Le Lavandou und Essen in Frankreich

Le Lavandou und Essen in Frankreich

hin und zurückKapitel 3

Der Hauskauf
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Wenn ein Schweizer im Ausland ein Haus kauft, reibt man sich die Hände zum voraus.

Der Immobilienhändler fragt als erstes:
„Ah, sie sind Deutsche?“
„Nein, Schweizer!“ In der typisch schweizerischen Einbildung, dass das den Händler hocherfreut.
„Ah, Schweizer!“ Und er zeigt Freude, ein Glitzern taucht auf in seinen Augen.
Der einfältige Eidgenosse sieht dahinter nichts, als die wahrlich, wahrhaftige Freude des Händlers ein waschech­tes, anständiges Schweizer Ehepaar vor sich zu haben, von den Auserwählten, welche in der heimatlichen Fahne das weisse Kreuz im roten Feld schweben lassen. Man wird von einem 1.August-Gefühl überwallt, als ob er eben stattfinden würde, der Nationalfeiertag.
„Jaja, die mögen uns Schweizer halt im ausländischen Ausland“, denkt man.
Weit gefehlt, sehr weit gefehlt. Das Glitzern in den Au­gen und die grosse Freude des Immobilienagenten be­ziehen sich ausschliesslich auf das sich anbahnende Ge­schäft. Er denkt sich innerlich frohlockend:
„Potz Tausend, Schweizer, da mache ich wieder einmal mit wenig Arbeit den grossen Reibach!“
Denn die Schweizer wollen sich im Ausland immer mit Generösität und gespielter Grosszügigkeit sympathisch machen. Die Schweizer feilschen selten, obwohl bei den Angebo­ten zum vorne herein ein Minimum­rabatt von zehn Pro­zent eingerechnet ist – Bei Gelegenheit sind aber auch ohne weiteres mal 15-25 und mehr Prozent „Rabatt“ zu erzielen. Ich habe mich später einmal mit einem Im­mobilienhändler unter­halten. Der war zwar selbstver­ständlich voll des Lobes über die Schweizer, mo­nierte aber trotzdem durch die Blume:
„Sehen Sie, die Schweizer sind dumm, die haben offenbar zuviel Geld, die feilschen um keinen Centime, haben es immer eilig mit dem Hauskauf, die lachen immer nur und sagen ja, ja, ist gut, ist toll, super, das nehmen wir …!“
Auch wir haben uns so angestellt. Immobilienhändler, so­genannte Agenturen, hat es an jeder Hausecke. Immobi­lien sind in Unmengen im Angebot, mehrheitlich Schrott, aber auch gute Schnäppchen.
Wir hatten es ebenfalls eilig, nicht dass uns gar eine gran­diose, fette Gelegenheit vor der Nase weg geangelt wür­de. Im Zentrum von Le Lavandou sahen wir im Schau­kas­ten einer Agentur ein paar gute Angebote ausge­hängt, wel­che, wie wir meinten, für uns in Frage hätten kommen können. Die Schwellenangst überwindend betra­ten wir den Laden und eröffneten unsere diesbezüglichen Inte­ressen, die angebotenen Liegenschaften mal besich­tigen zu können. Der Händler meinte aber unmissver­ständlich und souverän:
„Das ist nicht so einfach, sehen sie, bevor wir Objekte an­schauen gehen, will ich mit ihnen zusammen zuerst eva­luieren und analysieren, was ihre genauen Vorstellungen, ihre konkreten Wünsche sind.“
Sensationell! Professionell! Nun, wir gaben ihm diese, unseres Erachtens beschei­denen Bedürfnisse bekannt: Ruhig aber in Zentrumsnähe oder Bushaltestelle in der Nä­he, vier Zimmer, reno­vationsbedürftig kein Problem, soll­te aber trotzdem sofort bewohnbar sein, Komfort Otto Normalverbraucher, Garage, nicht zu grosses Grundstück aber etwas Garten und dergleichen.
„Sehen sie (ja, in Frankreich wird man ständig aufgefor­dert zu sehen), da scheiden von den von ihnen ausge­wählten Objekten in den Schaukasten schon mal zwei aus, das dritte steht kurz vor dem Verkauf und das vierte kann ich ihnen, jetzt wo ich sie besser kenne, nicht em­pfehlen. Da werden sie nicht glücklich!“
Alle grossartig umschriebenen und im Schaufenster ange­botenen Objekte waren plötzlich Scheisse oder ver­kauft. Anders herum gesehen: Lockvogelangebote, um uns in den Laden zu ködern.
Er offerierte uns nachmittags eine Besichtigungstour, auf welcher er uns interessante Objekte zeigen könne, die uns sicher gefallen täten.
Das erste Haus in einem Weiler von Le Lavandou hatte nur drei Zimmer, zwei davon winzig und nur mit kleinen, vergitterten Fenster belichtet. Das Haus von der Strasse her über lange Treppe erreichbar, von Garage und einem mögli­chen Gärtchen keine Spur, keine Bushaltestelle und zu Fuss bis ins Zentrum zwanzig Minuten an einer stark be­fahrenen Strasse ohne Gehsteig entlang. Tolle Meer­sicht zwar, aber ein Saulärm. Und der Preis enorm!
„Sehen Sie, dort unten an der Strasse können Sie einen Abstellplatz mieten.“ – Auf einem ausgedorrten Wiesen­stück, Niemandsland!
Das war also das Resultat der Evaluation und eingehen­den Analyse unserer Bedürfnisse und Wünsche.
Das zweite Objekt war 25 Fahrminuten von Le Lavandou entfernt. Ein alleinstehendes Haus – wohl selbst Fuchs und Hase zu abgelegen – umgeben von halbhohem, wildem Gehölz, ein Abbruchobjekt in miserablem Zustand. Zwei muffige Geschosse, diese nur mit einer halsbrecherischen Leitertreppe verbunden. Schimmlige Flecken an den Wänden, die ultimativ auf ein undichtes Dach hinwiesen. Weit und breit keine Bushalte­stelle, keine Ga­rage, auch keine Badewanne. Nur eine holperige Zufahrt und dürres Gehölz ums Haus herum.
„Sensationelle Brandgefahr“, würde wohl der Kollege bei diesem Objekt mit Recht kommentiert haben, der bei einer Schweizer Versicherung arbeitete, uns einmal besuchte, und dabei auf unzählige, enorme Brandgefahren „hier“ in Südfrankreich hinwies. Vor allem auf der dicht bewaldeten Insel Port Cros sichtete er ein unwahrscheinliches Potenzial von kolossalen Brandgefahren:
„Das sollte man unbedingt mal das tonnenweise herumliegende Holz räumen, das sind unglaubliche Brandgefahren. Unverantwortlich ist das, diese Brandgefahr!“
Löschwasser hätte es allerdings rings um die Insel herum in Massen.
Nun, seine Aussagen sind unverhofft durch schreckliche, aktuelle Ereignisse bestätigt worden.
Zurück zur Villa: Der Preis lag trotz allem über den­jenigen der tollen Schau­fensterangebote und beinahe so hoch, wie heute ein ein­faches, aber solid gebautes, neues Haus in der Schweiz kostet.
Und so ging es weiter, kein Lichtblick. Wir bekamen nicht ein Haus vorgestellt, das unsere Ansprüche an Raum, Lage und Komfort einigermassen erfüllt hätte.
Da war auch noch das Objekt in Form einer Baubaracke an einer rege befahrenen Kreuzung von Ortsverbindungs- und Quartierstrassen. Auf dem Grundstück – beinahe ans Haus angebaut – eine mächtige Tra­fostation, ein mehr als zweistöckiger Koloss in Form eines Turmes, welcher zugleich Schnittpunkt eines un­vorstellbaren Freileitungs­verkehrsknoten­punktes war. Keine Ga­rage, kein Bus, dünnste Holzwände, der Korridor knapp achtzig Zentimeter breit, ein­fach Unglaubliches für satte 220’000 Euro.
Ich glaube, der hatte die den Schweizern vorauseilende Einfältigkeit doch etwas zu tief angesetzt. Er machte den Vorschlag, am folgenden Tag weitere sehr, sehr interes­sante Häuser anschauen zu gehen. Er wisse jetzt ziemlich genau, was wir suchen täten.
„Sehen Sie, ich habe noch einige perfekte, einwandfreie Objekte, die ich Ihnen anbieten kann“, laverte er.
Wir lehnten dankbar ab und wollten nach dieser ent­täuschenden Besichtigungstour – oder wohl eher Tortour – einen Tag Pause einlegen.
Und so vergnügten wir uns, anstatt mit Abbruchhüt­tenstaunen eben vorerst allein mit Schaufensterlen – von Agentur zu Agentur. Dazwischen mal ein Aperitif in einem Bistro am Strand.
Dem Bistro gegenüber an einer Ecke war – wen wundert’s – auch wieder eine Immobilienagentur. Auch da studier­ten wir die Lockvogelangebote im grossen Schaufenster. Da hing auch ein Schild „Verlangen sie im Laden unsere vollständigen Angebotslisten“. Dem wollten wir Folge leisten. Zuerst die Frage:
„Was suchen sie genau? Sehen sie, da haben wir ver­schiedene Listen mit verschiedenen Preislagen für Woh­nungen, für Häuser und so weiter?“
Wir waren gerade am aufzählen unserer Wünsche, da meldete sich ein Herr aus dem dahinter liegenden Büro:
„Da habe ich wohl genau das Richtige für sie, gerade vor zwei Stunden neu hereingekommen. Ich habe es selber auch noch nicht gesehen, hier im alten Villenquartier von Le Lavandou, soll wunderschön sein …“
Wir vereinbarten auf Nachmittag eine Besichtigung.
Das Grundstück an einer ruhigen Sackstrasse gelegen, knapp zwei Gehminuten ins Zentrum von Le Lavandou, in einem sogenannten Gartenquartier schön terrassiert und bewachsen, ringsum traditionelle Häuser von Einge­borenen bewohnt, Meersicht, zum Strand drei Gehminu­ten, siebzig Meter zur Bushaltestelle der Linie St.Tropez-Toulon mit Stundentakt, ob dem Haus lauschige Plätze und genügend Fläche für einen klei­nen Garten.
Ein schmuckes Dreizimmer-Haus mit grosser Küche, Bad und Dusche, Wäscheraum und andere Nebenräume sowie eine dazu gehörige De­pendance in welcher ich mich schon fleis­sig am malen sah. Draussen Son­nenschein und das Umgelände voller Blumen, im Haus alles gut erhalten und wie neu. Und der Preis lag im Schnitt der am Vortag besichtigten Abbruch­objekte. Im Vergleich war das nun aber einfach ein ganz fettes Schnäppchen.
Wir hatten unser Traumhaus gefunden. Unumstössliche Liebe auf den ersten Blick.

Nachmittags trafen wir uns in der Immobilienagentur mit dem Händler und dem Eigentümer um einen Termin für die Unterzeichnung eines Kaufvorvertrags zu vereinba­ren. Dabei handelte es sich um eine Kaufabsichtser­klärung verbunden mit einer Anzahlung von zehn Prozent der Kaufsumme. Anders als in der Schweiz ist danach ein Rücktritt ohne weitreichende, finanzielle Folgen nicht mehr möglich.
Wir hatten es aus geradezu panischer Angst, es könn­ten uns vielleicht andere Interessenten unsere fette Beute wegschnappen, höchst eilig. Aus diesem Grunde unter­liessen wir es – naiv und einfältig – auch über­haupt nur einen Gedanken, geschweige denn ein Wort zum Thema Preisnachlass zu verschwenden.
Enorm war unser Gefühl, als wir darauf vom Eigentü­mer zum Aperitif und „hossahossa“ auch noch zum anschlies­senden Nachtessen eingeladen wurden. Mein Gott, der Himmel schien sich für uns zu öffnen.
Beim Schlürfen des Champagners – jaja, mit Knallkor­ken – strich der Noch­besitzer grossartig und weit ausschwei­fend seine Homeworker-Qualitäten heraus, und wieviel Stunden, Wochen, Monate, Jahre Arbeit und vor allem Kohle er in dieses Haus hineingesteckt habe. Seine Frau dazu ununterbrochen nickend bestätigte die Ausführun­gen ihres Mannes mit eingestreuten:
„Yes, my husband was incredible industrious.“
Es handelte sich um ein englisches Ehepaar. Und Englän­der schreiben Fairness ausnahmslos in Grossbuch­staben – meinten wir.
„Das Hausdach hat eine extrem gute Isolierung, ja gera­dezu hervorragend gut.“
Eine Kontrolle wäre nur mit einer Leiter möglich gewe­sen. Diese hatte er aber im Moment zufälliger- und dum­merweise auf seinem Schiff.
„Auch das Flachdach des Hinteranbaus ist tadellos. Das ist Schweizerqualität; denn der Anbau ist von einem in Le Lavandou ansässigen Schweizer Archi­tekten geplant und ausgeführt worden.“
„Den Warmluftkamin habe ich selber montiert, funktio­niert einwandfrei, herrlich. Vorher war es nur eine offene Feuerstelle, aber da hatte man den ganzen Rauch und die Asche in der Stubenluft.“
„Die Küche habe ich vor zwei Jahren komplett ersetzt, alles neu und nie gebraucht, da wir immer auswärts essen. Meine Frau kann eben leider ausser Tee nichts kochen, hähähähä …“
„Ja, kochen ist ein Horror für mich.“
Wir hörten angespannt zu und bekamen immer mehr das Gefühl, hervorragend gewählt zu haben. Wer denkt denn bei 34 Grad im Schatten schon daran, irgendeine Isolation auf Qualität zu überprüfen oder sicherheits­halber beim Warmluftkamin eine Funktionskontrolle mittels Einhei­zen vorzunehmen?
Im nahen Restaurant „La Zète“ genossen wir für ein­mal ausgezeichnete „le filet de sole“, ständig unter­halten mit Himself-Lobpreisungen über den englischen Heimwerker und dessen wundersame, brillante und präzise Arbeit, welche sich von der von den Eingebo­renen praktizierten Qualität, wie er mehrmals betonte, kolossal abhob.
Es war ein toller Tag für uns und äusserst zufrieden bega­ben wir uns in unsere Ferienwohnung zurück, um dort bis spät in die Nacht hinein in Träumen über eine phantasti­sche Zukunft zu schwelgen.
Zwei Tage später trafen wir uns beim Notar zur Unterzei­chnung des Kaufvorvertrages. Der Notar erklärte uns aus­führlich, dieser Vorvertrag zirkuliere jetzt bei mehre­ren Katasterregistrationsstellen und Grundbuch­ämtern, bei verschiedenen Steuerämtern, auf der Gemeindeverwal­tung, auf der Bezirksverwaltung und der­gleichen mehr. Im weitesten Sinne war es eben nicht nur eine unwider­rufliche Kaufabsichtserklärung, son­dern auch ein Antrag das Haus kaufen zu dürfen. Ver­schiedene Stellen hatten zu prüfen, ob da sicher alles mit rechten Dingen zugehe. Den Zeitaufwand für diese Zirkulation schätzte er auf zwei bis drei Monate. Da­nach – also zirka anfangs Sep­tember – könne der ei­gentliche Vertrag ausgefertigt und un­terschrieben wer­den. Nach der Unterzeichnung des Vorvertrages wurde uns ein massiges Bündel Schlüssel ausgehändigt. Und das Haus war unser.
Wir genossen – überaus zufrieden, in so kurzer Zeit mit so viel Glück eingedeckt worden zu sein – noch ein paar Tage in unserer zukünftigen, paradiesischen Heimat. Na­türlich nach wie vor völlig umnebelt von der Farbe rosa hatten irgendwelche Zweifel bei uns nicht die geringste Chance.

Kapitel 20

Le Lavandou
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„Geniessen Sie die Geruhsamkeit in diesem malerischen Fischerdorf. In einer hübschen Bucht gelegen, mit herr­lichem Sandstrand und einem reichhaltigen Freizeitange­bot ist Le Lavandou ein kleines Ferienparadies.
Der Bummel durch die romantischen Gassen …“

Werbung habe fertig!

Grosses, allergrösstes Aufwachen war in der ersten som­merlichen Hochsaison angesagt. Bei unseren seinerzei­tigen, der Auswanderung vorangehenden Besuchen erleb­ten wir Le Lavandou tatsächlich in mittlerer Geruhsam­keit. In unserer sensationellen Auswanderungseuphorie kam es uns selbstredend nicht in den Sinn, diesen Zustand zu hinterfragen:
„Halt mal Egloff, gibt es hier eventuell eine Hochsaison? Und wenn, wie ist es dann mit Geruhsamkeit?“
Die Antwort hätte negativ ausfallen können, und Nega­tivem, ja einfach allem, was unsere Überzeugung hätte untergraben oder unser Vorhaben in Zweifel bringen kön­nen, gingen wir strikte aus dem Weg. Dafür sorgte der „Wir wollen auswandern-Mechanismus“.
Überbordende Volksfeste, überfüllte Sonnenbrandsträn­de, enorme Sauglattmenschenansammlungen und derglei­chen sind die barsten Horrorvisionen für mich. Hätte mich vor der Auswanderung jemand mit zwei, drei Fe­rientagen in der Le Lavan­dourianischen Hochsaison be­straft, wäre ich dieser Per­son wegen dieser Tortur noch heute unverzeihlich böse. Sehr böse! Oder doch nicht? Wäre ich die­sem Wohltäter gar dankbar, weil er mich vor einer abver­reckten Auswanderung bewahrt hät­te. Vermut­lich – aber eine Auswanderung hätte wohl mit Sicherheit trotzdem statt gefunden. Wer weiss, vielleicht eine noch mehr abver­reckte, wenn das überhaupt möglich ist.
Le Lavandou war eh mehr zufällig das Ziel.

Ich zitiere einen Polyglott-Reiseführer „Côte d’Azur“ aus dem Jahre 1986, also zehn und mehr Jahre vor unserer Zeit heraus gegeben. Diesen Reiseführer fand ich kürzlich hier in Wohlen mehr zufäl­lig in einem Trödlerladen. Klar, ich wollte unter anderem selbstverständ­lich sofort nach­schauen, was da über Le Lavandou schön­färberisch gelo­gen steht. – Und siehe da! Kaum zu glauben, die schrei­ben Teile unserer Wahrheit:

Le Lavandou (4’000 Einw.)
Falsch wäre die Hoffnung, dort einen geruhsamen Urlaub verbringen zu können. Leider kann man hier eine traurige Feststellung machen: Ein Ort, der vor noch nicht allzu langer Zeit als „Geheimtipp“ gehandelt wurde, ist fest im Griff des Massentourismus. Während der Saison suchen hier gleichzeitig 100’000 sonnenhungrige Urlau­ber „Ruhe und Entspannung“ …

Fällt es Ihnen auf? – Sogar bei Polyglott setzten sie in die­sem Zusammenhang die Wortverbindung „Ruhe und Ent­spannung“ in Anführungs- und Schlusszeichen. Wohl auch weil sie bei einem solchen Sauhaufen von Menschen – angesammelt in einem damals 4’000 Einwohner zäh­lenden Städt­chen – doch ge­wisse Zweifel an der Mög­lichkeit ange­bracht sind, ob es tatsächlich möglich ist, da Ruhe und Entspan­nung geniessen zu können.
Wo logieren denn diese schon 1986 100’000 und heute noch weit mehr Sommergäste? Ein paar Hotel hat es, und auch Ferien­wohnungen, Ferienhäuser. Alles zusammen an Betten reicht aber bloß für einen Bruchteil dieser Massen, die sich Abend für Abend durch die Gassen zwängen und tagsüber die Ein­kaufsläden sowie -zentren füllen und verstopfen.
Wir erfuhren, dass unter anderem in den Wäldern west­lich von Le Lavandou in Richtung Meer Europas grösster Campingplatz installiert ist. Ein toller Campingplatz und von der Lage her tatsächlich Spitze, ja sensationell, das kann ich getrost und unumwunden bestätigen.

In der Hochsaison waren wir also in vielerlei Hinsicht völlig eingeschränkt. Weil wir Einkaufen gerne zu einem Zeremoniell machten, mussten wir das Ware besorgen auf den frühen Morgen ansetzen.
Denn ab zirka 9.00 Uhr herrschte Krieg in den Geschäf­ten: Die Gemüseabteilung war bald einmal nach der ers­ten Welle von gierigen Einkaufskämpfen einem Schlacht­feld gleich. Oder da gab es Er­wachsene und vornehmlich Halbwüchsige, die im Vor­beigehen in der Getränkeabtei­lung ungeniert Flaschen und Dosen leerten – ohne zu bezahlen, versteht sich – und mangels Toilettenanlagen in der Nähe kurz die Blasenfüllungen gleich in einer Ecke entsorgten. Deshalb war Pisse am Boden im alkoholfreien Getränkesektor ein total normaler Zustände.
Dazu gesellten sich die Eiligen und ranzigen Rüpel, wel­che einem in einer Däm­lichkeit sondergleichen ständig ihre Ein­kaufskarre in die Fersen schoben, und ganz all­gemein war da überhaupt auch noch die tolle Modeschau an knapper Wäsche mit Restsand am Arsch sowie die Vorführungen von ver­brannten, nach Schweiss duftenden Leibern bis hin zu einem unerbärm­lichen, wilden Ge­dränge an den Kassen.
War das herrlich! Da habe ich mich wohl gefühlt, wie eine Sau in einem Nähnadelbad. Sensationell!
Das Gedränge an den Kassen hatte auch den Grund in den Bezahlungsmodalitäten. Der Grossteil der Franzosen will zeigen, dass er über ein ordentliches Bankkonto verfügt und bezahlt deshalb gerne mit Cheque. Und zwar spielt das keine Rolle, ob er jetzt einen vollen Einkaufswagen oder nur einen Kaugummi kaufen will.
Bevor der Cheque ausgefüllt wird, steht also die Kont­rolle an, ob da auch wirklich alles richtig eingetippt wur­de. Da sich der Franzose gerne für den Gescheitesten aller Muttersöhne hält, ist die Kassierin auf jeden Fall schon mal dümmer, des­halb gehört deren Arbeit eingehend kon­trolliert. Einge­hend!
Herr und Frau Frankreich gehen zusammen die Posi­tionen durch, beginnen wenn möglich noch Diskussionen mit der Kassiererin, um dann endlich das Chequebuch zu zücken – aber ja nicht zu schnell! Darauf wird gemächlich der Cheque ausgefüllt und derselbe ebenfalls noch drei­fach kontrolliert. Dazu die Nummer des Cheques akri­bisch ins Kontroll­büchlein eingetragen, mit Betrag, Da­tum und Empfänger.
Dass hintenan eine Schlange von zwanzig Leuten steht, ist denen scheissegal. Viele sagen dem légère. Ich sage dem diletantischer, bürokratischer, egoistischer Terror an der Kasse.
„Und wenn schon, der grösste Teil dieser Schlange macht es ebenso“, denken sie – und haben Recht damit.
Man kann wohl sagen, man hat ja Zeit und noch mehr Zeit, viel Zeit, wenn dann aber hinter Ihnen ein alter, misslauniger Franzose steht, Sie ständig schubst mit sei­ner Karre, darin ein Plastikkanister Rosé, und über die Touristen sabbert, ist das nicht eine Frage, ob man Zeit hat oder nicht. Vor allem, wenn vor Ihnen noch ein Paar halbwegs in Unterwäsche oder im Pyjama vor sich hin furzt, ungewa­schen, da man erst Früh­stück einkaufen gehen wollte, die Toilettenanla­gen eh gerade besetzt waren, oder man sowieso im Sinn hatte, die Waschzeremonie im Meer abzuhalten. Warum nicht, da kann man dann zugleich noch ins Meer schiffen? Wo­mit auch dies erledigt wäre.
Uns verging auf jeden Fall die Lust auf Kolonnen stehen nach solchen und anderen Erlebnissen, aber gründlich.
Vom lauthals krähenden Baby im Brustbeutel, das soeben eine Darmentleerung hinter sich und Sie das dazu gehöri­ge Ehepaar unmittelbar vor sich haben, dafür hinter Ihnen zwei junge Tussis, die ununterbrochen im Duett den Re­frain des gerade geläufigen Strandhits vor sich hin träl­lern, will ich jetzt nicht berichten. Denn da gäbe es noch Interessan­teres – das war Fun, mein Gott!
Da waren noch die ganz Pfiffigen: Er stand mit der noch leeren Einkaufskarre schon mal in die Kolonne und sie schleppte ununterbrochen Ware an, sich dabei immer kreuz und quer durch die eng aufge­schlossenen Kolonnen zwängend. Das führte oft zu ganz netten Auseinander­setzungen.
Savoir vivre in reinster Form!
Doch, nicht immer war es so arg, denn ab und zu bezahlte mal einer seine zwei Artikel im Betrage von drei Euro mit der Kreditkarte. Dieses Prozedere dauerte dann etwas we­niger lang.
Nun, es muss Leute geben, denen solche Umstände be­hagen, die sich so wohl fühlen, ja viele Leute muss es geben. Eben allein In Le Lavandou waren es in der Hoch­saison 100’000 und mehr. Gleichzeitig, wohlverstanden, nicht etwa total, sondern gleichzeitig! Unsere Vorstel­lungen von gemütlich, behaglich, geruhsam standen die­sen Zuständen aber diametral entgegen.

Unser Einkauf fand in der Hochsaison also frühmorgens statt, aber nicht als Zeremoniell, sondern nur noch rein mit dem Einkaufszettel, raus mit der Ware und sofort nachhause bevor der Sturm losging.
Wir waren während dieser zwei Monate förmlich in unse­rem Gehege eingesperrt.
Besuche zu empfangen war unmöglich. Denn die Hotels waren alle bis unters Dach gefüllt. Am Strand wüteten Kämpfe um Bratfläche. Zu Tausenden und Abertausen­den rösteten sie die Haut. Und weil es zu unserer Zeit am gesamten, öffentlichen Strand nicht eine ein­zige Toilette gab, ging natürlich Krethi und Plethi sich ins Meer ent­leeren. Da kam es schon vielfach vor, dass gegen Abend an der Strandpromenade vom Meer her ein Duft zu riechen war, der einem das Gefühl geben konnte, man stehe irgendwo in einer alten Bahnhofspis­serei. Herrlich war das, ehrlich, wenn die Luft nach so etwas, wie nach süsssaurem Rosé duftete.
Auf den Ausflugsschiffen herrschte ein dichtes Gedränge – falls jemand kotzen musste, waren die rundum Stehen­den geraten, den Mund zuzuhalten, wenn sie keine Lust auf Vorgekautes hatten. Denn gebeugt vor sich auf den Boden zu reihern war nicht möglich in diesem Gedränge. Und es wurde viel, sehr viel gekotzt, glauben Sie mir, in Massen wurde da oft gereihert, wie wenn es obligatorisch zum Volksfest gehört hätte.

Essen in Restaurants fand in dicht gedrängten Schichten statt. Da stand der Kellner nebenan, bereit um einem den Teller zu entreissen, wenn man erst bei der Hälfte des Fisches angelangt war. Wenn man seinen vorwurfsvollen Blick in Worte umgewandelt hätte, wären da die ultima­tive Schelte heraus gekommen:
„Kannst du nicht etwas schneller essen, verdammt!“
Abends war in den Gas­sen beinahe kein Durchkommen.
Auf den Strassen herrschte ein Massenverkehr der ganzen Côte entlang.
Solche Verhältnisse wollten wir unseren Besuchern nicht zumuten. Wir haben allen eindringlich abgeraten, sich in dieser Zeit quälen zu kommen. Es kamen aber trotzdem ein paar wenige. Die erzählten dann zuhause:
„Leck mich, die Egloffs, die wohnen zwar schön, aber ich sag dir, insgesamt ist jedoch die Gegend touristisch total vollgepumpt und eingedeckt! Da könnte ich nicht leben, niemals, das sag ich dir.“
Genau wie wir damals bei unseren ersten Besuchen die eher geruhsame Situation im Städtchen auf das ganze Jahr umsetzten, machten das unsere, paar wenigen Hochsai­sonbesucher mit der von ihnen angetroffenen Situation des Rummels. Und wir lebten da ja auch nicht in der Hochsaison, wir lebten nicht, wir warteten auf das Ende des Sturms.

Ich hatte dann mal kurz die grandiose Idee:
„Da gehen wir eben während des hochsaisonalen Men­schenauflaufes zwei, drei Wochen in die Heimat Kamera­den besuchen.“
Aber wen willst du besuchen gehen, wenn sie alle im Ur­laub hocken?

Das pure Gegenteil, aber ansatzweise mit den gleichen Auswirkungen erlebten wir in der Winterzeit. Im ersten Jahr unserer Anwesenheit wurde uns das nicht voll be­wusst, weil wir mit Einrichten, Auspacken, Abdichten, Entdecken von Mängeln am Haus und anderem Kram beschäftigt und abgelenkt waren.
Im zweiten Winter mussten wir also feststellen, dass im Januar und im Februar mausetote Hose herrschte. Hotels geschlossen, Restaurants geschlossen, Bäckerei geschlos­sen, Bistros geschlossen, Geschäfte in den Gassen ge­schlossen …, trostlos, total trostlos.
Bekannte und Freunde meldeten mehrere Male Interesse an, aus dem Zürcher Nebel raus ans Meer zu kom­men. Wir konnten nur abwinken: Trostlos, total trostlos!

Total vier Monate im Jahr waren also gewissermassen aus dem Leben genommen, entaktiviert. Wir waren der Ein­samkeit ausgeliefert. Zeit für Depressionen.
Gegen das Ende unserer Auswanderung hin hatten wir in diesen Monaten schon ab und zu Heimweh. Vor allem auch, weil wir kon­statieren mussten, dass wohl in keiner Hinsicht positive Änderungen zu erwarten waren.

Kapitel 21

Essen wie Gott in Frankreich
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„Igitt, probier mal dieses Zucchettigemüse. Hat es da zu­viel Es­sig dran? Das ist so ekelhaft sauer!“
„Pfui Teifel! Nein, das ist nicht Essig. Das Gemüse ist ganz einfach grauenhaft – überlagert. Schau mal, es zieht Schleimfäden!“

Nichts Aussergewöhnliches! Und trotz solch Übelkeit erregenden Erlebnissen in Vielzahl hält sich die Mär „Essen wie Gott in Frankreich“ hartnäckig. Als ob es die Wahrheit und nichts als die Wahrheit wäre. Kreiert von Franzosen selber, als ein eigenlöblerischer Leitspruch in den Michelin­führern.
In keinem andern Land ringsum die Schweiz herum ha­ben wir so viele Male so unschmackhafte, ja eben gar miserable, verdor­bene Spei­sen vorgesetzt bekommen, wie in Frankreich.
Die Spitzenküche mag in Frankreich Spitze sein, aber es ist nicht die erst noch dünn gestreute und meist überrissen teure Spitzenküche, welche die Küche eines Landes aus­macht. Denn Spitzenküche gibt es nicht nur in Frank­reich, wie die Mär einem selbstherrlich anmassend glau­ben machen will. Die Küche eines Landes wird von der Durch­schnittsküche repräsentiert, nicht von ein paar Gault Mil­lau- oder Michelin-Bekränzten.
Die Durchschnittsküche von Frankreich verdient insge­samt bei weitem nicht die Lorbeeren, wie sich die Reprä­sentanten oft in einer unglaublichen Selbstüber­schätzung gerne an den Hut stecken.
In einem sich extrem schick gebenden Restaurant kün­digte die Wirtin mit Gehabe und Noblesse voll­mundig tolle Entrées an:
„Le quiche lorraine et le salade laitue ou le quiche de cam­pagne au lard et le salade laitue“
Die servierten „Leckerbissen“ entpuppten sich als simple, vorgefertigte, in jedem Supermarkt für drei Euro das Dutzend erhältliche Käse- respektive Spinattörtchen. Der Boden verbrannt und innen noch gefroren, war dies nicht gute Durchschnittsküche, sondern bei den verrechneten Preisen eine Sauerei. Die paar beigelegten Kopfsalatblät­ter aus dem gestrigen Waschgang liessen die aufkommen­den Ge­fühle der Verarschung auch nicht verschwin­den. Im Gegenteil!
Wir haben nahezu nie über irgendwas reklamiert, da wir keine Lust auf am Tisch vorgetragene Rechtfertigungsdis­kussionen hatten, und ich warne Sie: Sollten Sie es un­erhörterweise wagen, dieser oder einer anderen sehr nob­len Wirtin, wenn auch nur moderat die Meinung über Fast­food kund zu tun und dass die Küchlein bei jeder Würst­chenbude besser „ge­kocht“ seien, werden Sie um­gehend schulmeis­terlich klein gemacht.
Aus Noblesse wird allwissende Über­heblich­keit. Wer wagt es da, die für Gott bestimmten Delika­tessen in ihrer Qualität anzuzweifeln? Das käme einem maximalen Af­front ohne­gleichen, einer Frechheit gleich!

Die vielen Fressführer in Frankreich haben ihre Wurzel in einer sehr schwachen Durchschnittsküche. Viele Franzo­sen waren es nämlich selbst leid, den Appetit und oft auch den Magen mit Unköstlichkeiten verdorben zu be­kommen. Also er­fanden sie Testesser, Punkte, Sterne und Fressführer.
Allerdings, die Fischsuppe, welche immense Reihereien nach sich ziehend zwei Tage strikte Schonung des Ver­dauungstraktes erforderte, wurde uns in einem vorneh­men Restaurant serviert, das mit sechzehn Gault Millau-Punkten benotet war. Am Tag darauf nahmen wir zur Kenntnis, dass diese Kaschemme für drei Monate die To­re geschlossen hat. Davor wurden demnach einfach noch kurz alle Abfälle unter die Leute gebracht.
Normalerweise waren die Punkte- und Sternenbibeln, ohne von den teilweise unverschämten Preisen und den Distanzen zu sprechen, ver­lässliche Hilfen, sofern man mit dem neuesten Führer ausgerüstet war. Hinter der jähr­lichen Erscheinungsweise steckt nämlich nicht allein das Geschäft. Denn wenn der Wirt oder der Chefkoch wech­selt – und diese wechseln oft in Frankreich wie die Bäu­me ihr Laub – können tolle Überraschungen nicht ausge­schlossen werden. Also muss alle Jahre wieder neu be­wertet werden.
Und tatsächlich soll es viele solche geben, die sich alle Jahre eine neue Fressbibel andrehen lassen.

Auf was konnten wir uns nebst Punkten und Sternen sonst noch verlassen? Auf nichts! Weder die schöne, schwungvoll beschriebene Menukarte im Kasten neben der Eingangstüre, noch das adrett angezogene Personal, welches vielfach mit Hochnäsigkeit und geziertem Getue edle Küchenkunst vorgaukeln will, waren auch bei be­scheidenen Ansprüchen Garanten für ein einwandfreies Mahl. Die Preise auf der Karte schon gar nicht.
Ein Beispiel aus Avignon: Tolle, meisterlich dekorativ beschriebene Karte im Schauglas neben der Eingangstüre, daneben ein Kellner eine Serviette über dem angewin­kelten Unterarm – eine Erscheinung, die uns an den Holz­indianer vor dem Drugstore in der amerikanischen Prärie erinnerte – bekamen wir beinahe Schwellenangst, das gediegene Lokal zu betreten. Es wurde einem das Gefühl vermittelt, man müsse bereits fürs Hinsetzen dürfen zwei­mal „vielen Dank“ sagen.
Wir setzten uns. Der Indianer holte die Karten, derweil ich die Serviette vor mir auf die Seite legte. Und siehe da: Eine Küchenschabe! Blitzartig konnte ich sie mit einem umgekehrten Weinglas in Gefangenschaft nehmen.
Der noble Kellner kam mit der Speisekarte an den Tisch. Ich wies ihn auf das gefangene Raubtier hin – und zwar in freudiger Erwartung, es würde mir grosses Lob zu Teil. Denkste! Er ging davon aus, wir hätten sich mit ihm einen üblen Spass erlaubt und eine tote Schabe hingelegt. Solches gäbe es in ihrem Hause nicht, absolut unmöglich:
„Absolument impossible!“
Er hob das Glas an und wollte mit seinem Tuch die Scha­be schmissig weg spedieren. Dazu war er allerdings zu wenig flink. Sie war schneller – Schwupp und fort war das Tier. Okay, was man nicht sieht, das gibt es nicht. Er ging zur Tagesordnung über, als ob es nie eine Küchen­schabe gegeben hätte.
Nun, das Essen war dementsprechend. Sprechen wir nicht von der zur Vorspeise servierten Fischterrine. Vergessen wir die ganz schnell! Aber der Hauptgang ist ein paar Worte wert. Ein in den höchsten aller Töne angekündig­tes „Le fricassée de veau à la mode du pays“, stellte sich als Fleischmatsche in weissem Kleister klebend heraus. In­dustrielle Konserve, wie sie in der Schweizer Armee nicht einmal als Kriegsmenu aufgetischt würde, zwischen lauwarm und kalt serviert. Ein echter Graus, dieses Kalbsfrikassee nach Landesart!
An den Tischen rings um uns stocherten auch die anderen Gäste missmutig in den servierten Speisen herum. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass all die zurück gegebe­nen Reste in der Küche ohne Zögern für den nächsten Tag aus­sortiert wurden.

Fortsetzung dieses Kapitels und die gesamten Erlebnisse abverreckte Auswanderung der Egloffs gibt es im Buch!

Mario Egloff
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