Das Papa-Kinder-Hund-(Wolf?)-Wochenende

Das Papa-Kinder-Hund-(Wolf?)-Wochenende

 

Irgendwann im Januar 2010: Schon seit einigen Jahren bin ich mit Ute Albersdörfer in Kontakt um mal endlich eine ihrer LKW-Touren mit unserem Magirus mitzufahren, doch irgendwie hat es mit den Terminen bei uns nie funktioniert. Aber jetzt mit dem Jeep sollte es endlich mal gelingen und so sitzen meine beiden Töchter Tabitha und Josephine (11 und 8 Jahre) sowie unser Teckel Ganny am …

Freitag, den 30.04.2010 nachmittags endlich im Auto und streben gen Norden. Das Ziel ist die Gegend um den Lausitzring, dort wollen wir an der sogenannten Lausitz-Safari teilnehmen. Wobei „streben“ an einem Freitag-Nachmittag eher ein Wunschdenken ist, denn in der Realität stellen wir uns auf der naheliegenden A81 gleich mal in den mehreren kilometerlangen Stau – der übliche Wochenendverkehr rund um Stuttgart plus diverse Baustellen. Naja, das gibt mir immerhin die Gelegenheit die auf dem Dachträger befindliche Leiter des Dachzelts umzumontieren, denn sie macht anfänglich bei bestimmten Geschwindigkeiten sehr abenteuerliche Pfeif- und Heulgeräusche.

Das Dachzelt, das ich vor einiger Zeit von meinem Bruder „abgestaubt“ hatte, ist schon seit mehrerem Tagen auf dem Jeep montiert und der Liegekomfort durch die vielfachen fachmännischen Tests der Kinder aus der Nachbarschaft auch einhellig bestätigt worden.

Irgendwann ist aber auch der längste Stau mal überwunden und der Jeep rollt entspannt mit ca. 110 km/h über Nürnberg in Richtung Dresden. Kurz hinter Hof bricht dann die Nacht herein und man sieht anfänglich vereinzelt, dann immer häufiger mehr oder weniger große Holzfeuer auf den umliegenden Hügeln – klar, es ist ja Walpurgisnacht!

Das Wetter das bei uns noch sonnig war wird schlechter, der ein oder andere ordentliche Schauer geht auf uns herab, auch die Luft wird merklich kühler. Der Wetterbericht hatte versprochen das es das Wochenende über im Osten der Republik trocken bleibt … wir hoffen das er recht hat!

Während der Fahrt stehen in telefonischem Kontakt zu Manfred, er fährt das zweite Auto das von unserem Geländewagenstammtisch an der Tour teilnehmen wird. Da er nicht wie ich auf das Ende des Schultages warten musste, hatte er die weise Entscheidung getroffen und war schon am Vormittag losgefahren und ist natürlich inzwischen auch schon bei Steffen, dem Tourguide, im Basislager eingetroffen.

Mit großer Genugtuung stelle ich fest, daß der doch mit ordentlich Hubraum ausgestattete 6-Zylinder Benzinmotor des Jeeps bei dem konstanten Tempo erstaunlich wenig Benzin verbraucht: Trotz der sehr grobstolligen und übergroßen Mudterrain-Bereifung, diversen Offroadumbauten, dem Dachzelt + Leiter auf dem Dach, der Bergeausrüstung und unserem Reisegepäck, rinnen kaum 10 Liter pro 100 km durch die Einspritzdüsen!

Und irgendwann nach 23 Uhr ist es dann doch vollbracht: Wir rollen ins Camp in dem uns Steffen, seine Assistentin Daniela und unser Freund Manfred schon sehnlichst erwarten – die meisten anderen Teilnehmer schlafen schon. Der Grill ist noch warm und solange die Kinder noch schnell etwas futtern, klappe ich das Dachzelt für sie auf und bereite die Schlafsäcke für die Nacht vor.

In der Nacht regnet es immer wieder, aber das Zelt hält trotz seiner einfachen Konstruktion und allen Befürchtungen zum Trotz, absolut dicht.

 

Samstag 01.5.2010:

 

Als ich nach meinem frühmorgendlichen Spaziergang mit dem Hund zurück an den Wagen komme, wird auch schon ein kleiner, grinsender Wuschelkopf aus dem Zelteingang gesteckt.

Die Gerüche von frischen Brötchen und Kaffee wecken dann auch die letzten Lebensgeister und ein Teilnehmer nach dem anderen findet sich an der Frühstückstafel ein. Klar das schon nach wenigen Tassen Kaffee das Fachsimpeln beginnt, gleichzeitig versucht man herauszuhören wie viel Erfahrung die anderen bereits im Gelände haben und mit welchem Fahrzeug sie die Tour bestreiten werden. Lange hält es uns aber nicht am Frühstückstisch, zu gierig ist man endlich los zu kommen und die tolle Umgebung zu erkunden. Nachdem die Fahrzeuge endlich startklar gemacht sind und nach der Verteilung der PMR-Handfunkgeräte setzt sich der Tross auch schon in Bewegung. Am Ufer des Sedlitzer Sees entlang geht es über sandige Wartungswege zu einem nahegelegenen, stählernen Aussichtsturm genannt „Rostiger Nagel“.

Knapp 30 Meter kann ganz schön hoch sein!

Und die Aussicht ist wirklich beindruckend:

Die Strecke ist anspruchslos? Na, das lässt sich ändern!

Wo der Suzuki noch locker runterrollt,

muss beim Frontera schon ein bisschen von Hand nachgeholfen werden

und beim Touareg helfen dann auch alle Tricks nicht, er muss letztendlich sogar von der Kante geborgen werden und dann, das erste mal an diesem Tag, die Alternativroute nehmen – es wird nicht das letzte mal sein!

Wir befinden uns nun auf dem späteren Seegrund – der Fähranleger existiert bereits, er wurde aus den Teilen einer Förderanlage konstruiert und fügt sich daher optisch natürlich super in die Landschaft ein. In ein paar Jahren, wenn der See vollständig geflutet ist, wird man sich kaum noch vorstellen können, dass man auf dem Seegrund mal mit Autos entlang fahren konnte. Eine vergängliche Perspektive also die wir hier sehen!

Am Ausleger gibt es bereits ein Café in dem sich groß und klein mit einem Kaffee oder auch einem Eis versorgen.

Nur wenige Meter weiter kommt man sich plötzlich vor als sei man auf dem Mond gelandet: Graubraunes, sandiges Gestein, kaum noch Bewuchs, überall Rillen, Täler, Hügel,…

Die Gruppe sucht sich einen Weg hindurch, muss scharfe Wendungen fahren, verschwindet in Tälern und klettert über Hügel, trotzdem kommen wir zügig voran – Steffen kennt sich ja schliesslich hier aus wie in seiner Westentasche. Und Spass macht es natürlich auch!

Und wo man Hügel hochklettert, muss man auch wieder runter, die nächste Herausforderung steht also bald an:

Oder als Video hier:

https://www.youtube.com/watch?v=BMqcp3gvP7U

Natürlich wird hier keiner einfach so den Steilhang hinunter geschickt – jeder bekommt eine individuelle auf Fahrer und Fahrzeug abgestimmte Einweisung, zuerst direkt am Fahrzeugfenster, dann während der Fahrt mit dem Funkgerät, so kann also auch wirklich nichts schief gehen!

So, genug geschwitzt, Mittagspause!

Daniela, hat an einer Schutzhütte ein umfangreiches Vesper für uns aufgebaut: Frisches Brot, Wurst, Käse, Säfte und Wasser – nach den Stunden im staubigen und trockenen Gelände ein echter Genuss.

Und die Kinder? Die nutzen auch den Schatten der Hütte – allerdings die Rückseite, denn da kann „frau“ die Bildschirme der Gameboys besser erkennen!!

Und ja, es funktioniert tatsächlich: Man kann damit von Fahrzeug zu Fahrzeug eine Funkverbindung aufbauen und gegeneinander spielen. Naja, sollen sie ruhig ab uns zu mal miteinander „daddeln“ – ist klar das ihnen das Offroaden durch eine solche Landschaft nicht so viel gibt wie uns Erwachsenen und natürlich speziell uns Fahrern.

Wie es Steffen geschafft hat uns dann letztendlich doch zur Weiterfahrt zu bewegen? Na, so schwer ist das gar nicht – wie wäre es z.B. mit einer Wasserdurchfahrt!?

Ja, bei Wasserdurchfahrten bin ich ein gebranntes Kind, nur haarscharf bin ich vor einigen Jahren einem Motorschaden durch Wasserschlag entgangen, die Reparaturkosten am fast abgesoffenen Wagen waren aber trotzdem hoch genug und so habe ich mich anfänglich geweigert meinem Wagen diese Tortour anzutun. Ich hatte aber nicht mit meinen beiden Mädels gerechnet, die haben mich so lange bearbeitet, dass ich dann doch klein beigab und meinen Cherokee ins Wasserbad gesteuert habe:

https://www.youtube.com/watch?v=VNpB5DjCIbc

Das Wasser war zu flach? Naja, das mag auf dem Video so erscheinen, es brandete aber bis über die Stoßstange (Achtung: Kühler!)  und das schon mit so viel Druck, das es mir das auf der Stoßstange befestigte Kennzeichen umbog und hochklappte. Zum Glück war es massiv verschraubt und nicht wie bei einem normalen PKW mit diesen einfachen Plastikrahmen befestigt – so musste ich es nur zurückbiegen. Manfred hatte einen solchen Plastikrahmen am vorderen Kennzeichen, und so machte er sich dann auch bald mit einigen Helfern aus der Gruppe und diversen Gartengeräten auf, die zuvor durchfahrene Wasserstrecke nach seinem vorderen Kennzeichen zu durchsuchen.

Und zum Glück hatte er seinen Schwiegersohn in spe dabei – der hat das Kennzeichen wirklich wiedergefunden (da hatte Manfred die Suche schon aufgegeben und sich wieder angekleidet!). Na, wer einen solchen Schwiegersohn hat, der kann sich glücklich schätzen, oder?

So, Manfred hat sein Kennzeichen wieder und ich habe die rote Lampe im Armaturenbrett – irgend einem elektronischen Bauteil hat das Wasserbad offenbar nicht so gut getan! Na toll, das kommt davon wenn man seine Vorsätze bricht! Meine Laune ist erstmal dahin! :-(

Kaum sind die Beine (und die Autos) einigermaßen trocken, hat Steffen auch schon das nächste Schmankerl für uns: Ein Sand-Labyrinth, eng, winkeling, ein bisschen Nervenkitzel für die Fahrer, speziell natürlich die mit den großen Autos!

https://www.youtube.com/watch?v=ovFoK3wCj2g

Na, sieht doch ganz easy aus, oder? Na, wie wäre es wenn wir versuchen wer es auch wieder da hoch schafft? „Probiert´s aus“ meint Steffen und grinst. Na, das lassen sich ein paar ehrgeizige natürlich nicht zweimal sagen:

https://www.youtube.com/watch?v=XaHQQFNjFos

In diesem Video kann man übrigens auch gut die individuellen Fahrstile, natürlich auch abhängig vom jeweiligen Fahrzeug und seinen Voraussetzungen, erkennen!

Aber noch haben wir nicht alle Ziele des heutigen Tages abgearbeitet: Die F 60 steht noch an. Wer nun glaubt es handle sich dabei um irgendeine Autobahn oder Europastraße der hat sich offenbar noch nicht mit dem Braunkohletagebau beschäftigt!

Das ist eine F60:

Und so sieht sie (oder zumindest ein Teil davon) in der Realität aus! Wahrhaft gigantisch!

Aber lange lässt uns Steffen auch hier nicht herumstrolchen (es käme sonst möglicherweise zu viel frische Luft in unsere vor Staunen offenen Münder) und so geht es jetzt zum Surfen – Dünensurfen!

Lange, langsam ansteigende Sandhänge wechseln sich mit kurzen, knackigen Anstiegen ab. Da muss so mancher mehrmals neu ansetzen und ausprobieren welcher Ansatz (Vollgas, wenig Gas,…) hier bei seinem Fahrzeug am besten funktioniert. Nur ein Fahrer verzweifelt an seinem Fahrzeug bzw. der Technik: Der Touareg kommt mit dem Sand einfach nicht klar – die Elektronik regelt das Fahrzeug viel zu stark ein und lässt sich auch nicht soweit abschalten das sie dem Fahrer die Verantwortung überlässt.

Schließlich gibt der Fahrer auf und bricht die Tour ab – es macht so einfach keinen Spaß. Wir – und speziell meine Kinder – bedauern es sehr, denn so haben sie nun keine Spielkameraden mehr, andererseits war es auf Dauer schon sehr lästig das der Touareg ständig fest hing und die Gruppe sehr aufgehalten hat. Da wir darauf nun keine Rücksicht mehr nehmen mussten, steigerte Steffen sofort den Schwierigkeitsgrad indem wir uns durch völlig neues Terrain wühlen mussten, da kamen dann einige Überraschungen und Herausforderungen auf die Gruppe zu. Aber gemeinsam wurde sich durchgewühlt und so kamen am Abend alle breit grinsend und mit völlig verdreckten Autos wieder im Camp an.

Sich einigermaßen frisch machen und den Grill anschmeissen ging irgendwie Hand in Hand und schon bald zog ein wunderbarer Grillduft durch das Zelt. Hinsetzen, ein Glas kühles Getränk in der Hand, was gibt es besseres?

Nur die rote Lampe im Cockpit brennt immer noch – auch wenn ich schon diverse Motor-Sensoren kontrolliert habe und den Fehlerspeicher ausgelesen habe bin ich dem Fehler nicht auf die Spur gekommen.

Spät wird es als wir wieder in das Dachzelt klettern und es regnet auch wieder in der Nacht, aber was soll´s, wir liegen trocken!

 

Sonntag, 02.05.2010

Ja, es war gestern spät geworden – und so begrüßte mich nach einem kurzen Morgenspaziergang kein Wuschelkopf am Zelteingang sondern ein freches Schlappohr:

Die beiden Wuschelköpfe musste ich separat wecken – was mit Aussicht auf ein leckeres Frühstück natürlich problemlos gelang.

Der nächtliche Regen hatte allerdings auch ein paar Kampfspuren an diversen Fahrzeugen freigelegt die am Vortag noch durch den Dreck verdeckt waren, aber damit muss man rechnen wenn man ein Fahrzeug so einsetzt wie das 3-er-Team im Suzuki:

Wir werden heute den noch aktiven Bereich des Tagebaus befahren, daher verpasst uns Steffen noch eine kurze „Bergbaurechtliche Belehrung“. Dann werden die Funkgeräte wieder in die Fahrzeuge verteilt und der Tross setzt sich in Bewegung um wieder ganz neue Landschaften zu entdecken.

Der ein oder andere wird sich vermutlich fragen wie das mit dem Hund im Auto so klappt. Ach wenn ich doch immer nur so genügsame Mitfahrer hätte … !!

Er liegt, trotz des Gerüttels, ganz entspannt im Fußraum des Beifahrers und verschläft die meiste Zeit des Tages. Wie man am Schmutzrand der Nase unschwer erkennen kann, wird natürlich jede Fahrpause genutzt um die Gegend unsicher zu machen oder Löcher in den wunderbar sandigen Boden zu buddeln.

Buddeln geht aber auch im großen Stil!

Hier erklärt uns Steffen anhand des Schaubilds wie diese gigantische Maschinerie sich hier bereits durch die Landschaft gefressen hat und wo es als nächstes hin geht. Diverse Dörfer durch die wird gestern und heute gefahren sind, werden von den Baggern noch regelrecht aufgefressen werden. Nicht nur für die Kinder eine unheimliche Vorstellung!

Manfred betrachtet hier das Ende des Baggers. Über ein kilometerlanges Fließband wiederhier der Abraum wieder zu einer neuen Landschaft zusammenfügt:

Diese sieht anfänglich natürlich auch wieder sehr nach Wüste aus:

Auf der Rückseite des Hügels dagegen wird schon eifrig am neuen Gesicht der Landschaft gearbeitet: Links sieht man einen Weinberg in der Entstehung und unten am Fuße des Hügels stehen junge Bäume und dazwischen auch schon ein Hochsitz. Immer wieder sehen wir übrigens Hochsitze hier in diesem Gebiet, das Wild scheint sich an diesen landschaftlichen Umwälzungen hier nicht sonderlich zu stören, oder stellt sich eben einfach darauf ein.

Noch ein bisschen Mondlandschaft gefällig? Die Dampfwolken im Hintergrund stammen vom Kraftwerk Schwarze Pumpe das mit der hier gewonnenen Braunkohle betrieben wird und das wieder die Energie für die gigantischen Anlagen liefert – ja, die laufen elektrisch!

Und mal wieder was zu den Mitfahrern, besser Mitfahrerinnen: Langsam finden sie die Fahrerei ein wenig öde – sie hatten mich gebeten das Bild zu machen damit man ihren Gesichtsausdruck sieht:

Bis wir Richtung Heimat aufbrechen ist es aber noch ein paar Stunden Zeit, bis dahin muss noch ein wenig Mondlandschaft durchquert werden …

Aber es gibt nicht nur Staub auf diesem scheinbar ausserirdischen Planeten, vermengt mit Wasser gibt es dem Wagen gleich einen ganz neuen Look:

Und schon ist´s mit der Langeweile der Kinder auch schon vorbei, denn Steffen gibt per Funkgerät durch, er habe eine Wolfsspur gefunden!  Na, da ist die Aufregung auf einmal groß – nicht nur bei den Kindern!

Eindeutig eine Wolfsspur die da fast schnurgerade mitten durch den Tagebau führt!

Den Kindern hatte ich es am Anfang nicht verraten das wir uns mitten im deutschen Wolfsgebiet befinden, ich wollte nicht das sie sich deswegen eventuell Sorgen machen könnten, aber da Steffen ein großer Wolfsfan ist und daher natürlich nach entsprechenden Spuren Ausschau hält, blieb es den Kindern natürlich nicht lange verborgen und so beteiligten sie sich bereits am Samstag an der Suche nach Anzeichen für die nach Deutschland neu eingewanderten Raubtiere.

Und dann geht es hinab – tief hinab, sogar unter den aktuellen Meeresspiegel und dort zeigt uns Steffen dann warum man hier diesen riesigen Aufwand treibt und die ganze Landschaft umkrempelt: Die Braunkohle!

Wer hat schon mal eine Palme aus der Zeit des Terziärs (2,6 – 65 Millionen Jahre vor unserer Zeit) gesehen? Nein, die Dinosaurier haben nicht mehr an ihr geknabbert, die sind vorher ausgestorben, sich aber dennoch vorzustellen welche Flora und Fauna damals hier rund um die Palme existiert hat, ist trotzdem sehr faszinierend!

Die Kinder (und nicht nur sie) nehmen sich das ein oder andere Andenken in Form kleiner brauner „Steine“ mit. Dann geht es mit den Autos wieder zurück an die Oberfläche. Unsere Mägen knurren ein bisschen, aber nicht lange, denn in einer Schutzhütte am Rande des Tagebaus wartet wieder die gute Fee namens Dani auf uns mit einem opulenten Mittagsbuffet ähnlich dem vom Vortag. Heißhungrig fallen wir darüber her und diskutieren gleichzeitig die Erlebnisse des Tages.

Die Gruppe wird noch 1-2 Stunden weiter durch das interessante Gebiet kreuzen, wir aber müssen uns leider auf den Heimweg machen, denn die Kinder müssen am morgigen Montag wieder früh in die Schule! Also heisst es Abschied nehmen von Steffen, Dani und der Gruppe!

Ich starte den Motor und …. oh Wunder: Die Motorkontrolleuchte bleibt dunkel! Na, so steht einer beruhigten Heimfahrt noch weniger im Weg! Dani begleitet uns noch aus dem Tagebaugebiet raus bis zum Abzweig Richtung Senftenberg, dann hat uns die Autobahn wieder und die Heimfahrt ist endgültig angebrochen. Der Jeep rollt wieder mit gemütlichen 110km/h und 2000 U/min dahin, die MT-Reifen summen ihr Lied, die Kinder spielen noch ein bisschen auf dem Gameboy oder hören noch die ein oder andere CD – dann schlafen sie ein. Der Dackel hat sich dem Umweg gespart, er schläft schon lange!

 

Am Montag meldet sich Steffen bei mir: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat nur wenige Kilometer von unserem Camp entfernt ein Wolfsrudel eine Kuhherde angegriffen und zwei Kälbchen gerissen!

 

Was gibt es abschließend zu sagen? Trotz der langen Anfahrt von fast 600 Kilometern haben wir ein Wochenende erlebt das wir sicherlich noch mal wiederholen werden – vielleicht ja mit ein oder zwei Tagen mehr Zeit um z.B. auch das nahegelegene Schwarzkollm besuchen zu können? Der Ort sollte den Lesern des Buchs „Krabat“ von Otfried Preussler etwas sagen.

 

Euer Markus mit Tabitha, Josephine und Ganny

 

P.S.: Nachdem der ursprüngliche Bericht leider durch einen Hackerangriff verloren gegangen ist, versuche ich hiermit zumindest Teile des Berichts aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Sollten noch Teile wieder auftauchen werde ich den Bericht damit ergänzen. Sollte einer der Leser(innen) den originalen Reisebericht gespeichert oder ausgedruckt haben, so würden wir uns sehr freuen wenn man Kontakt mit uns aufnähme!

Markus Koebler
1Comment
  • BlackRubicon a.D.
    Posted at 18:02h, 17 Juli Antworten

    Super geschrieben – macht Lust auf mehr !!

    Gruß aus der Palz

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