, als ich von einer Welle umgehauen wurde. Autsch! Das brannte schön beim Schnorcheln, aber das Salzwasser und anschließend frishes Aloe Vera aus dem Garten haben für eine schnelle Heilung gesorgt. Das Tolle an meiner Unterkunft war, dass ich von der Nordküste sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang sehen konnte, wobei der letzte Abend in Begleitung von Anga mir den schönsten Sonnenuntergang zum Abschied schenkte…

 

Am Freitag ging es dann früh um 8.00 mit dem vollgestopften öffentlichen Boot für 1€ nach Lombok, das nenne ich mal günstig!

Das an Bord gehen war wieder mal sehr amüsant mit dem Wellengang und der hohen Anzahl von Fahrgästen auf dem verhältnismäßig kleinen Boot, aber wir sind nicht gesunken und heil am anderen Ufer in Lombok Bangsal angekommen. Im Voraus hatte ich bereits Edi kontaktiert. Edi ist ein Local Guide aus Tetebatu, von dem mir Julia aus dem B&B in Jimbaran erzählt hatte. Sie traf ihn vor ein paar Wochen zufällig, aber hatte vorher schon durch den Blog „home is where your bag is“ von Edi gehört. Ein deutscher und englischsprachiger Südostasien-Reiseblog, der fantastische Reiseberichte und Geheimtipps preisgibt, unter anderem über Lombok. Dieser Blog wurde 2012 von Tobi und Marcel gegründet und ich kann es euch nur an’s Herz legen, mal reinzuschauen, es lohnt sich! Jedenfalls war Edi so lieb, mir eine Unterkunft in Tetebatu zu organisieren und holte mich mit einem Fahrer in Bangsal am Hafen ab. Wir fuhren zum Tetebatu Indah Homestay (www.tetebatuindahhomestay.com), welches eher außerhalb von Tetebatu in einem kleinen Dorf inmitten der Reisterrassen am Fuße des zweitgrößten Vulkans Indonesiens, dem Rinjani liegt. Ich wurde direkt ganz herzlich von Edis Onkel Bram, dem Gästehaus Inhaber, empfangen und habe ein kleines Bungalow mit Terrasse und Blick auf den Vulkan Rinjani bekommen.

Bram bietet nicht nur Gästezimmer an, sondern auch Vulkanwanderungen und Tagesausflüge zur Erkundung Lomboks. Bisher war ich in keiner so authentischen Unterkunft untergebracht wie hier und hatte echt ein bisschen das Gefühl, Teil am Familienleben zu haben. Ich bin unheimlich dankbar für diese Erfahrung :)

Mittags ging es mit Edi auf dem Moped weiter und kaum waren wir unterwegs, hatten wir einen Platten. Aber Glück im Unglück, denn nur wenige Minuten entfernt war eine kleine Werkstatt. Mich nahm spontan ein anderer Indonese, der gerade vorbeifuhr, auf dem Moped mit zurück zur Werkstatt. Nach ein paar Minuten rumwerkeln, musste der Auto- und Motorrad-Mechaniker aber erstmal zur Moschee zum Mittagsgebet. Also warteten wir mal eben eine Stunde bis er zurück kam, witzig. Währenddessen saßen wir zusammen mit der Mechaniker Familie und dann kam der über 90 Jahre alte Großvater aus dem Haus, gab Edi und mir die Hand, ging ein Mal um mich herum und fragte auf Indonesisch, ob ich Junge oder Mädchen sei. Alle brachen in Gelächter aus…Ich hoffe einfach mal, dass es an seiner schlechten Sehfähigkeit und nicht an meinem schlechten Aussehen lag :) Nach einer Stunde war der Hinterreifen wieder repariert und wir fuhren weiter zum Wasserfall nach Semporonan. Dort gab es endlich mal eine kräftige Dusche um mich von einer Woche Salzwasser-Duschen zu befreien :)

Ich sprang unter den Wasserfal und konnte es nicht vermeiden, ganz laut zu loszuschreien, weil es sich so befreiend anfühlte, aber außer Edi und mir war ja eh njemand da…Anschließend fuhren wir zu einem Handweberdorf namens Pringgasela, wo uns Asmui herumführte und den Herstellungsprozess der 3 verschiedenen Typen von Sarongs erklärte. Die Frauen in dem Dorf geben die Weberkunst von Generation zu Generation weiter und lernen bis zu 10 Jahre den Prozess, bevor sie die Arbeit mit der Holzwebemaschine perfekt beherrschen. Leider ändern sich die Zeiten allmählich und die jungen Mädchen müssen zur Schule gehen und studieren, und finden kaum noch Zeit die Technik des Webens zu erlernen. Man kann nur hoffen, dass die Handwebekunst nicht ausstirbt. Es gibt Sarongs mit Wolle aus chemischen Farben aus Java, welche farblich kräftiger sind, wobei die erstklassigen aus mehr Farben bestehen und ein spezielles Lombok Muster namens „Sasak“ besitzen. Diese Herstellung dauert ca. 2.5 Wochen und die erstklassigen Sarongs werden für Zeremonien und Hochzeiten genutzt, während die zweitklassigen nur 2 Wochen dauern und eher für den alltäglichen Gebrauch sind mit weniger Farben und ohne speziellem „Sasak“ Muster. Außerdem gibt es noch die natürlich gefärbten Sarongs, deren Farben aus Pflanzen, Blüten, Blättern, Holz o.ä. gezogen werden. Deren Herstellung dauert ca. 3 Wochen aufgrund des Färbungsungsprozesses. Jeder Sarong ist ein Unikat und harte Arbeit. Man kann sie als Kleidung, Bettüberwurf, Tischdecke etc. nutzen. Ich habe natürlich auch einige Modelle anprobiert, nur leider ist in meinem Handgepäcksrucksack nur Platz für einen Sarong gewesen, sonst hätte ich liebendgern noch mehr gekauft, um die Dorfgemeinschaft zu unterstützen. Daraufhin fuhren wir nach Loyok zu einer Bambus-Werkstatt, wo Frauen alle möglichen Dekoartikel, Lampen, Taschen usw. aus Bambus herstellen. Die Frau, die uns warmherzig begrüßte, hieß Atun, was mich zum schmunzeln brachte, da das Thunfisch auf Spanisch bedeutet. Sie lud mich direkt auf Tee und süße selbstgemachte Reiscracker ein und machte mir in wenigen Minuten einen Ring aus Bambus als Andenken. Wieder einmal konnte ich nicht widerstehen, und kaufte ein Mitbringsel für mein Schwesterherz. Wenn ich mehr Platz im Gepäck hätte und mehr Erspartes, würde ich noch viel mehr kaufen, aber mein Platz und Budget sind nun mal leider begrenzt und ich sagte zu Edi, er soll mich ja nicht zu mehr solchen handgemachten Orten bringen, sonst platzt mein Rucksack. Aber ein letzter Stop stand noch an. Wir besuchten eine Nachbarin vom Gästehaus, um das tolle scharfe Lombok Chili und Lombok Kaffee aus eigenem Anbau zu kaufen. Frischer bekommt man die Produkte nirgendwo anders :) Und wenn ich schon auf Lombok bin, muss ich auf jeden Fall Chili mitnehmen, schließlich bedeutet „Lombok“ auf der indonesichen Nationalsprache Bahasa Chili.

Mittlerweile war es bereits abends, und ich übte mich tagsüber auch ein wenig im Ramadan, da ich außer kleinen Bananen, ein paar hausgemachten Kartoffelchips und Reiscrackern nix vernünftiges gegessen hatte und das fand mein Magen ganz und gar nicht toll. Er rächte sich mit fiesen Magenkrämpfen die ganze Nacht. Dazu kamen die Ramadan Gebete, welche aus den Lautsprechern von allen umliegenden Moscheen zu hören waren von abends 19.00 bis nachts um 1.00 und dann morgens ab um 4.00 wieder (letzte Nacht auch um 2.00), wodurch ich die erste Nacht praktisch kaum geschlafen habe. Aber es ist spannend den Ramadan einmal so hautnah mitzuerleben, es fühlt sich mystisch an und man bekommt einen authentischen Eindruck der Kultur vor Ort. Hier ein kleine Aufnahme damit ihr euch selbst einen Eindruck machen könnt von meiner nächtlichen Geräuschekulisse in Tetebatu: Audio_170609

Am Samstag holte mich Edi morgens um 8.00 ab, um die umliegenden Reisterrassen zu erkunden. Wir spazierten durch das Dorf, durch die Grundstücke der Nachbarn vorbei an Familien und wieder einmal kläffenden Hunden bis wir bei einem Reisfeld rauskamen. Jede Familie besitzt hier ihr eigenes Reisfeld und arbeitet für sich selbst. Die meisten bauen zweitklassigen Reis an, da der Anbau bis zur Ernte nur 4 Monate dauern und sie somit 3 Mal im Jahr ernten können. Der erstklassige Reis dauert 6 Monate bis zur Ernte und wird seltener angebaut eher für besondere Anlässe. Ich durfte zur Freude der Reisbauern auch ein bisschen bei der Ernte mithelfen :)

Wir kletterten und balancierten im wahrsten Sinne des Wortes 4h lang durch die Reisterrassen. Meine super geeigneten Victoria Stoffschuhe sehen nun noch matschiger aus, und ich bin froh von keiner Reisterrasse gefallen zu sein. Wir trafen einige Familien auf ihren Reisfeldern und setzten uns in kleinen Hütten zum ausruhen zu ihnen, wo ich meine wenigen Sätze auf Indonesisch praktizieren konnte. Die Kinder strahlten mich immer mit großen Augen an und riefen „Helloooo“, wenn sie mich von Weitem sahen, ganz zauberhaft. Ich erhielt frische Bohnen und Chili zum probieren, wir nahmen ein Stück frischen Ingwer für Ingwertee mit und ein Bauer gab uns auch 2 große Süßkartoffeln zum zubereiten mit. Es ist unglaublich, wieviele Pflanzen, exotische Früchte und Gemüse auf dieser fantastisch grünen Insel wachsen… Ich kann mir vorstellen, dass Bali vor vielen Jahren auch mal so ähnlich war wie Lombok, aber leider hat sich durch den Tourismus dort viel geändert. Umso froher bin ich, nun das authentische Lombok mithilfe von Edi entdecken zu dürfen. Wir spazierten auch durch den umliegenden Monkey Forest mit wilden Affen ohne Eintrittsgelder und Massenschau, wie in Ubud. Dort trafen wir auf eine Gruppe von scharzen Affen (sonst sieht man überall immer nur graue), die durch die Bäume sprangen, und mich mit irgendwelchen Pflanzen bewurfen und man musste aufpassen, dass die kleinen Schlingel einen nicht auf den Kopf pinkeln. Dann brachte mich Edi auf einen Aussichtspunkt vor dem Dschungel, wo man eine fantastische Aussicht auf ganz Lombok hat, auch wenn die Sicht leider nicht sehr klar war.

Am Sonntag machten wir einen Tagesausflug an die Ostküste Lomboks, um 4 der geheimen unbewohnten Gili Inseln zu besuchen. Ich hatte das Priveleg ganz allein mit Edi und den 2 Bootsfahrern raus auf’s Meer zu fahren. Zuerst fuhren wir zur kleinsten Insel, die ich jemals gesehen habe, welche aufgrund der hohen Flut gestern, kaum zu sehen war.

Aber diese Mini-Insel namens Gili Kapal hat mich dennoch stark beeindruckt, denn noch nie hatte ich solch ein klares kristallblaues Wasser gesehen. Es war ein tolles Gefühl mitten im Meer alleine auf einer einsamen Mini-Insel zu stehen, umgeben von so wunderschönem klarem Wasser, aus dem ich am liebsten gar nicht mehr raus wollte :) Danach fuhren wir zur Mangrove Insel, welche nur aus Mangroven Bäumen bestand, wir fuhren ganz langsam durch die Mangroven hindurch und dort in der Nähe ließ es sich super schnorcheln.

Daraufhin besuchten wir Gili Bindara, wo es mir persönlich am besten gefiel, aufgrund des langen schönen Sandstrandes und türkisblauen klaren Wassers und weiteren tollen Korallenriffen zum schnorcheln. Es ist schwer diese Orte zu beschreiben, ohne mich ständig zu wiederholen, aber es das Wasser war einfach nur traumhaft klar und man konnte meterweit unter Wasser den Meeresgrund sehen.

Als wir ankamen, war schon ein weiteres Boot dort. Wir trafen ein italienisches Pärchen aus Ravenna, Nicola und Giulia, welche 3 Wochen in Indonesien auf Hochzeitsreise sind. Ich freute mich mit ihnen mal wieder etwas mein Italienisch auffrischen zu können.

Anschließend fuhren wir zur Robinson Insel Gili Kondo, der bekanntesten unter den 4 Inseln, wohin viele Einheimische gerne ab und zu entfliehen, um dort zu campen. Es gibt ein paar offene Hütten, die man nutzen kann, aber davon abgesehen heißt es dort Selbstversorgung. Als wir ankamen, waren wir glücklicherweise die einzigen, doch das änderte sich schnell.

Während ich ein Mal um die Insel lief, kamen weitere Boote an. 3 Leute hatten bereits ihr Camp aufgeschlagen und dann kam ein Boot voller Rentner an und die ruhige Idylle der einsamen Robinson Insel war vorbei. Unter den Rentnern waren auch viele Deutsche, vor denen hat man auch nirgendwo seine Ruhe ;) Für mich stand fest, nichts wie weg, das ist mir zuviel Trubel, und außerdem mochte ich den Strand von Gili Bindara eh viel lieber, wo das Wasser auch schöner war, weil es dort kein Seegras gab. Wir warteten also bis Melong mit dem Boot vom Fischen zurück war, und fuhren zurück zu Gili Bindara, Gott sei dank! Melong war erfolgreich fischen, genial. Fragt mich nicht, wie dieser Fisch heißt, mir wurde auch nur „langer Fisch“ geantwortet ;) Als wir zurück kamen, hatten die Bootsfahrer von Nicola und Giulia Süßkartoffeln auf der Insel gesammelt und im Feuer zubereitet, so hatte ich etwas vernünftiges zum Mittagessen, nicht nur Papaya und Melone und Kokoskekse. Wir verbrachten den restlichen Nachmittag dort und ich wäre am liebsten dort geblieben, aber wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen…

Zurück in Tetebatu, gesellten sich abends Edi, Bram, Yusuf und eine andere Deutsche, Nadja aus Freiburg, vom 2. Gästezimmer, zu mir auf die Terrasse und wir ließen den Abend entspannt und witzig ausklingen, mit Ausdrücken wie „Papperlapapp“ :)

Nun bleiben nur noch 2.5 Wochen meiner Reise übrig, unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Ich mag gar nicht an meine Abreise denken :( Aber bis dahin habe ich ja noch ein bisschen Zeit den Süden und Westen Lomboks zu erkunden und ein paar entspannte letzte Tage auf Bali zu verbringen. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es bei mir weiter geht…Sampai jumpa!

 

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The past week was another highlight of my trip! Finally, I found the remote authentic places and islands that I had been waiting for all the time :) I’ve been doing some intense island hopping, 6 in 1 week, not bad, right?

Let’s start with Gili Meno, where we stopped in my last blog post. I enjoyed the time on Gili Meno very much and I therefore stayed there one more day. It was so nice and quiet there, no traffic, hardly tourists, wild beaches, delicious food … I listened all day to the sound of the ocean and did nothing else than reading, listening to music, walking, swimming and a lot of sunbathing .. . I felt the Ramadan around me, because of the owner and staff of my guest house, since they seemed to be a little more sleepy and quiet during the day … I imagine it must be hard, having no food and nothing to drink starting at 5am, when the sun rises, until 6pm, when the sun goes down … but most of the Indonesians that I’ve met don’t miss eating and drinking as much as smoking. They can’t wait to light a cigarette as soon as the 6pm praying is over. In my guesthouse I met Anga, 24 years old, from Lombok. He cooked every day delicious food for me, but of course he can taste nothing at all during the day, so he tests the taste by the smell, and I have to say, he knows what he’s doing, it tasted fantastic :) For him, it’s not difficult anymore to resist the scent of food, since he is used to fasting every year for a month. Like almost all the Indonesians who I’ve met so far, he loves to sing, especially romantic songs, the Indonesians seem to be romantic … He also speaks a bit of German and even sang me a song from an old German folk singer, Peter Maffay, unbelievable that he knows it, I had to laugh so much :) My estimated age here is 25/26 by the way, they say the constant smiling keeps me young, very good, since I do it automatically – and chilli eating also helps to stay young – so I seem to do everything right ;) On Thursday, I went for a snorkeling tour with Anga. We had to walk for a long time until we came to the deeper water where you can swim. Anga just walked barefoot, as if there was soft sand under our feet, but the ground full of destroyed coral pieces hurt me so much that I could barely move forward and in the end Anga went back to get me proper shoes (I don’t understand how his feet can stand the pain without hurting himself). Anyway, our snorkeling tour was successful, we met 3 giant turtles under water. But that wasn’t all, right at the beginning, when it finally went deeper, my leg also hit a hard coral reef when I was pushed back by a wave. Ouch! That burnt a lot while we were snorkeling, but the salt water and later fresh aloe vera from the garden made the wound heal quickly. The great thing about my accommodation was that I could see both, the sunrise and the sunset from the north coast, and during my last evening on Gili Meno, accompanied by Anga, we watched the best sunset as a goodbye present…

On Friday, I took the first public boat to Lombok at 8am, overcrowded but only for 1€, super cheap! The boarding was again very amusing with the waves and the high number of passengers on the relatively small boat, but we didn’t sink and arrived safely on the other side in Lombok Bangsal. In advance, I had already contacted Edi, a local guide from Tetebatu, who was recommended to me by Julia, from the B&B in Jimbaran. She met him a few weeks ago, but had previously heard of him through the blog „home is where your bag is„. A German and English Southeast Asia travel blog, which offers fantastic travel reports and insider tips, including Lombok. This blog was founded by Tobi and Marcel in 2012 and I can only recommend you to have a look at it, it’s worth it. Anyway, I contacted Edi a few days before and he was so kind to organize an accommodation in Tetebatu and picked me up in Bangsal at the harbour. We drove 2h to the Tetebatu Indah Homestay (www.tetebatuindahhomestay.com), which is located outside of Tetebatu in a small village in the middle of the rice terraces at the foot of the second largest volcano of Indonesia, the Rinjani. I was received by Edi’s uncle Bram, the owner of the homestay, who offered me a small bungalow with a terrace and a view of the volcano Rinjani. Apart from guest rooms, Bram also offers volcano trekking and day trips to explore Lombok. So far I haven’t been accommodated in any place that was so authentic and it really gave me a bit the feeling of being part of the family life here. I am very grateful for this experience :)

At noon, we took Edi’s moped for a tour around, which was interrupted by a flat tire a few minutes after leaving. But luckily we were only 3min away from a small workshop. Another Indonesian guy, who was passing by, offered me a ride back to the workshop. After a few minutes, the motor mechanic stopped because he had to leave to the mosque for the noon praying. So we waited an hour until he came back, witty. While we were sitting together with the mechanic’s family, the grandfather, who was over 90 years old, came out of the house, gave Edi and me his hand, walked around me and then asked in Indonesian whether I was a boy or a girl. Everyone started laughing out loud … I just hope that it was due to his bad vision and not due to my bad appearance :) After an hour the flat tire was repaired again and we drove on to the waterfall in Semporonan. There was finally a powerful shower to get rid of a week of salt water showering :) I jumped under the waterfal and couldn’t avoid to scream, because it felt so liberating … Then we drove to a hand weaving village called Pringgasela, where a man called Asmui led us around and explained the manufacturing process of the 3 different types of Sarongs. The women of the village show the tradition of weavering from generation to generation and learn the process up to 10 years before they can master the work with the wood weaving machine perfectly. Unfortunately, time changes slowly and the modern young girls have to go to school and study, and hardly find time to learn the technique of weaving. One can only hope that the handcraft art doesn’t die out. There are sarongs with cotton out of chemical colours from Java, whose colours are have stronger than natural ones. The first-class ones are made with a bigger range of colours and have special Lombok patterns called „Sasak“. This production takes about 2.5 weeks and the first-class sarongs are used for ceremonies and weddings, while the second-class ones only are produced in 2 weeks and are for an everyday use with less colors and no special „sasak“ patterns. There are also the naturally coloured Sarongs, whose colours are made of plants, flowers, leaves, wood or similar. Their production takes about 3 weeks due to the dyeing process. Every sarong is unique and hard work. You can use them as clothes, bed covers, tablecloth, etc. Of course, I also tried on some models, but unfortunately there was only space for one sarong in my cabin backpack, otherwise I would have loved to buy more to support the village community. Afterwards we went to Loyok, to a bamboo workshop, where women make all kinds of decorative articles, lamps, bags, etc. made of bamboo. The woman, who greeted us warmly, was called Atun, which made me smile, since „atún“ means tuna in Spanish. She invited me for a tea and sweet homemade rice crackers, and in a few minutes she made a ring of bamboo for me as a souvenir. Once again, I couldn’t resist, and bought a souvenir for my sister. If I had more room in my backpack and more savings, I would buy a lot more, but my baggage and budget are limited unfortunately and I told Edi, he shouldn’t show me further handmade products, otherwise my backpack will explode ;) However, there was one last stop. We visited a neighbour from the guest house to buy the delicious spicy Lombok chilli and Lombok coffee from their home cultivation. And since I’m on Lombok, I must definitely take some chilli home, since „Lombok“ means chilli in the Indonesian national language Bahasa, and I now love spicy food even more than before.

Meanwhile, it was already evening, and I almost practiced some Ramadan during the day, as I had no proper lunch, only small bananas, a few homemade potato chips and rice crackers. My stomach didn’t like that at all, and I got nasty stomach cramps all night as revenge. In addition, I could hear the Ramadan prayers from the loudspeakers of all the surrounding mosques from 7pm until 1am and then starting again at 4am (last night also at 2am), so I practically didn’t sleep at all during my first night on Lombok. But still, it is exciting for me to experience Ramadan so close, it feels a little bit mystical and really shows me the local culture. Here is a short recording to get an impression of the nocturnal sounds in Tetebatu these days: Audio_170609

On Saturday, Edi picked me up at 8am to explore the surrounding rice terraces. We strolled through the village, through the neighbours‘ properties, passed by families, and once again barking dogs until we reached a rice field to start our tour. Each family owns their own rice field and works for themselves. Most grow second-class rice, as the cultivation takes only 4 months to harvest, so they can harvest 3 times a year. The first-class rice lasts 6 months to the harvest and is rarely cultivated rather for special occasions. I was even able to help a bit with the rice harvesting, so the rice farmers had something to laugh about :) We literally climbed and balanced through the rice terraces for 4h. My super suitably Victoria textile shoes now look even more muddy, and I’m glad that I didn’t fall from any rice terrace as it happened to other tourists. We met some families on their rice fields and sat down in small huts to have a rest, where I could practice my few sentences of Indonesian. The children always looked at me with big eyes and shouted „Helloooo“ when they saw me from a distance, very cute :) I got fresh beans and chili to taste, we took a piece of fresh ginger for ginger tea later and a farmer also gave us 2 big sweet potatoes to prepare. It is unbelievable how many plants, fruits, vegetables and trees are growing on this fantastic green island … I can imagine that many years ago Bali must have been similar to Lombok, but unfortunately it has changed a lot due to tourism. I’m so glad to be able to discover the authentic Lombok with the help of Edi. We also strolled through the surrounding Monkey Forest with wild monkeys without entrance fees as in Ubud. There we met a group of black monkeys (usally you can only see grey ones everywhere), jumping through the trees and throwing plants at me, while we had to be careful that the little rascals wouldn’t pee on our heads. Then Edi took me to a hill in front of the jungle, where you have a fantastic view over Lombok, even though the view was not very clear on Saturday, it was still beautiful.

On Sunday, we made a day trip to the east coast of Lombok to visit 4 of the secret uninhabited Gili Islands. I had the privilege to be alone on the boat with Edi and the 2 boat drivers. First we drove to the smallest island I’ve ever seen, which was barely visible yesterday, due to the high tide. But this mini island called Gili Kapal still impressed me, because I had never seen such a clear crystal blue water. It was a great feeling to stand in the middle of the sea alone on a secluded mini island, surrounded by so beautiful clear water – I barely wanted to leave. Afterwards we went to the Mangrove island, which consists only of mangrove trees. We drove very slowly through the mangroves and nearby we could do some nice snorkeling. Then we visited Gili Bindara, which I personally liked the most because of the long beautiful sandy beach and turquoise blue water and other great coral reefs to snorkel. It is hard to describe these places without constantly repeating myself, but the water was just fantastic and you could see the seabed from the surface many meters deep underwater. When we arrived, another boat was there. We met an Italian couple from Ravenna, Nicola and Giulia, who are enjoying their 3 weeks honeymoon trip in Indonesia. I was happy talking to them to be able to brush up my Italian a bit. Then we went to the Robinson Island Gili Kondo, the most famous among the 4 islands, where many locals like to go camping from time to time. There are a few open cabins that you can use, but apart from that, you have to bring everything yourself. When we arrived, we were fortunately the only ones, but that changed quickly. As I walked around the island, more boats arrived. 3 people had already set up their camp and then a boat full of pensioners arrived and the quiet idyll of the lonely Robinson Island was gone. There were also a lot of Germans among the pensioners, it seems like I can never escape the Germans ;) That was too much of a hustle and bustle for me, and apart from that, I preferred the beach of Gili Bindara anyway, where the water was more beautiful because there is no sea grass. So we waited until Melong was back from fishing with the boat, and drove back to Gili Bindara, thanks god! Melong had success while fishing, awesome. Don’t ask which kind of fish, he only answered „long fish“ when I asked him. When we came back to Gili Bindara, the boatmen of Nicola and Giulia had gathered sweet potatoes on the island and cooked on fire, so I even had a proper lunch, not just papaya, melon and coconut biscuits. We spent the rest of the afternoon there and I would have liked to stay there even longer, but one should go when it is most beautiful… Back in Tetebatu, Edi, Bram, Yusuf and another German girl, Nadia from Freiburg, who was staying in the second guest room, joined me on the terrace and we spent a funny evening all together, learning the use of „papperlapapp“ :)

  • Now, there are only 2.5 weeks left of my journey, incredible how time flies. I don’t want to think about my departure yet :( I still have some time to explore the south and west of Lombok and to spend some relaxing last days on Bali. I’ll keep you posted about my next adventures … Sampai jumpa!
Sabs
Sabine Runge

Hi, Ich bin Sabs, 31 Jahre alt, komme ursprünglich aus Magdeburg (D) und lebe seit 6 Jahren in Barcelona (ES). Reisen ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens, sowohl beruflich als auch privat. Ich freue mich riesig, mir dieses Jahr einen lebenslangen Traum erfüllen zu können: eine längere Reise ganz allein ohne konkreten Reiseplan :) Frei nach dem Motto: Wir reisen nicht um dem Leben zu entkommen, sondern damit uns das Leben nicht entkommt... Ich möchte einfach mal alles hinter mir lassen, aus der Routine ausbrechen und mich ins Ungewisse stürzen. Es erwarten mich 2 spannende Monate in Indonesien, auf der Suche nach Entspannung, positiver Energie und Abenteuern, fern von Alltagsstress und Sorgen...meine inneren Glücksgefühle schrien nach Abwechslung vom vielen Lindy Hopping, daher versuch ich's die nächsten Wochen mal mit Island Hopping ;-) Wenn ihr Lust habt, mir online auf meiner 'planlosen' Entdeckungstour beginnend auf Bali zu folgen, dann aufgepasst, am 5. Mai geht's los! ________________________________________________________________________________________________ Hi, I'm Sabs, 31 years old, originally from Magdeburg (Germany) and living in Barcelona (Spain) for almost 6 years. Traveling is a very important part of my life, both professionally and privately. This year, I'm very excited to finally be able to fulfill myself a lifelong dream: a longer trip all on my own without concrete travel plans :) Following the motto: We travel not to escape life, but for life not to escape us... I simply want to leave everything behind, break out of the routine and jump into uncertainty...2 months in Indonesia await me, looking for relaxation, positive energy and adventures, far away from the daily stress and worries...My inner feelings of happiness were crying out for a change from all that lindy hopping, so I decided to give island hopping a try ;-) If you'd like to follow me online on my 'aimless' discovery tour starting on Bali, stay tuned, I'll be off on May 5!

1Comment
  • Sabs
    Sabs
    Posted at 14:14h, 12 Juni Antworten

    Wenn ihr Edi aus Tetebatu kontaktieren möchtet, schreibt ihm einfach eine Whatsapp Nachricht, er freut sich gabz bestimmt :)

    If you wish to contact Edi from Tetebatu, ypu can send him a whatsapp message, he’ll be pleased to show you around :)

    +62 823-3916-8368

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