KaiZe(h)n

Kaizen? Was war nochmal Kaizen? Irgendwas asiatisches. Doch was hat Hamburg mit Asien zu tun? Oh, so einiges!

Indien, China oder Japan? Kaizen stammt aus dem Japanischen und bedeutet den Wandel zum Besseren. Dabei folgt es der Lehre, dass solche ein Wandel nicht sprunghaft durch Innovation erfolgt, sondern es eine Philosophie der ewigen Veränderung gibt. Na, ob Ihr ohne Innovation den Walkman erfunden hättet?

Und was hat das mit Hamburg zu tun?

Nun, in einem von Hamburgs zahlreichen Kanälen liegt nun auch etwas, dass sich nach eigener Bekundung dem Kaizen verpflichtet hat – aber Kai10 heißt – eine schwimmende Lounge zu Füßen des Marriott Hotels (und von diesem betrieben) in der Hamburger City Süd. Eigentlich nicht die beste Lage, doch wenn man ein paar Meter weg von der viel befahrenen Amsinckstraße bei leichter Loungemusik in Korbsesseln fleezt, das Wasser um einen rum ist, die Möwen über einem kreisen, man einen Cocktail vor sich hat und der Koch des Marriott den Pangasius im Buchenspan auf dem Barbecue dreht, wer kann da noch die Straße hören oder die Abgase riechen?

Schade nur, dass bisher (!!!) die Lounge nur Dienstags zum After Work geöffnet ist und man schon pünktlich um 18:00 Uhr da sein muss, um wirklich einen Platz im Außenbereich des Luxuspontons zu bekommen (könnte bei Regen besser klappen mit den Plätzen draußen). Aber selbst wer später dran ist oder die Location bei kühleren Temperaturen ansteuert, es gibt ja noch den Innenbereich – und den sogar teils unter Wasser im „Sub Zero“, das man sich gut als Minidisko vorstellen kann.

Doch gut zu wissen, dass Hamburg wieder mal eine ausgefallene Attraktion mehr hat – fragt sich nur, was sich hieran noch zum besseren kaizen lässt…?

Jens Freyler