Der Abenteuerflug der Trike Globetrotter geht weiter!

Der Abenteuerflug der Trike Globetrotter geht weiter!

Landeanflug Gewürzinsel Grenada - unser 21. Land

Landeanflug Gewürzinsel Grenada – unser 21. Land

4.30 Uhr klingelt der Wecker. Was für eine ungewohnte Zeit. Unsere innere Uhr spielt noch ziemlich verrückt. Gerade erst seit 3 Tagen aus Deutschland zurück in Tobago bei Stephanie und Brian und Macky im Alibabas Seabreeze, müssen wir uns erst wieder an den Flugrhytmus gewöhnen. Während der Vortragstour in Deutschland sind wir selten vor 1.00 Uhr Nachts in die Federn und nicht vor 9.00 Uhr Morgens aus den Federn gekommen. Aber die Vorfreude auf unseren Flug nach Grenada lässt mich aus dem Bett hüpfen. Die letzten drei Tage haben wir damit verbracht Gunther wieder Flugfertig zu machen. Wir haben das Segel wieder zusammengebaut, Gunther abgebraust und geschrubbt, die Batterie geladen, die Namen auf das Segel aufgetragen, die Ausrüstung sortiert…… 1000 verschiedene Dinge eben. Der Motor hat anfangs ziemlich gespuckt, aber nachdem wir ihn ein paar Mal durchgeblasen haben, läuft er nun wieder rund. Kurzum wir sind bereit! Auch waren wir gestern extra noch bei Immigration, Customs und Health Port und alle haben uns glaubhaft versichert, dass 6.00 Uhr die Kollegen da sind und wir unsere Stempel bekommen. Ganz sicher!

Nur Wasser und Wolken - ein Vorgeschmack auf den Atlantik?

Nur Wasser und Wolken – ein Vorgeschmack auf den Atlantik?

5.00 Uhr – wir laufen mit Sack und Pack zum Fluhafen und passieren die Sicherheitskontrolle. 5.45 Uhr – alles ist fertig gepackt, wir sind abflugbereit, fehlen nur noch die Stempel. Punkt 6.00 Uhr stehen wir mit unseren 10 Generel Declaration Formblättern und den anderen Papieren bei den Flughafenbehörden. Ausser dem jungen Immigration Officer ist keiner da. Andreas sein Wutpegel schnellt nach oben.  Schatz dann machen wir jetzt zuerst die Formalitäten mit Immigration und dann werden die anderen auch da sein, versuche ich die Situation zu retten und wende mich dem jungen Officer zu. Der schüttelt betreten den Kopf: Zuerst braucht Ihr den Stempel von Health Port, erst dann ist er an der Reihe und zu guter letzt dann Customs. „Vorher kann ich nichts für euch tun!“, erklärt er uns. Oh nein, geht das schon wieder los mit der lieben Bürokratie! Dem Flughafenmanager ist die ganze Situation sehr peinlich, er versucht im Wechsel den Supervisor von Health Port und von Customs telefonisch zu erreichen. Der junge Immigrationofficer will nun auch helfen und prüft zumindest schon einmal unsere Papiere. Wind kommt auf und die Wahrscheinlichkeit heute noch zu fliegen wird mit jeder weiteren Warteminute geringer.

Watermarked Photo56.30 Uhr kommt die Dame von Health Port angetrullert, so langsam das man ihr beim Laufen die Schuhe besohlen kann. Das macht meinen Kapitaen nun völlig wütend. Die Dame versteht die ganze Aufregung überhaupt nicht, bequemt sich aber ihren Stempel aus der Schreibtischschublade hervorzukramen und bam Health Port ist erledigt. Der junge Officer kommt auch gleich mit seinem Stempel angesaust, bam erledigt. Aber wo bleibt Customs? Der Wind wird stärker es ist ein Wettlauf gegen die Uhr bzw. den Wind. Der Flughafenmanager telefoniert immer noch. Der Supervisor von Customs meldet sich von zu Hause und lügt: „Mein Kollege ist vor Ort und prüft gerade die Papiere der Trike Globetrotter.“ Da verschlägt es sogar dem Flughafenmanager die Sprache.

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Land in Sicht – Grenada!

Eine Stunde später, 7.00 Uhr kommt im Schmittchenschleicher Gang endlich der Officer von Customs ins Büro. Der Typ ist über 2 Meter groß, breit wie ein Schrank und guckt wirklich sehr finster. Ich finde ihn furchteinflössend. „Schatz bitte beiß dir jetzt auf die Zunge und motz den nicht an, lass dir einfach nur die Stempel geben, denke einfach nur an den Flug, bitte!“, flehe ich meinen Kapitän an. Wir sind nun alle 10 Generell Declaration Forms los und haben unsere 3 Stempel. Abflug!

Wooowww ist das toll, wieder abzuheben, den Wind im Gesicht zu spüren und einen letzten Blick auf Crown Point Tobago und das türkisblaue Buccoo Reef zu erhaschen. Dann sehen wir nur noch Wasser. Grenada können wir noch nicht sehen, aber die Wolkenfront, die sich direkt vor uns bedrohlich aufbaut. Auf diese alten Bekannten ist eben auch Verlass. Drüber, drunter ? Nein mittendurch, im Slalom, ganz zu meiner Begeisterung. 1 Stunde und 20 Minuten sind wir jetzt in der Luft und Land ist in Sicht. Grenada – die Gewürzinsel, unser 21. Land. Da meldet der Tower: „Freigabe zur Landung. Windshield möglich!“ Sofort verkrampft sich die Haltung von meinem Kapitän und gleich zu Beginn der bestimmt 3 km langen Landepiste bringt er Gunther steil nach unten. Naja, nicht die beste Landung, aber heil unten!

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Landeanflug Grenada

Die nächsten Tage werden wir Grenada erkunden und uns in das Karnevalsfieber auf der kleinen Schwesterinsel Cariacou stürzen!

Eure Trike Globetrotter

Doreen

Andreas Zmuda