Charitour 2010

Es waren einmal beim Sommerfest,
zwei Jungs zu Bike nicht sattelfest.
Die Petra Moske sprach sie an,
was man organisieren kann.

Für den guten Zweck, sollt er sein,
der Einsatz ihrer Bikelein.
Schon hatten die Jungs eingeschlagen,
die Charitour war angetragen.

6 Monate später wars soweit,
das Wetter gut, die Jungs bereit,
mit 30 Bikern man gen Süden fuhr,
so begann die erste Charitour…

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Ja, so nahm dies alles seinen Anfang. Für nestwärme e.V., eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Familien mit behinderten und chronisch kranken Kindern, trafen sich rund 40 norddeutsche Jungs und Deerns, um gemeinsam im Cafe del Sol zu frühstücken und dann durch Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu fahren.

Doch damit allein hatte das Spendensäckel für nestwärme e.V. noch nicht geklingelt, die Biker griffen in ihre Leder- bzw. Cordurataschen und zahlten für Frühstück und Tour eine Startspende, die wir zu 100% dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommen lassen konnten – und wie einige Fotos verraten, so trafen auch die speziell für dieses Event entworfenen Charitour-T-Shirts auf große Gegenliebe und stockten den Pott nochmal zusätzlich auf, so dass wir rund 1.250,– Euro für nestwärme e.V. einsammeln konnten.

Vielen Dank allen Teilnehmern dafür!

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Die Tour – abgestimmt mit dem Landesbetrieb Verkehr der Stadt Hamburg und den örtlichen Polizeidienststellen – führte vom Cafe del Sol an das Elbufer und in einem weiten Bogen hinter der Deichkante entlang. Die klare Kante war dabei zu erkennen, häufig von Schafsherden begrast, der klare Himmel ließ allerdings auf sich warten. Doch an diesem Pfingstwochenende sorgte der nebelige Morgen dafür, dass nicht zu viele Ausflügler aus ihren Kojen kamen und uns die freie Sicht auf freie Straßen nahmen.

Vorbei am Zollenspieker und in Geesthacht über die Elbe (ja, diese 2,5km waren alles, was wir bei dieser Tour von Schleswig-Holstein zu sehen bekamen – aber dabei sein ist alles ;-) ), setzten wir nach Niedersachsen über, wo wir der Elbuferstraße bis Artlenburg folgten und dann Richtung Süden zum Schiffshebewerk in Scharnebeck abbogen.

Dort, am Hebewerk, gab es die erste Pause, Wartungsarbeiten wurden durchgeführt (und es hatte tatsächlich jemand eine Ölkappe für einen BMW-Zylinder dabei – und ich dachte, dass nur Harley-Fahrer immer mit Servicewagen unterwegs sein müssen…), Kaffee, Nikotin oder Softdrinks getankt und zum zweiten Stint (Anm.: In der Formel1-Sprache der Abschnitt zwischen zwei Boxenstopps, bei Norddeutschen ein kleiner Speisefisch) aufgebrochen.

Dorfstraßen, Heidesträßchen und Bundesstraßen führten uns weiter durch grüne Wälder, gelbe Rapsfelder und dunkelpurpurne Heide bis zum Ziel unserer Tour. Dort räumte ein Gespann mit 2 Pferdestärken das Feld, um uns die gesamten Parkflächen vor dem Landhaus Höppen bei Schneverdingen frei zu machen.

Und nicht nur die Parkflächen, auch die Außenterrasse war für uns reserviert und ein Kuchenbuffet stand für die hungrigen Biker bereit. Der offizielle Teil der Charitour endete hier, in kleinen und mittleren Gruppen setzten die Fahrer ihren Weg fort – weiter Richtung Süden, zurück nach Flensburg, Kiel, Hamburg, Geesthacht, Trittau, Mölln oder wohin auch immer, die Reifen sie getragen haben.

Bei so vielen strahlenden Gesichtern scheint klar, dass es schon Überlegungen für eine zweite Charitour gibt – warum auch nicht, Motorrad fahren und Gutes tun!

Jens Freyler