Ein Jahr auf Wanderschaft

Ein Jahr auf Wanderschaft

„Wie fühlt es sich wohl an, wie ein Stein durch die Welt zu kugeln? “ fragte sich schon Bob Dylan und mit ihm eine gesamte Generation. Natürlich grenzt dieser Lockruf nach Freiheit, Unabhängigkeit und Abenteuer nahezu an Kitsch. Ich bin nun vieles, aber sicherlich keine romantische Person und noch weniger ein Hippie, aber  irgendwie rollte auch mir diese Frage eines Abends vor die Füße: „Könnte ich als ein rolling stone überleben?

Ehrlichkeitshalber muss erwähnt werden, dass diese Idee mir das erste Mal (wie wohl 90% aller verrückten Ideen dieser Welt) an einem lauen Sommerabend, im Urlaub bei einem Glas Rotwein kam. Ich befand mich gerade im Süden Chiles, in einem schnuckeligen Hostel und sinnierte gerade über mein (langweiliges) Dasein. Vor einem Jahr war ich nach Chile gekommen, um dieses Land am Ende der Welt von Norden nach Süden zu bereisen und was hatte ich bis dahin getan? Wie jede gute, pflichtbewusste Deutsche hatte ich mir innerhalb einer Woche eine Arbeitsstelle gesucht und seitdem fleißig gearbeitet. So bin ich zwar mittlerweile eine Expertin des chilenischen Steuersystems geworden, aber von Chile selbst habe ich fast gar nichts gesehen. So konnte es definitiv nicht weitergehen! „Was Hape Kerkeling kann, kann ich schon lange“, dachte ich. Einfach den Rucksack packen und losziehen! Und zwar ohne Reiseagentur, ohne den Lonely Planet – und vor allem ohne Geld! Nicht wie sonst mit Kosmetikkoffer und Flugzeug reisen, sondern sich mal wirklich auf alles einlassen! Und so wurde aus einer vagen Idee ein konkreter Plan: In 365 Tagen um Chile reisen. In 365 Tagen Land und Leute und ihre Geschichten kennen lernen. Aber auch: 365 Tage Überlebenskampf. Würde ich das durchhalten? Tja, die Antwort liegt wohl irgendwo zwischen  Atacama-Wüste und Patagonien. Vamos chica! Und wie meistens in meinem Leben: es wurde alles ganz anders…

„Wie fühlt es sich wohl an, wie ein Stein durch die Welt zu kugeln? “ fragte sich schon Bob Dylan und mit ihm eine gesamte Generation. Natürlich grenzt dieser Lockruf nach Freiheit, Unabhängigkeit und Abenteuer nahezu an Kitsch.

Ich will es entdecken und als ein „rolling stone“ die Welt erkunden…

Marinela Potor

Klein, Quirlig, Quietischig - so zog ich 2010 aus Deutschland aus, um die Welt zu entdecken. Und landete dabei in Chile. Es war Liebe auf dem ersten Blick! Nun dreh ich hier in diesem südlichen Amerika so meine Runden, als rollender Stone sozusagen. Alle kleinen und großen Abenteuergeschichten halte ich dabei in diesem Blog fest!

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