Abschied ~ Time to say goodbye…

Abschied ~ Time to say goodbye…

Die letzten Tage meiner Reise habe ich es langsam angehen lassen…ich bin traurig, dass die Reise schon zuende geht und nehme mir viel Zeit zum nachdenken…ich überlege, wie es in meinem Leben weitergehen soll und spüre, dass diese Reise ziemlich viel in mir auf den Kopf gestellt hat – im positiven Sinne :)

Der vergangene Dienstag war Fabrizzios und mein letzter Tag in Lombok Kuta…leider ging unsere gemeinsame Zeit viel zu schnell rum :( Ein letzter Spaziergang durch das Dorf, ein leckeres Abschiedsessen und 2 traurige Gesichter … Am Mittwoch Morgen ging mein Weg dann mit Tränen weiter in den Westen Lomboks, nach Tawun, auf der Halbinsel Sekotong. Dort wollte ich meine letzten 2 Tage in Lombok verbringen. Ich fand ein Bungalow direkt am Strand, wahnsinnig idyllisch und der perfekte Ort, um mich gedanklich auf das Ende meiner 2-monatigen Reise und meinen Heimflug einzustellen…Ich verbrachte den gesamten Mittwoch einfach nur am Strand, starrte auf’s Meer und dachte nach…über die vergangenen 2 Monate, die Eindrücke während meiner Reise…positives und negatives…

Ich habe in den letzten Wochen das Paradies gefunden…wunderschöne grüne Natur, Reisfelder, Plantagen, Dschungel wohin das Auge reicht….traumhafte weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser…Ich habe 14 große, kleine und mini Inseln erkundet…lecker Essen und Chili probiert…und vor allem fand ich Entspannung und Erholung…Ich kann mich nicht zurück erinnern, wann ich das letzte Mal so entspannt war, das ist ein Segen! Diese Reise habe ich echt gebraucht, um mal abzuschalten und um meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist etwas Gutes zu tun. Doch abgesehen vom Paradies, fand ich auch fantastische Menschen auf meinem Weg…Ich verbrachte eine eine tolle Woche mit Stacy…ich lernte Isaac und Silvia (sowie Tania und Manu und Babsi und Lukas) kennen und wagte mich dank ihnen zu tauchen und habe nun sogar einen Tauchschein in der Tasche…ich hatte witzige Tage bei dem unerwarteten Besuch von Kristina…und ich begegnete glücklicherweise Fabrizzio, den ich in wenigen Tagen tief in mein Herz geschlossen habe und ziemlich doll vermisse…

Doch nicht alles in Indonesien war positiv, es gab auch unangenehme Dinge, dir mir Stück für Stück mehr auf den Keks gingen. Am meisten nervt mich das ständige abhängig sein von anderen Leuten, um mich fortzubewegen, aufgrund des Mangels an öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich kann es kaum erwarten, wieder zurück in einem Land zu sein, in dem ich mich vollkommen selbstständig fortbewegen kann, ohne laufend irgendwo hängen zu bleiben oder mit jemandem verhandeln zu müssen, um von A nach B zu kommen. Damit zusammen hängt ein weiteres lästiges Detail – die indonesische Männerwelt. Anscheinend gibt es eine Art Wettkampf unter den Männern auf Bali, Lombok und den Gili Inseln, bei dem es um’s Erobern von ausländischen Frauen geht, um mit ihnen vor den anderen Männern anzugeben und besser dazustehen. Seitdem ich alleine in den Norden Balis gereist war, lernte ich in jedem Ort Einheimische kennen, sei es im Gästehaus oder weil ich auf ihre Hilfe als Fahrer und Guide angewiesen war, um die Gegend kennenzulernen. Wahrscheinlich war es naiv von mir zu denken, dass die Männer hier aufrichtig hilfsbereit und freundlich sind, ohne etwas von mir zu erwarten. Offenbar leitet ein freundliches Lächeln hier direkt zu anhänglichen Verehrern. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, mir ist niemand zu nahe getreten und sie sind alle sehr respektvoll, aber es kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden, plötzlich jede Woche einen neuen Kontakt zu haben, der einem Tag und Nacht Nachrichten schickt und fragt was man tut und was man isst. Zumal sie dann auch noch eifersüchtig aufeinander werden oder ohne Anlass etwas daher schwafeln, wieviel man ihnen bedeutet. Das war echt zu viel des Guten! Am Anfang war es vielleicht noch schmeichelhaft, zu hören, wie schön mein Lächeln sei, aber am Ende fühlte ich mich richtig unwohl und brach den Kontakt ab, um meine Ruhe zu haben. In diesem Sinne, spiele ich nun allen einheimischen Männern vor, verheiratet zu sein und lasse mein freundliches Lächeln und meinen indonesischen Wortschatz stecken. Ich bin während meiner letzten Tage eher abweisend, da ich keine Lust mehr auf irgendwelche vergeblichen Flirtversuche habe – sie können sich eine andere Touristin als Trophäe suchen! Ich finde es nur schade, dass dieses Verhalten auch generell meinen Eindruck von den Indonesen in ein schlechteres Licht gestellt hat, aber es sind bestimmt nicht alle so…

Nun aber raus aus der Gedankenwelt zurück zur Realität…Am Donnerstag hatte ich das Glück, dass ein australisches Pärchen im Gästehaus ankam, das genau wie ich gerne das Insel-Hopping zu den nahe gelegenen Inseln, Nanggu, Sudak und Kedis machen wollte, denn alleine hätte ich den Ausflug nicht machen können :) Danni und Rise kommen aus Melbourne und wir verbrachten einen wundervollen Tag zusammen. Fern vom Massentourismus konnte ich glücklicherweise noch ein letztes Mal paradiesische Inseln und Strände erkunden, schnorcheln und in sympathischer Gesellschaft essen und Karten spielen :) Am Abend gab Danni sogar noch eine Yoga Stunde und so ließen wir einen fantastischen Tag entspannt ausklingen.

Außerdem gab es in Tawun kleine süße Beschützer, die mir nicht von der Seite wichen…

Danni und Rise retteten mir nicht nur den Ausflug am Donnerstag sondern auch die Rückreise nach Bali am Freitag…Nach der ekligen Anreise auf dem kleinen Speedboot, hatte ich mich entschieden, diesmal ein größeres und langsameres Transportmittel zurück zu nehmen – die Fähre. Danni und Rise hatten mit ihrem Motorrad denselben Plan. Wir brachen früh um 7.30 im Gästehaus auf und kamen gegen 8.30 an, doch leider fuhr die Fähre nicht vor 10.00 los. Daraufhin dauerte es ganze 4h bis wir endlich in Padangbai auf Bali ankamen, aber dafür kostete die Fahrt nur 3 EUR. Nur gut, dass ich nicht alleine war, denn ohne Danni und Rise wäre ich die einzige Touristin gewesen und die indonesischen Casanovas stürzten sich direkt auf mich, bis Danni und Rise das Motorrad geparkt hatten und zu mir gestoßen waren. Echt nervig…Als wir 14.00 endlich auf Bali ankamen, ging meine Odyssee noch 3,5h weiter, bis ich nach insgesamt 10h endlich im Süden Balis, in Jimbaran ankam. Ich widmete mich mal wieder dem Fasten und hatte seit morgens um 7.00 bis abends 19.00 nix gegessen. Die Müdigkeit und der Hunger während der Reise setzten mich so außer Gefecht, dass ich es nicht mal bemerkte, dass ich unterwegs meine Turnschuhe verloren hatte. Das stellte ich erst am nächsten Morgen fest, ojeminee…Ich freute mich riesig auf das bequeme Bett und meinen wohlverdienten Schlaf…Leider wurde dieser um Mitternacht von einem lästigen Krabbeln und Pieken im Bett gestört. Als ich das Licht anstellte, fand ich Bettwanzen, das hatte mir in meinen letzten Nächten grade noch gefehlt :-/ Ich ging also runter zur Rezeption, zeigte die Beweisfotos und konnte in ein Bettwanzen-freies Bett in ein 4-Bettzimmer umziehen. Am nächsten Tag wurde mir ein neues Einzelzimmer zur Verfügung gestellt und das betroffene Zimmer sowie meine Wäsche wurde gereinigt…

Meine letzten Tage verbringe ich in Jimbaran und wenn es nicht grade wie heute bewölkt und verregnet ist, fahre ich zum schönen Karma Beach und versuche meine letzten Tage auf Bali zu genießen…Es fällt mir schwer, denn irgendwie zieht mich das Ende dieser Reise und das Abschiednehmen ganz schön runter, aber irgendwann mussten diese 8 Wochen ja ein Ende nehmen…übermorgen früh geht mein Flieger zurück nach Singapur und abends geht es dann weiter über London zurück nach Barcelona. Bloß gut, dass am Samstag mein Schwestherz Sandra und meine süße kleine nichte Leona für 10 Tage zu Besuch kommen, das muntert mich auf und verschont mich hoffentlich vom Rückkehr-Blues :) Außerdem steht ab Mitte Juli mein Harley Davidson Roadtrip durch Spanien und Portugal mit meinem guten Freund Henrique an. Und im September werden Fabrizzio und ich uns in Barcelona wiedersehen – Es gibt also viele schöne Gründe zur Vorfreude :) Und ich werde hoffentlich noch sehr lange von den traumhaften Erinnerungen der letzten 2 Monate zehren und versuchen, meine innere Entspannung beizubehalten…Es war mir eine Freude, euch von meinen Abenteuern beim Insel-Hopping in Indonesien während der vergangenen 8 Wochen zu berichten und ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen :)

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The last few days of my trip, I’ve taken it slowly … I’m sad that the journey is already coming to an end and I’m taking a lot of time to think … I’m thinking about what I want in life and feel that the journey has turned a lot upside down inside me – in a positive way :)

Past Tuesday was Fabrizzio’s and my last day in Lombok Kuta … unfortunately our joint time passed by way too fast :( A last walk through the village, a farewell meal and 2 sad faces … On Wednesday morning, I went with tears to the west of Lombok, to Tawun on the peninsula Sekotong. There I wanted to spend my last 2 days in Lombok. I found a bungalow right next to the beach, incredibly idyllic – the perfect place to set my mind for the ending of my journey and my way back home … I spent the entire Wednesday at the beach, starring at the sea, thinking … thinking about the past 2 months and the impressions during my journey … positive and negative …

I found paradise in the last few weeks…beautiful green nature, rice fields, plantations, jungle as far as my eyes can reach … dreamlike white sand beaches, turquoise blue water … I explored 14 large, small and mini islands … I tried some delicious food and chilli … and above all I found relaxation … I can’t remember the last time when I was so relaxed, that’s a blessing! I really needed this trip to switch off and to do something good for my body, soul and mind. But apart from paradise, I also found fantastic people on my way: I spent a great week with Stacy … I met Isaac and Silvia (as well as Tania and Manu and Babsi and Lukas) and dared to dive thanks to them … I had funny days during the unexpected visit of Kristina … and fortunately I met Fabrizzio, whom I took deep into my heart in only one week and whom I miss a lot …

But not everything in Indonesia was positive, there were also unpleasant things, that were getting on my nerves bit by bit. The most annoying thing is the constant depending on other people to move around, due to the lack of public transport. I can’t wait to be back in a country where I can move around completely independently, without getting stuck or having to negotiate with someone to get from A to B. This leads me to another annoying detail – the Indonesian male world. Apparently, there is a kind of competition among the men on Bali, Lombok and the Gili Islands, to conquer foreign women in order to show off in front of the other men. Since I had traveled to the north of Bali alone, I met locals, either in the guesthouse or because I needed their help as a driver and guide, to get to know the area. It was probably naive of me to think that the men here were genuinely helpful and friendly without expecting anything from me. Apparently, a friendly smile leads directly to many admirers. Don’t get me wrong, they were all very respectful, but it can be quite exhausting after some time, to receive messages day and night, asking what I’m doing and what I eat, from several locals at the same time. Especially when they are getting jealous of each other. In the beginning, it might have been flattering to hear how beautiful my smile is, but in the end I felt really uncomfortable and cut off the contact to all of them. Now, I pretend to be married in front of the locals and leave my friendly smile and my Indonesian vocabulary behind. I’m rather cold so that they leave me alone – they should look for another tourist as a trophy! I find it a pity that this behavior leaves my impression of the local people in a rather bad light, but I’m sure not everybody is like that…

But let’s leave the world of thoughts and go back to last week’s experiences … On Thursday, I was lucky that an Australian couple arrived at the guest house and wanted to do the island hopping to the neighbour islands, Nanggu, Sudak and Kedis – just like me, but I had been told that I couldn’t do the trip alone. Danni and Rise come from Melbourne and we spent a wonderful day together. Far away from mass tourism, I was lucky enough to explore paradise islands and beaches one last time, to do some snorkeling and to eat and play cards in good company :) In the evening, I could even join Danni for a free yoga class.

And there were super cute puppies following and protecting us at the guest house…

Danni and Rise saved as well my return trip to Bali on Friday … After the disgusting outward journey on the small speedboat, I decided to take a bigger and slower mode of transport for my way back – the ferry. Danni and Rise had the same plan with their motorbike. We left early at 7.30 am from the guesthouse and arrived in Lembar around 8.30 am, but unfortunately the ferry didn’t depart until 10 am. Then it took 4h until we finally arrived in Padangbai in Bali, but it was much cheaper than a speedboat, only 3 EUR. Luckily I wasn’t alone, because without Danni and Rise I would have been the only tourist among many locals and the Indonesian Casanovas didn’t leave me alone, until Danni and Rise had parked their scooter and came to me. Really annoying … When we finally arrived in Bali at 2 pm, my odyssey went on for 3.5h, until I finally arrived in the south of Bali, in Jimbaran, after a total of 10h. I once again devoted myself to fasting and had no food between 7am and 7pm. The tiredness and the hunger during the trip even made me lose my sneakers without realizing. I didn’t notice my lost until the next morning, oh boy … I was looking forward to the comfortable bed and my well-deserved sleep … Unfortunately, I was disturbed at midnight by an annoying crawling and biting in the bed. When I turned on the lights, I found bedbugs :-/ So I went down to the front desk in order to move to a bedbug-free bed in a 4-bed dorm. The next day I received a new single room and the bedbugs-room has been cleaned, as well as my clothes …

I try to enjoy my last days on Bali, going to the beautiful Karma beach,when it’s not as cloudy and rainy like today … It’s hard for me, because the end of this trip is getting me down, but somehow these 8 weeks had to come to an end … On Wednesday morning, I’ll take a flight back to Singapore and in the evening I’ll fly back over London to Barcelona. I’m happy that my sister Sandra and my sweet little niece Leona will come to visit for 10 days on Saturday, so I’ll be entertained instead of having a post-vacation blues :) Afterwards, I’ll have a Harley Davidson road trip through Spain and Portugal with my friend Henrique … and in September, Fabrizzio and I will see each other again in Barcelona – Many positive things to look forward to :-) And I’ll hopefully benefit from the dreamlike memories of the past 2 months for a long time and try to keep my inner relaxation … It was a pleasure to share my adventures during my 8 weeks island hopping in Indonesia with you and I hope you enjoyed reading my blog :)

Sabs
Sabine Runge

Hi, Ich bin Sabs, 31 Jahre alt, komme ursprünglich aus Magdeburg (D) und lebe seit 6 Jahren in Barcelona (ES). Reisen ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens, sowohl beruflich als auch privat. Ich freue mich riesig, mir dieses Jahr einen lebenslangen Traum erfüllen zu können: eine längere Reise ganz allein ohne konkreten Reiseplan :) Frei nach dem Motto: Wir reisen nicht um dem Leben zu entkommen, sondern damit uns das Leben nicht entkommt... Ich möchte einfach mal alles hinter mir lassen, aus der Routine ausbrechen und mich ins Ungewisse stürzen. Es erwarten mich 2 spannende Monate in Indonesien, auf der Suche nach Entspannung, positiver Energie und Abenteuern, fern von Alltagsstress und Sorgen...meine inneren Glücksgefühle schrien nach Abwechslung vom vielen Lindy Hopping, daher versuch ich's die nächsten Wochen mal mit Island Hopping ;-) Wenn ihr Lust habt, mir online auf meiner 'planlosen' Entdeckungstour beginnend auf Bali zu folgen, dann aufgepasst, am 5. Mai geht's los! ________________________________________________________________________________________________ Hi, I'm Sabs, 31 years old, originally from Magdeburg (Germany) and living in Barcelona (Spain) for almost 6 years. Traveling is a very important part of my life, both professionally and privately. This year, I'm very excited to finally be able to fulfill myself a lifelong dream: a longer trip all on my own without concrete travel plans :) Following the motto: We travel not to escape life, but for life not to escape us... I simply want to leave everything behind, break out of the routine and jump into uncertainty...2 months in Indonesia await me, looking for relaxation, positive energy and adventures, far away from the daily stress and worries...My inner feelings of happiness were crying out for a change from all that lindy hopping, so I decided to give island hopping a try ;-) If you'd like to follow me online on my 'aimless' discovery tour starting on Bali, stay tuned, I'll be off on May 5!

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